Hey, Adina-Hotels!

Ich weiß, Ihr seid nicht die ersten*, die diesem unsagbar bescheuerten Trend folgen – aber druckt gefälligst einen Hinweis auf eure Karten, von welchem eurer grandiosen Häuser sie sind! Ich hab echt Verständnis für Corporate Identity und vielleicht kriegt Ihr die Teile ja auch billiger, wenn Ihr sie gleich für alle Hotels bestellt. Aber das ist gespart am falschen Ende!

In Berlin habt Ihr drei innerstädtische Standorte und beim Ruf Berlins als Party-Hauptstadt war der französische Töffel in meinem Taxi sicher nicht der einzige, der sich nicht mehr erinnern konnte, wo sein Hotel jetzt genau liegt – also mal abgesehen von der hilfreichen Antwort „Berlin“.

Mir könnte es ja eigentlich egal sein, für mich als Taxifahrer ist das im Zweifelsfall mehr Umsatz, wenn ich eure Läden alle nacheinander abklappern muss. Das Schlimme ist nur, dass die Idee, für drei Hotels die gleichen Karten rauszugeben, so strunzdoof ist, dass niemand auf die Idee kommen würde, dass man zusätzlich zur Karte auch noch eine gesonderte Adresse mitzunehmen hat. Und das wirkt sich nicht gerade positiv auf die Meinung eurer Kunden aus.

Also falls Ihr euch fragt, wieso der verstrahlte Glatzenträger mit dem schielenden Blick in eurer Niederlassung am Hackeschen Markt beim Auschecken kein Trinkgeld gegeben hat:

Das hat jetzt der Taxifahrer, der eures Ideenreichtums wegen trotz ausreichender Ortskenntnis nach Hotels suchen muss …

*Die Kollegen von Meininger sind da nicht besser …

17 Kommentare bis “Hey, Adina-Hotels!”

  1. Manu sagt:

    Hey Sash. Hättest Du das nicht mit einem Anruf bei einem der Hotels klären können?

  2. Sash sagt:

    @Manu:
    Ja, wahrscheinlich. Wenn ich das richtige erwischt hätte. Aber so ein Anruf kostet auch Zeit und Geld und ist mit Typen im Vollsuff recht anstrengend.

  3. Sven-Erik sagt:

    Schlimm und in Hamburg auch nicht anders. Hotels benennen sich ständig um, da heißt z.B. ein Marriot jetzt Steigenberger und der Fahrgast verlangt, dass ich es weiß. Klar, denn es gibt auch nur zwei Steigenberger, die auch nur 20 Kilometer auseinander liegen.
    Fahrgast sagt: “ Zum Aida Schiff „. Wo liegt denn das Schiff ? “ Das müssen Sie doch wissen „. Nein, keine Ahnung. “ Am Kreuzfahrterminal „. Wir haben 2. Warum steht es nicht auf den Fahrkarten drauf ???? Warum steht der Terminal nicht bei Flugtickets drauf ???? Es gibt Dinge, die werde ich nie verstehen.

  4. elder taxidriver sagt:

    Eigentlich dürften Touristen, besonders jugendliche, also: Jugendliche nur entwurmt und gechipt in die Stadt gelassen werden.

  5. Aro sagt:

    @Sven-Erik
    Bei Air Berlin stehen die Gates mit auf dem Ausdruck. Nur dummerweise werden die entsprechenden Gates gerne nochmal eine Stunde vor Abflug geändert und dann nutzt das gar nichts. Deshalb schaue ich in Tegel immer vorn auf die Anzeigetafel, egal was beim Fahrgast auf dem Zettel steht.

  6. Nick sagt:

    @Sven-Erik,
    bei Flugtickets stehen die Gates schon mit drauf, allerdings erst, wenn sie zugewiesen wurden.
    Das ist bei kleinen Flughäfen wie TXL meist schon beim web-checkin der Fall, ändert sich aber – wie Aro schon schreibt – gerne mal.
    In ZRH z.B. findet man idR kein Gate auf dem Ticket, da die Position erst ca. 2h vor Abflug vergeben wird.
    Aber da in der heutigen Zeit ja fast jeder ein Schlautelefon hat, sollte man das relativ schnell auf dem Weg zum Flughafen über den Internetauftritt herausfinden können.
    Wenn nicht muss man eben am Flughafen im Zweifel die Beine noch etwas mehr als 5 Meter bewegen.

