Alle Infos zu FAER

Nun ist es so weit: Ab morgen tritt das neue Fahreignungsregister FAER auf den Plan und ersetzt das liebgewonnene Verkehrszentralregister VZR in Flensburg.

Wer sich noch nicht über die neuen Regelungen Gedanken gemacht hat, kann hier bei bussgeldkatalog.org alle Infos bekommen.

Gefunden hab ich den Link im immer lesenswerten lawblog.

Tanzt gut in den Mai – und beehrt das FAER nicht gleich mit Neuzugängen! 😉

27 Kommentare bis “Alle Infos zu FAER”

  1. Cliff McLane sagt:

    > beehrt das FAER nicht gleich mit Neuzugängen

    Werd‘ mir Mühe geben. Weißt du, was absolut Scheiße ist am neuen System? Dass der eine Punkt fürs Handyfonieren bleibt. Da ich beruflich auch mal mit anderen Autos als ausgerechnet meinem (mit Freisprechanlage) unterwegs bin, wird das auf amerikanische Verhältnisse hinauslaufen: texting while driving. Sonst riskiert man ja eine Strafe, und simsen kann man schön unterhalb vom Lenkrad. Gut, sieht dann zwar wie Onanieren aus, aber das ist ja nicht verboten.

    Und, nein, ich telefoniere nicht aus Spaß. Ich arbeite für eine soziale Einrichtung, und bei einer Krisenintervention erfährt man wichtige Details oft erst während der Fahrt. Und, nein, wir sind non-profit und bekommen KEINE Ausnahmegenehmigung. Und, ja, ich mache das ehrenamtlich gegen Aufwandsentschädigung.

  2. Nick sagt:

    @Cliff
    Was spricht dagegen, dir einen mobilen Handyhalter für die Lüftung zu holen und dann entsprechend mit Handyfreisprecher zu telefonieren? Oder zusätzlich eine App, die dir SMS vorliest?
    Oder eine Bluetooth Freisprecheinrichtung für’s Ohr? Dann kann das Handy sogar in der Tasche bleiben.

    Bei so vielen Möglichkeiten finde ich die Entschuldigung, dass man ja im Grunde jetzt schreiben MUSS damit es keiner sieht schon etwas merkwürdig.
    Und sobald dir mal ein Kind vors Auto läuft während du gerade gezwungenermaßen eine Nachricht schreibst, möchte ich weder in deiner, noch in der Haut des Kindes stecken.

  3. Hans Olo sagt:

    Ein kabelgebundenes Headset kostet keine 10 Euro. Ein Bluetooth Headset gibts fuer 30 Euro. Und wenn man es beruflich nutzt, kann man es in der Steuererklärung geltend machen. Manche Leute sind sich echt für keine Ausrede zu schade. Und wenn der Arbeitgeber dies nicht bezahlen will, dann einfach mal während der Fahrt nicht ran gehen oder jedes Mal anhalten. Vielleicht kann man dann den Arbeitgeber zum einlenken bewegen…

  4. Radfahrerin sagt:

    @Cliff Ernsthaft? Die paar Euro für ne Bluetooth-Freisprechanlage hat auch ein non-profit-arbeitgeber im Sozialen Bereich über. Wenn es denn nun absolut gegen deine Prinzipien geht, da dein eigenes Geld auszugeben -.-
    Unglaublich, so mit dem Leben anderer zu spielen und dann mit der Begründung… Ich bin echt ein bisschen fassungslos…

  5. Sash sagt:

    @Cliff McLane:
    Ich kann’s grundsätzlich nachvollziehen – aber ehrlich gesagt finde ich die Gegenkommentare bisher sehr überzeugend.

  6. hrururur sagt:

    Ich hab keine Punkte und will das auch nicht ändern. Ich glaube auch, dass sich für die meisten nicht groß was ändert.

    Ich finde es allerdings blöd, dass es keine Punkte mehr für das Sonntagsfahrverbot gibt. Wir fahren häufig mit den Pferden sonntags zu Turnieren oder einfach weg. Also eh schon nur achtzig, also rechte Spur. Und hier ist ein Stück wo man nur im Stau steht. Baustelle, zwei statt drei Spuren, die linke ist zu schmal für den Hänger und rechts stauen sich die LKW, weil viele kurz nach der Baustelle abfahren wollen und dort die Ampel doof geschaltet ist. Das wird doch noch schlimmer, wenn das keine Punkte mehr gibt.

