Der Sausberblatsch-Schmerzbold

Ja, ganz recht. Jetzt gibt’s die Auflösung zur Rätselfrage heute morgen. Sorry, wenn ich hier noch keine findigen Kommentatoren beklatsche, ich hab den Text geschrieben, bevor ich ins Bett bin, wo ich mich jetzt um kurz nach 16 Uhr hoffentlich auch noch befinde.

„Tekesausberblatsch“ also. Puh. Aber sowas bekommt man ja öfter von Fahrgästen zu hören. 😉

Damit hab ich überhaupt nix anfangen können. Anstatt das nochmal sauber auszusprechen – oder es wenigstens zu versuchen – hat mein Fahrgast mir aber mehrere Tipps gegeben.

„Aftaback! Here, ok?“

„Danach“ wieder zurück also. Konnte nix langes sein.

„Sopen!“

Es ist offen. Nun gut. Der größte Tipp aber war am Ende „Sausberblatsch“. Das erwähnte er nochmal. Damit war „Teke“ ein eigenes Wort, „Sausberblatsch“ auch. Ergo: Kurzes Überschlagen der wahrscheinlichsten Möglichkeiten. Dann Teke. Theke, Bar? Oder Apotheke, Bibliothek, Hypothek? Und Sausberblatsch. Ein Platz, klar. Mit S und ausber? Eigentlich logisch:

„Do you want to go to the Apotheke at Strausberger Platz?“

„Yes! Apotesausberschgeplatsch!“

Na also. 🙂

Obwohl ich nur maximal ein Viertel von dem verstanden habe, was er währenddessen so erzählt hat: Es war eine lustige Tour. Und geschäftlich erst recht klasse: Mal kurz für fast 15 € hin und her zu fahren ist immer besser als in einen Außenbezirk (Gut, soo weit kommt man für 15 € auch nicht) und dann wieder leer zurück. Also ich jedenfalls hab mich gefreut. Auch wenn das Kind nach wie vor skeptisch war. Vielleicht hielt es mich ja auch für einen Polizisten, wer weiß?
Was sich rausgestellt hat: Es waren Spanier. Und sie sind zur Apotheke gefahren, um Paracetamol zu holen. Klang jetzt auch nicht gerade nach Weltuntergang. Obwohl die Schmerzen wahrscheinlich heftig waren, wenn einen bei einem 99ct-Medikament 15 € Mehrkosten fürs Taxi nicht stören …

7 Kommentare bis “Der Sausberblatsch-Schmerzbold”

  1. Roichi sagt:

    Hätte es nicht eine Apotheke näher dran getan?
    Mir würden da spontan mehrere einfallen.
    Oder kann die Bedienung am Strausberger Platz spanisch?

  2. Jens sagt:

    Meine Vermutung: Nachts haben ja nicht alle Apotheken auf – bis zum Notdienst kann es schon mal ein Stück weit sein. (Es sei denn man ist in der Nähe vom Hbf – da drin ist die einzige 24-Stunden-Apotheke, die ich hier kenne.)

  3. Blogolade sagt:

    Und Paracetamol ist für Kinder das Schmerz- und Fiebermittel der Wahl (neben Ibuprofen für alles ab ca 2 Jahre)
    Wenn das alle geht, dann meist dann wenn man es am dringendsten braucht. Da muss man offenbar
    mal ein paar Euro investieren um den Nachwuchs versorgen zu können.

  4. mathematikos sagt:

    mein neues zeppelin_taxi hat soeben angelegt, in bester hindenburg_manier (*lol):
    http://4.bp.blogspot.com/-Nx4JWllBWHo/Uk9GiTtNhKI/AAAAAAAAhxg/w3RyssGdHVI/s400/qas1-712069.jpg

  5. Sash sagt:

    @Roichi:
    Ich hab auch vermutet, dass die in der Warschauer offen hat. Aber er hatte sich Infos eingeholt und wollte unbedingt da hin. Da wollte ich nicht durch wirres Rumgurken die Situation verschlimmbessern. Zumal die Kommunikation ja ohnehin schwierig war.

    @Blogolade:
    Ob es für sein Kind war, weiß ich gar nicht. Wäre naheliegend, aber ich weiß es nicht.

  6. Ist ja nett, dass ich mal nicht der einzige bin, der immer von der „Theke“ skandiert… 😉

    Dass manche Patienten zu einer bestimmten Notdienst-Apotheke wollen, kann aber tatsächlich einen handfesten Grund haben. Es kommt durchaus öfter vor, dass Patienten vorher bei (unterschiedlichen) Notdienst-Apos anrufen, ob das passende Medikament vorrätig ist. Da das nicht immer der Fall sein muss, hatte derjenige hier vielleicht schon „vorgehorcht“. Manche wünsche sind sehr speziell, und da gan es auch schon regelrechte Odysse Vielleicht kam der Diensthabende am Straussberger Platz aber auch einfach besser mit der Sprache den Patienten zurecht? Spielt alles bei der Wahl der Apo-Theke eine Rolle…

  7. […] an ein Taxi dachte. Ich hatte ja selbst schon mehrere solche Touren. Ihr könnt ja gerne mal hier, hier, hier und hier aus verschiedensten GNIT-Epochen die Fahrten […]

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