    @Sash
    Ich denke auch, dass es sowohl eine Kosten- als auch Planungsfrage ist (so traurig das auch ist).
    Denn wenn man nur eine Karte für alle Hotels hat, muss man nicht im vorhinein planen, wo wieviele Karten verbraucht werden und entsprechend nachproduzieren.
    Allerdings muss man dem Hotelgast auch ein wenig Eigenständigkeit unterstellen und davon ausgehen, dass er sich die Adresse notiert, wenn sie nicht auf der Karte steht.

  7. Sash sagt:

    @elder taxidriver:
    Auch ’ne lustige Idee. 🙂

    @Nick:
    Das Problem liegt ja nicht unbedingt daran, dass die Adresse nicht draufsteht. Das kannste ja gerne machen, so lange es in der Stadt nur ein Hotel mit dem Namen gibt. Dann kann man das ja alles prima rausfinden.
    Aber wenn auf der Karte schon fett „Adina Apartement Hotel“ steht – warum nicht noch „Hackescher Markt“ dazu?
    Bei einer weißen Karte z.B. würde ja jeder daran denken, sich noch den Namen oder die Adresse zu notieren. Aber wozu, der Name des Hotels steht doch groß drauf?
    Das mit der Planung: Ich hab’s ja selbst in Betracht gezogen, vermute aber, dass das nicht wirklich ein sinnvoller Grund ist. Die Hotels wurden ja zu unterschiedlichen Zeiten eröffnet, zudem: Um welche Größenordnungen geht es da? 1000 statt 300 Karten? 3000 statt 1000? Das sind doch keine Unterschiede, die bei wiederverwendbaren Karten einen enormen Vorteil bei der Auflage machen. Und selbst wenn das 20 Cent pro Karte ausmacht: Das sind ja wohl Kosten, die ein Hotel einmal im Jahr oder einmal im Quartal stemmen können müsste. Deswegen meine ich: Gespart am falschen Ende.

  8. elder taxidriver sagt:

    Das mit den Hotelkarten: Ist Gedankenlosigkeitsfrage, nicht mehr, nicht weniger.

  9. Sash sagt:

    @elder taxidriver:
    Ja, sicher. Deswegen hilft sich aufregen vielleicht ausnahmsweise mal. 🙂

  10. blaueralptraum sagt:

    @Manu:

    Hab ich schon durch – allerdings erfolglos:
    „Es ist uns aus Datenschutzgründen nicht möglich,
    telefonisch Informationen bzw. Auskünfte bezüglich unserer Hotelgäste herauszugeben!“ :((

  11. Nick sagt:

    @Sash
    Man sollte als Gast besonders in so einer grossen Stadt eben auch wissen, dass es nicht nur ein Hotel von jeder Sorte gibt.
    Ich versuche mal in Erfahrung zu bringen, wieso die Karten einheitlich sind, ich hab einige Hotelfachmänner/-frauen im Freundeskreis. Adina direkt zwar nicht, aber vielleicht greift das Phänomen weiter um sich.

  12. breakpoint sagt:

    Probleme gibt es ..

    Warum nicht einheitliche Visitenkarten, und in jedem Hotel wird zusätzlich ein Stempel mit der Adresse daraufgeknallt?

  13. Sven-Erik sagt:

    Aro und Nick: Was nützt das Gate ??? Der Terminal zum einckecken ist wichtig.

  14. Aro sagt:

    @Sven-Erik
    Offenabr meinst Du das gleiche.

  15. Sash sagt:

    @Nick:
    Ich würde da inzwischen auch dran denken – aber ich würde es nicht voraussetzen. Berlin ist nun mal wirklich größenmäßig eine von verhältnismäßig recht wenigen Städten, in denen das der Fall ist. Das sind sicher Dinge, über die nicht jeder nachdenkt, bei dem in der Heimat Hotels recht einzelne Erscheinungen sind. Ich meine, da hätte ich auch als Stuttgarter nicht drüber nachgedacht. Es ist ja nun wirklich nichts, was in jedem „How to use big cities“-Guide drinsteht.
    Aber ich wäre natürlich interessiert an den Gründen. 🙂

    @breakpoint:
    Naja, ist ja inzwischen alles Plastik. Da ist das mit dem Stempeln vielleicht nicht so einfach.

  16. breakpoint sagt:

    @Sash
    Dann ein Aufkleber.
    Aber solange das Problembewusstsein fehlt, geht jeder Lösungsvorschlag ohnehin ins Nirvana.

    Dir wünsche ich gute Genesung und Erholung von der Zahnbehandlung.

  17. Ich möchte im Sommer einen Kurztrip nach Berlin unternehmen. Kann mir jemand ein Hotel empfehlen, dass nah am Zentrum liegt oder mit der Bahn gut erreichbar ist?

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