Ich hab mich also vorsichtig auf den Weg gemacht – diese Tour war die Ausnahme aller Ausnahmen und ich wollte die beiden bloß sicher zu Hause wissen. Dass die junge Dame mit dem hässlichen Höschen etwas schief lag, passte mir ganz gut, denn im Falle des Falles –
„Schmusskotzn!“
– genau in diesem Fall … konnte ich einfach die rechte Tür aufstoßen und sie hatte nur noch ein paar Zentimeter zu überwinden. Und es lief prima. Sowohl aus ihr raus als auch die Situation als Ganzes. Das Auto wurde nicht in Mitleidenschaft gezogen und als ob das nicht alles schon absurd genug gewesen wäre, beklatschte mich der Begleiter und meinte:
„Wahnsinn Mann! Dass Sie das verstanden haben!“
Mit den beiden – das war mir klar – brauchte man kein Drehbuch mehr für eine Komödie. Es folgte das Übliche. Ich hab ihr etwas Küchenrolle gereicht und mich inzwischen wieder völlig entspannt auf meinen Sitz gesetzt. Gab nix zu tun und die Uhr lief weiter …
„Also mit mehr als einem Bonbon gegen den Geschmack kann ich jetzt auch nicht mehr helfen.“
Das nächste Mal mache ich einfach Mittagsschlaf in so einer Situation, das käme sicher auch cool.
„Wo, wo ist mein Ehemann?“
„Der sitzt hinter Dir!“
Und er war ein ganz einfühlsamer. Während sie noch ein wenig rumzitterte und überlegte, ob sie sich auch noch das Frühstück durch den Kopf gehen lässt, lag ihm eher an einer zügigen Weiterfahrt:
„Schatz? Kriegst Du deine Beine ins Auto?“
„WAS? EY, KÜMMER DICH MAL UM MICH!!!“
„Tu ich doch – also kriegst Du deine Beine ins Auto?“
Popcorn! Aber im Ernst: Er kümmerte sich tatsächlich um sie. Auch der zweite Teil soll nicht ohne Cat-Content auskommen, zunächst aber konkretisierte er die Adresse. Wir näherten uns nach dem dreiminütigen Aufenthalt nämlich langsam der zu überquerenden Hauptstraße.
„Wo muss ich dann lang?“
„Einfach rüber. Und dann geradeaus.“
„Wie weit etwa.“
„Ziemlich genau 5 Kilometer.“
Bitte WAS?
Ein Ende war also nicht abzusehen. Prima. Na gut. Ich fuhr weiterhin so langsam wie irgend möglich. Und wie wir wissen, zieht das Dinge in die Länge. Das beste Beispiel dafür ist sicher das bekannte Orgelstück ORGAN²/ASLSP, dessen derzeitige Aufführung in der Sankt-Burchardi-Kirche noch bis ins Jahr 2640 dauern soll. Die beiden Pfeifen auf der Rückbank behielt ich aber besser ein bisschen im Blick, denn ein bisschen früher wollte ich sie dann ja doch loswerden. Und zwar möglichst ohne mein Auto in Mitleidenschaft zu ziehen.
Kommen wir zum Cat-Content (diese Einträge werden Suchmaschinen-Hits! 😉 ) zurück:
Das in Anbetracht der etwas widerlichen Umstände Bemerkenswerte war nämlich, dass sich zwar augenscheinlich keiner der beiden Protagonisten ernsthaft bewegte, die Katze allerdings schon. Das nun wahrscheinlich aufkommende WTF ist berechtigt, aber ich hab auch einen Moment gebraucht, bis ich geschnallt hab, dass die beiden sich mit je einer Hand in ihrem Höschen vergnügten.
Nee, is klar. Wär mir nach dem Kotzen auch als erstes eingefallen!
Ich sag’s mal so: Wenn man 7 € Trinkgeld und einen umgehenden Feierabend dafür bekommt, erträgt man so einiges …
