Nachdenklich…

Nachdenklich stimmt es mich ja dann schon, dass ich derzeit anfange, auf die Ortskundeprüfung zu lernen.
Ich? Ein Mensch, der nach 4 Jahren Fahrtätigkeit insbesondere eines zu sagen weiss: Mein Orientierungssinn ist gut, aber ich kann mir keine Straßennamen merken. So ist das nach wie vor, aber ich stelle fest, dass es wohl eine Möglichkeit geben muss, sich umzustellen.
Denn ich sitze nun hier in Berlin-Marzahn und jongliere mit ein paar Straßennamen, die mir wie dem Großteil der Bevölkerung unseres Landes eher aus den Nachrichten, denn aus der Nachbarschaft bekannt sind. Und ich will Panik gehabt haben davor, dass ich in Stuttgart eine Ortskundeprüfung ablegen muss?
Vielleicht stimmt es ja tatsächlich, dass das vermeintliche Wissen einen eher behindert als dass es einem nützt. Mal sehen, was ich in ein zwei Monaten, wenn das Wissen um das hundertfache gestiegen sein sollte, zu diesem Thema zu sagen habe…

Noch ortsunkundige Grüße!

Begonnen der Straßenkampf hat…

So, der Sash ist inzwischen fleissig am Lernen für die Ortskundeprüfung…
Ohne schon genau zu wissen, wie ich das finanzieren werde, habe ich beschlossen, die Geschichte mit dem Taxischein jetzt durchzuziehen, weil ich das wirklich für die richtige Wahl halte. Noch kann ich auch nicht einmal ansatzweise erfassen, was da alles an Lernerei auf mich zukommt, aber ich lasse mich überraschen. Die Aussicht darauf, mich binnen dieses Jahres besser in Berlin auszukennen als der durchschnittliche Berliner, erscheint mir irgendwie sehr verlockend. Alle, die mich kennen, wissen, dass ich recht selten vom Ehrgeiz gepackt werde… aber manches Mal gibt es sogar das.
Witzig ist mein gestern erstandenes Lernmaterial. Ich hab mir zwei Stadtpläne zugelegt, und das ungeachtet der Tatsache, dass ich noch mindestens einen von meiner Taxischule bekommen werde. Der eine ist ein großer Übersichtsplan und hängt an der Wand, der andere ist nur ein City-Plan, der in manchen Details etwas genauer – besser: genauer zu erkennen – ist.
Das ist jetzt nicht spektakuär, aber ratet mal, wo der Verlag sitzt, der die Pläne rausgibt?

Besser!

Ostfildern! Jetzt wohne ich in Berlin und unterstütze die schwäbische Wirtschaft immer noch, ist das nicht traurig?
Naja, in diesem Blog war es das dann voraussichtlich mit der ganzen Taxi-Geschichte. dafür hab ich jetzt nen eigenen – themenspezifischen – Blog. [hat sich erledigt]

Nun zu dem, was hier auch reingehört: Ich bin immer noch krank. Deswegen sitze ich auch zu dieser nachtschlafenden Zeit schon wieder am PC: Ich warte auf die Wirkung der Schmerzmittel. Bei mir sind es bald zwei Wochen, die ich mit Halsschmerzen kämpfe, aber selbst Ozie hat nun knapp eine Woche hinter sich. Immerhin bräuchte theoretisch nur einer von uns zum Arzt gehen, den die Symptome gleichen sich wie ein Ei dem anderen, und ich hab so meinen Verdacht, wie die Übertragung vonstatten gegangen sein könnte.
Ralf scheint auch ein bisschen weniger betroffen zu sein, aber ganz fit war der auch nicht immer. Also wer immer uns jetzt in nächster Zeit besucht, plant etwa 30 bis 40 Euro Extrakosten mit ein, je nach Schmerzgrenze. Insbesondere, wenn ihr mit mir und/oder Ozie rumknutschen wollt…

So, jetzt ist das aber schon wieder ein witzig langer Eintrag geworden, und ich will eigentlich gleich noch eine Zielfahrt lernen. Bis bald, Leutz!

Jetzt geht's los!!!