    Und es wäre eine gute Möglichkeit gewesen etwas gegen die Blinkallergie vieler zu machen

  7. hrururur sagt:

    Ansonsten schließe ich mich Radfahrerin vollumfänglich an und möchte Sash fragen, ob in dem Sack von letztens noch Platz ist

  8. Cliff McLane sagt:

    > Bei so vielen Möglichkeiten finde ich die Entschuldigung, dass man ja im Grunde jetzt schreiben MUSS damit es keiner sieht schon etwas merkwürdig.

    Sorry wenn ds falsch rüberkam, ich schreibe nicht während der Fahrt. Aber hast du eine vernünftige Möglichkeit, reinkommende Textnachrichen zu lesen, ohne den Blick von der Fahrbahn zu wenden? Und einem COMPUTER zu antworten, was, wenn nicht per Text?

    Es geht mir nicht um die Möglichkeit freizusprechen. Das ist lächerlich und kann jeder.

  9. Leser sagt:

    @Cliff: Texting while driving ist genauso verboten, und im Grunde noch stärker Risikobehaftet, weil man dabei nämlich die Augen vom Telefon nehmen muss. Wenn Dir dann mal ein 3-jähriges Kind vors Auto gelaufen ist, und Du nicht rechtzeitig bremsen konntest, weil Du es nicht gesehen hast, weil Du eine SMS geschrieben hast – glaub mir, der Punkt fürs Handy benutzen ist Dir sowas von scheißegal, Du hättest lieber aufgepasst…

  10. Cliff McLane sagt:

    > Wenn Dir dann mal ein 3-jähriges Kind vors Auto gelaufen ist, und Du nicht rechtzeitig bremsen konntest, weil Du es nicht gesehen hast, weil Du eine SMS geschrieben hast – glaub mir, der Punkt fürs Handy benutzen ist Dir sowas von scheißegal, Du hättest lieber aufgepasst…

    Das Argument gilt dann aber auch für Stadtplan lesen statt Navi benutzen, Sender am Radio einstellen, oder sich das rechte Schuhband zubinden während man auf der Autobahn mit cruise control („Tempomat“) fährt. Wie haben wir nur die 1980er Jahre überlebt? Und unsere Kinder? Und, verdammt, ich bin auf der Autobahn auch 190 gefahren, aber nur, weil meine Karre nicht schneller ging. Mir ist ein halbes Dorf voller Kinder „vors Auto gelaufen“, weil ich auf einem Dorf aufgewachsen bin, und rate mal, was da passiert ist: Nix. Ich wurde auch nie des Kindesmissbrauchs beschuldigt, wenn ich mal junge Leute mit meinem Ford Fiesta in der Sandgrube ihre ersten Fahrstunden machen ließ.

    (1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
    (2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

  11. Wahlberliner sagt:

    @hrururur: Blinkallergie, schönes Wort. Hab ich zum Glück nicht – aber bei der Karre, die ich momentan gelegentlich mal fahre, könnte ich sie mir fast angewöhnen, weil der Blinker *immer* 3mal vor sich hinblinkt, bevor er ausgeht, selbst wenn man ihn nur kurz antippt. Das kann echt nervig sein, wenn man z.B. nur einen schnellen Spurwechsel (ohne direkt Leute vor, neben oder hinter sich zu haben, sondern erst 50-100m weiter weg) machen will, und dann das Teil noch ewigkeiten (2x) weiterblinkt, wenn man schon längst auf der angestrebten Spur angelangt ist…

  12. Leser sagt:

    @Cliff: Wenn Du das kannst, aber überschätz Dich mal bloß nicht! Natürlich gilt das Argument für alle anderen Tätigkeiten auch, und im Unfall-Fall bekommst Du dann auch eine höhere Mitschuld als ohnehin oder die alleinige Schuld. Ich weiß nur von mir: Wenn ich im Auto telefoniere oder SMS schreibe, dann bin ich weniger auf den Verkehr konzentriert, deshalb mache ich es nicht, solange das Auto fährt. Früher, als es noch keine Smartphones und kein T9 gab, konnte man das noch blind, indem man einfach jede Taste soundso oft gedrückt hat, da hab ich auch mit nur der rechten Hand, ohne ein mal auf das Display zu schauen, eine komplette SMS getippt. Heute bei Smartphones geht das nicht mehr.

  13. Marco sagt:

    @Wahlberliner:
    Ich hingegen finde das Antippen => 3 mal blinken gerade für so Sachen wie Spurwechsel super und genau passend, Einmal als Ankündigung blinken, mit dem 2. Blinken den Spurwechsel beginnen und ca. mit dem 3. Blinken beenden.

