„Park mal da!“

Dieser Satz kam urplötzlich aus dem gemeinsamen Schweigen der letzten Fahrt dieses Wochenendes. Unser beider Zeit war lange überschritten. Sie hatte bei einer brancheninternen Feier bis morgens um 6 Uhr durchgehalten, während ich die letzten 10 Stunden mehr oder minder durchgehend im Taxi verbracht habe.

Ich indes war leicht im Vorteil, da es nicht zu meinen Aufgaben gehört, von Vorgesetzten gleichermaßen Drinks annehmen zu müssen und dennoch nicht zu zeigen, dass man schon einen im Tee hat.

All das erfuhr ich erst nach der kurzen Pause, in der sie ein eher trauriges Bild abgab, mit der Stirn an einen Zaun neben einer Dönerbude gelehnt, kotzend natürlich. Davor war die Fahrt eben schweigsam, nur anfangs noch unterbrochen durch ihr – wahrscheinlich auch noch wichtiges – Telefonat.

Ich war froh, dass das Gespräch danach ins Rollen kam. Ich hab mich ja schon gefragt, ob sie mich eigentlich verarschen will, weil sie mir hackevoll erzählt hat, sie käme vom Arbeiten. Und so hinterlässt der frühe Sonntag Morgen wieder ein sterbendes Klischee – das vom Traumjob, einen eigenen Club zu leiten…

4 Kommentare bis “„Park mal da!“”

  1. Jeden Tag feiern ist schlimmer als ein gemütlicher Bürojob.

  2. Supporter sagt:

    Ist doch zur Abwechslung sicher schön, wenn die Kunden rechtzeitig Bescheid geben.

  3. Sash sagt:

    @Der Maskierte:
    Jepp. Aufgezwungene Party kann ja nichts werden. Also gut, vielleicht in Einzelfällen – aber nicht ständig.

    @Supporter:
    Keine Frage 🙂
    Ich hab mich auch bei ihr bedankt dafür. Lustig sind immer die Blicke der vorbeifahrenden Kollegen, wenn jemand aus dem Auto stürmt…

  4. Nick sagt:

    ich hab schonmal im Club gelitten, zählt das auch?

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