So, also nochmal ein erfreulicheres Thema:
Ich hab mir heute einen Stadtplan gekauft, ihn an die Wand gehängt und einfach mal angefangen zu lernen. Mir wurde gesagt, dass der Anfang hart ist, aber ich hab gerade nach ein paar Stunden ein ganz gutes Gefühl. Mit der Zeit wird das richtig flutschen. Klar, die Materie ist trocken, aber verdammt: Ich lerne gerade, mich in meiner neuen Heimat zurechtzufinden. Ist das nicht etwas, was auch irgendwie geil ist?
Ich finde gerade den Anfang so geil, weil man plötzlich weiss, wie man zu Stellen kommt, an denen man bisher noch nicht einmal war. Ich finde es also zum Beginn weder unspannend noch entmutigend. Ich hab einiges gelernt heute!

Optimistische Grüße aus Berlin!

Arbeitsamt macht ernst

Heute hat meine Arbeitsamts-Zuständige dann tatsächlich oberpünktlichst zurückgerufen. Hat mich natürlich gefreut. Jetzt war das aber leider – ich hatte bisher noch nichts mit ihr zu tun – so eine Art „Ich-mach-die-Regeln-und-sie-hören-einfach-nur-zu-Tante“. Ihr vorrangiges Interesse war natürlich, ob meine Ausbildung zum Taxi-Fahrer die Agentur auch wirklich nichts kostet. Kann ich verstehen, wäre aber nett gewesen, wenn sie sich für irgendwas interessiert hätte. Hat wahrscheinlich nach dem Motto „Mein Name ist Hase, ich interessiere mich für nichts…“ gehandelt. Naja, eigentlich trifft der Satz hundertprozentig zu.
Ich musste natürlich bestätigen, dass ich zur Verfügung stehe, wenn ich andere Arbeit finde. Soweit, so gut, ABER: Ich darf diese Arbeit nicht ablehnen, nur weil sie mit meiner Ausbildung kollidiert.
Dazu hab ich ein paar Sachen zu sagen: Ich hab zweimal die Woche einen festen Termin, und wenn sich der nicht umgehen lässt, dann WERDE ich die Arbeit wohl ablehnen.
Was die gute Frau scheinbar nicht so ganz kapiert, ist doch das: Nach dieser Ausbildung habe ich garantiert einen Job – weil ich mich dort verpflichten muss. Wenn ich jetzt drei Wochen vorher mit Zeitarbeit anfange, dafür die Ausbildung schmeisse, weil ich da schichten muss, dann ist das kurzfristig für mich scheisse – weil ich schlechter verdiene – und langfristig auch fürs Amt – weil ich entweder schnell wieder ohne Arbeit dastehe, oder sowieso wegen der miesen Bezahlung nebenher Staatskohle anfordern muss.
Ich meine, ich bin ungelernt und wohne in Berlin, hab bisher nur als Fahrer gearbeitet und hab hier noch keinen P-Schein. Wie groß sind meine Chancen?
Aber da sind wir beim zweiten Punkt: Ich glaube nicht, dass ich großartig in Versuchung gerate, irgendeine Arbeit abzulehnen. Immerhin hat die Agentur es während meiner letzten Arbeitslosigkeit in zweieinhalb Monaten nicht geschafft, mir mehr als ein Stellenangebot zuzuschicken. Im Endeffekt ist das dann also viel Wirbel um nichts. Ich bin ja schonmal gespannt, was aus ihrer „Androhung“ wird, ich müsse ja auch dran denken, dass ich bundesweit Chancen haben könnte…
Ich weiss schon, weswegen ich diese Agentur am liebsten in den Wind schiessen würde. Ich brauch nur für 3 – 5 Monate Geld, danach zahl ich das notfalls wieder zurück, um mehr geht es doch nicht. Gerade diesem kranken System sollte es gefallen, dass ich ohne Aufforderung Ausbildungsmaßnahmen ergreife, die den Staat nichts kosten und mich am Arbeitsmarkt attraktiver machen. Bäh, jetzt rede ich schon, wie einer von denen…

Arbeitslose Grüße

So langsam geht es los

Ich hatte heute einmal mehr einen Termin bei meiner Taxi-Schule. Irgendwie hab ich zwar immer den Verdacht, ich bin am besten vorbereitet von allen, die da rumspringen, aber das macht die Sache für mich noch wesentlich angenehmer. Ab Donnerstag wird es dann richtig ernst: Der erste Lehrgang. Ich hab zwar schon ein paar „Hausaufgaben“ hier liegen, aber die kann ich auch erst vernünftig angehen, wenn ich wenigstens einen Stadtplan besitze, den ich auch ganz aufklappen kann.

Späte Grüße an die Welt!