    Wenn du so zu blinken beginnst, dass du noch vor dem 2. Blinken „schon längst auf der angestrebten Spur angelangt“, dann blinkst du für meine Begriffe deutlich zu knapp, nämlich frühestens gemeinsam mit dem Lenkvorgang. Dann kannst du dir das Blinken aber auch komplett sparen, wenn die anderen Verkehrsteilnehmer gleichzeitig mit dem Blinken sowieso sehen, dass du die Spur wechselst. Denn, wie mein Fahrlehrer zu sagen pflegte: Der Blinker ist dafür da, anzuzeigen, dass man die vorhat die Spur zu wechseln, nicht, um anzuzeigen, dass man die Spur gewechselt hat.

  14. Cliff McLane sagt:

    > Wenn Du das kannst, aber überschätz Dich mal bloß nicht!

    @Leser, da habe ich als Atheist einen klaren Vorteil, ich versuch mich selber realistisch einzuschötzen, und habe kein Gottvertrauen.

  15. hrururur sagt:

    Danke Marco.

    Ich komm mit dem antippen überhaupt nicht zurecht. Ich verstehe den Blinker nämlich auch als Ankündigung und nicht als Entschuldigung und ich blinke sogar – Obacht! – wenn ich abbiegen möchte. Das haben hier in Hamburg ungefähr achtzig Prozent der Autofahrer verlernt.

    Und das antippen finde ich auch ziemlich unpraktisch, wenn andere es benutzen. Auf relativ freier Autobahn mag das ja zeitlich hinkommen. Im Stadtverkehr ist es Banane, wenn jemand die Spur wechseln will, deswegen nur antippt und sich dann wundert, wenn ich ihn anhupe, weil er mich schneidet. Wenn er dreimal blinkt, wenn er genau neben mir ist, dann kann ich das schlicht nicht sehen. Würde er noch blinken, wenn er anfängt einzulenken, hätte ich eine Chance. Ich hasse diese Funktion, sie ist einfach nur überflüssig und gefährlich. So schlimm ist es nun wirklich nicht den Blinker ganz an und bei Bedarf auch wieder aus zu machen. Das ist weder anstrengend, noch muss man dafür die Hand vom Lenkrad nehmen, noch die Augen von der Straße

  16. Wahlberliner sagt:

    @Marco @hrururur – antippen, bzw. dieses „Alibi-Blinken“ natürlich nur, wenn es eigentlich idiotisch wäre, in Situationen (wie ich zuvor bereits schrieb) „ohne direkt Leute vor, neben oder hinter sich zu haben, sondern erst 50-100m weiter weg“. Wenn jemand nah genug dran ist, dass ich ihn beim Spurwechsel schneiden könnte, ohne dass dieser genau in dem Moment in den 2. Gang zurückschalten und Vollgas geben müsste, um geschnitten werden zu können, blinke ich natürlich auch richtig. Aber manchmal ist es einfach frei (oder so gut wie frei, die Autos 50-100m vor oder hinter mir zählen da ja nicht, solange sie sich mit ungefähr derselben Geschwindgkeit bewegen), und dann nervt es. Wenn es nicht so frei ist, mache ich Spurwechsel eigentlich auch nur, wenn sie nötig sind, und natürlich ist Blinken da genauso wie beim Abbiegen eine Angewohnheit, ich kanns halt einfach nicht lassen. 😉
    Ich denke, bei dieser 3x-blink-Automatik geht es mir eher um das Gefühl, dass mir das Auto da gerade ein Stück meiner Freiheit und Selbstbestimmung weggenommen hat, und das ärgert mich halt.

  17. hrururur sagt:

    Wenn du den Blinker ganz an und aus machst, blinkt er übrigens nicht nach…

    Und sich von einem kleinen Lämpchen, das subjektiv zweimal zu lange außerhalb des direkten Blickfeldes aufleuchtet, in seiner Freiheit und Selbstbestimmung beschnitten zu sehen, das muss man erstmal schaffen…

  18. Wahlberliner sagt:

    Die Blinker-Lämpchen und das Klacken ist es sicher nicht, was mich da wütend macht, sondern mehr die Tatsache, dass *ich* entscheiden will, wie lange oder kurz ich blinken will. Ist ne psychologische Sache, kann auch irgendwas mit dem Ego zu tun haben, jedenfalls nervt es mich, dass mir da eine Entscheidungsfreiheit abgenommen wird.
    Danke für den Tipp, das werde ich bei der nächsten Gelegenheit mal ausprobieren (dürfte ja auch von Automarke zu Automarke verschieden sein, und die Schrottkarre, die ich hier manchmal fahre, ist es leider kaum wert, „Automarke“ genannt zu werden…)

  19. Marco sagt:

    @hrururur, Wahlberliner: Dürfte in der Tat marken- oder gar modellabhängig sein. Bei meinem Auto jedenfalls blinkt er auch 3 mal, wenn ich ihn ganz ein- und ausschalte.

  20. Nania sagt:

    @Cliff McLane
    Natürlich ist es genauso dumm während der Fahrt die Nase in die Straßenkarte zu stecken oder sich die Schuhe zuzubinden. (Hallo? Wer bindet sich denn WÄHREND der Fahrt die Schuhe zu?)
    Leute, die beim Autofahren auf ihrem Display tippen finde ich im übrigen super gefährlich! Deutlich gefährlicher, als Leute, die ihr Handy am Ohr haben.

    Übrigens: Haben Sie sich schon mal die Unfallstatistiken der letzten Jahre angesehen. Es werden immer weniger – vor allem tödliche – Unfälle. Wohl auch, weil es einschlägige Urteile gibt, das Dinge wie Handy am Ohr oder falsche Schuhe „bestrafen.“

    Und wer eine SMS bekommt, die er jetzt instant und sofort beantworten muss, der muss halt rechts ran fahren. So einfach ist das.

    @Hrururur
    Ich denke, im Sack ist noch genug Platz.

  21. Walter sagt:

    > aber bei der Karre, die ich momentan gelegentlich mal fahre, könnte ich sie mir fast angewöhnen, weil der Blinker *immer* 3mal vor sich hinblinkt, bevor er ausgeht
    Ich bin nun auch schon mit einigen Fabrikaten unterwegs gewesen, probier mal, den Blinkerhebel nicht nur gaaaanz kurz zu betätigen, sondern einen Wimpernschlag länger, dann sollte das nicht in 3x Blinken enden, sondern „wie früher“

  22. Nick sagt:

    @Cliff:
    Ja, wie gesagt, es gibt Apps, die dir SMS vorlesen und Spracherkennung hat so ziemlich jedes Smartphone schon von Hause aus.
    Ich glaube dir gerne, dass dir noch nichts passiert ist, das freut mich auch für dich.
    Aber so sehr du auch weißt, dass du gut fährst, weißt du nie was der Rest macht.
    Und x Jahre unfallfrei Fahren bei 50000 SMS und 4 durchgelesenen Büchern helfen dir nichts, wenn du den Rest deines Lebens damit leben musst jemanden in den Rollstuhl oder unter die Erde gefahren zu haben (von der finanziellen Seite mal abgesehen).

  23. Gottloser sagt:

    Texting while driving in 4 Meter Abstand vom nächsten Auto auf der Autobahn war der Grund warum der Taxifahrer gestern von mir kein Trinkgeld bekam.

    Abgesehen davon: wenn die SMS wichtig sein könnte muss man halt bei der nächsten Gelegenheit anhalten. Es gibt auf Autobahnen sowas wie nen Parkplatz. Und in der Stadt geht das meist auch recht gut.

    Stadtplan lesen? Während Rotphasen oder eben auch ranfahren. Schuh binden? You kiddin´ me?

    Zum Blinken: Ich blinke aus Prinzip nicht! Datenschutz! Geht keinen was an wo ich hinfahre! 😉

  24. Blogolade sagt:

    Soweit ich weiß ist nicht (nur) das telefonieren am Steuer verboten sondern die komplette Handynutzung und wenn die Polizei den Eindruck hat, dass deine Aufmerksamkeit nicht auf der Straße ist sondern auf einem Handy im Schoß, kann sie dir die Strafe auch reinwürfen wenn beim angehalten werden das Handy griffbereit auf dem Beifahrersitz liegt.

    Stadtplan lesen während der Fahrt ist genauso verboten wie Schuhe zubinden und ähnliches und nur weil einem schon ein halbes Dorf vors Auto gelaufen ist, heißt das doch nicht dass sowas immer gut geht! Was ist denn das bitte für eine Logik?

    Sash, kannst du nochmal auf deine Handyhalterung verlinken? Inzwischen könnte ich genau sowas gebrauchen, mit neuem Handy.
    Ich gestehe, dass ich ab und an selten auch am Steuer telefoniere. Dank dunklem Heck sieht man das nur von vorn. Aber glücklich bin ich damit nicht, mir fehlt nur eine gescheite Halterung.

  25. Roichi sagt:

    http://www.breffo.com/pages/spiderpodium
    Das war’s.
    Die liefern auch direkt und schnell aus UK.

  26. Sash sagt:

    @Roichi:
    Ui, bist mir zuvorgekommen. Danke fürs Einspringen!

    @Blogolade:
    Ich hab es damals von getdigital.de geholt und ich würde den Shop schon der netten Leute wegen empfehlen.

  27. anwalt sagt:

    Zwischenzeitlich hat es eine weitere Anhebung der Bußgeldsätze gegeben,

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