"Hm, ja da gibt es verschiedene Möglichkeiten…"

Ich habe nun einen Anruf beim Arbeitsamt (ich werde das wohl immer so nennen) hinter mir. Mein Ziel war es, zu erfahren, ob ich während meiner Ausbildung weiter Arbeitslosengeld (I) bekommen würde, da sie ja nicht länger als 15 Stunden die Woche dauert. Ich gebe zu, dass ich gerne auf Arbeit verzichten würde in der Zeit, weil ich weiss, dass mir das Lernen schwerfallen wird. Zudem: Wer stellt mich ein, wenn ich zwei Werktage pro Woche mittags weg bin? Aber immerhin hätte ich einen Arbeitsvertrag in Aussicht, und das Amt müsste eigentlich auch sonst nichts zahlen. Ich bin also mal guter Dinge. Irgendwann in den nächsten 48 Stunden ruft dann angeblich meine Bearbeiterin an. Ich bin ja mal gespannt.
Einen Weg, an zusätzliches Geld für die Ausbildungszeit zu kommen, habe ich noch nicht gefunden. So langsam nervt es mich, dass das nicht als „reguläre Ausbildung“ zählt. Nur weil es ein bisschen kürzer ist?
Naja, dann sind wir mal gespannt, was das Amt sagt. Drei Möglichkeiten gibt es:
1) Sie halten das sogar für eine förderungswürdige Geschichte und ich kriege sogar mehr Geld
2) Sie sehen das als reguläre Nebenbeschäftigung, und alles läuft wie gehabt
3) Ich verliere alle Ansprüche
Es wäre zwar höchst unlogisch, wenn das dritte eintreten würde, denn dann müsste ich auf die Ausbildung verzichten und dem Staat aller Voraussicht nach noch länger auf der Tasche liegen, aber man weiss ja nie…

So denn, auf geht’s!

Kauft das Buch!

Wie kam Sash eigentlich zum Taxifahren? Das beschreibt er in seinem ersten eBook "Papa, ich geh zum Zirkus!".

Immer dranbleiben!

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Noch ein Blog?

Kleiner Tipp: Sash hat noch einen zweiten Blog, auf dem es auch gelegentlich was zu lesen gibt.

Wenn es sonst nichts gibt…

…dann blogt man halt. Ich weiss auch nicht so recht. Hier in der WG ist tote Hose. Ralf schläft schon, ich bin kurz davor und Ozie zockt gerade an meinem Rechner Sims. Deswegen schreibe ich hier von Elli aus.

Ich hab’s heute endlich hingekriegt, denen von JobAG meine Arbeitsbescheinigung zu schicken. Naja, ich brauch sie erst in 14 Tagen.

Bei meinem zweiten Sprung in die Arbeitslosigkeit macht sich offenbar auf dem Amt niemand große Hoffnungen. Abgesehen von der Antragsabgabe habe ich meinen nächsten Termin Mitte März. Ich sollte mal mit denen klären, wie das aussieht, wenn ich eine unbezahlte Ausbildung nebenher mache. Ich habe keinen Plan. Zeit für Arbeit hätte ich ja offiziell schon. Aber bevor ich da irgendeinen Mist baue, sollen die das mal schön selber erklären.

Wenn ich meinen Termin habe, dann werde ich sicher schon ein ganzes Stückchen weiter sein. Meine Taxi-Geschichte fängt am Montag Abend an. Da lasse ich mich mal ins kalte Wasser fallen, und dann sehen wir mal, ob ich darin schwimmen kann.

Hier in Berlin streikt die BVG. Sehr schön! Hoffen wir mal, dass das noch richtig heiss wird. Mir gefällt sowas. Natürlich, die meisten Leute meckern jetzt schon wieder, wie unfair das gegenüber den armen Arbeitnehmern ist, die jetzt nicht mehr ins Geschäft kommen. Och Mensch, dann ruft in der Zentrale der BVG an und beschwert euch, dass sie gefälligst gute Löhne zahlen sollen. Hab ich schonmal erwähnt, dass es keinen Grund geben darf, dass ein Unternehmen, welches schlechte Löhne zahlt, fortexistiert.

Klingt für die meisten ein wenig zu radikal, aber es ist doch eigentlich sogar im kapitalistischen Sinne richtig. Ein Unternehmen, dass es den Arbeitern nicht erlaubt, von ihren Löhnen zu leben und zu konsumieren, bringt der Gesellschaft eigentlich nur Ärger. Also weg damit! Ende.

So langsam wird mir langweilig, Leute! Was soll ich machen? Ich weiss es echt nicht…