Zu nah dran

„Halt. Hier links können wir anhalten!“

„OK, aber die Marienstraße ist erst die nächste.“

„Ja, aber wir müssen ja nicht bis vor die Haustüre fahren.“

„OK, meinetwegen. Die meisten lassen sich halt extra bis zur Haustüre bringen.“

„So’n Quatsch! Den Rest kann ich ja wohl laufen …“

Gott sei Dank hatte sie widersprechende Mitfahrerinnen. Die Tour war hier zwar wirklich beendet, aber sie hat mit dem Getue schon etwa 4 Kilometer vor dem Ziel angefangen …

13 Kommentare bis “Zu nah dran”

  1. Apotheker-Typ sagt:

    Na wer weiß, was sie zu „verbergen“ hatte – vielleicht die Fahrt mit dem Taxi an sich, die eine dritte Person nicht sehen wollte. Und laufen soll ja angeblich auch nicht ungesund sein… 😉

  2. Busfahrer sagt:

    Geiz ist geil 😉

  3. elder taxidriver sagt:

    Man bekommt das wohl eher als Tagfahrer mit, dass Fahrgäste nicht bis vor die Haustür gefahren werden möchten.
    Wer sich verspätet hat und mit der Taxe zur Arbeit fährt zum Beispiel. Die müssen sich das dann von den Kollegen den ganzen Tag, wenn nicht länger, vorhalten lassen, werden aufgefordert ’ne Runde zu schmeißen, teils im Scherz, aber das kann einem schon auf den Keks gehen. Oder wenn man gerade wg. Lohnerhöhung vorgesprochen hat und der Chef beobachtet die Ankunft per Taxe..
    Oder wenn Schwiegertochter ‚mit Taxe‘ vorfährt und Schwiegermutter das sieht.. Das ist in proletarischen und bürgerlichen Kreisen ganz verbreitet, die ihr Geld zusammenhalten möchten oder müssen oder beides.

  4. elder taxidriver sagt:

    Ich meine nicht die 60 Cent für die Reststrecke, sondern, dass man sich in vielen sozialen Kreisen ‚ rechtfertigen ‚ muss eine Taxe genommen zu haben.

  5. Sash sagt:

    @Apothekertyp und elder taxidriver:
    Zugegeben: ein paar gute Gründe.

    @Busfahrer:
    Eine Option, die ich für realistisch halte … ;(

  6. Senfgnu sagt:

    Ich fahre nie in meine eigentliche Straße, weil die kein Taifahrer versteht.

    Standarddialog

    Senfgnu „Guten Abend, Gleimstr. bitte“
    Fahrer „Kleine Straße?“
    Senfgnu „Nein Gleimstraße; Gustav, Ludwig, Emma…“
    Fahrer (unterbrechend) „Ahja, Kleinstr., is gut“
    Senfgnu „Die Dutzendteichstr. bitte“

    Fränkische Weichsprache is schon schlimm manchmal.

  7. Sash sagt:

    @Senfgnu:
    Ich konnte bei der Dutzendteichstraße nicht mehr folgen, sorry.

  8. Roichi sagt:

    Sag doch Gleimtunnel oder Mauerpark.
    Das sollte auch funktionieren.

    Achso, sollte Nürnberg sein, ja dann ist das schwierig.

  9. ray sagt:

    Eine kurze Recherche ergab: Die Gleimstrasse und die Dutzendteichstrasse in Nürnberg liegen nahe beieinander (Karte).

  10. ednong sagt:

    WTF? Die Straßen gibt es wirklich? Ich hätte das jetzt glatt für eine Ersetzung gehalten. Oh man, was bin ich froh, dass man hier Hochdeutsch spricht und keine seltsamen Straßennamen hat. Dutzendteichstr – ich faß es nicht.

  11. Sash sagt:

    @ray:
    Danke! 🙂

  12. Senfgnu sagt:

    ednong: Das liegt daran, dass das entsprechende Gewässer auch fast nebenan liegt, ist also nicht so albern wie man denkt. Wir haben übrigens auch einen Silbersee für Winnetoufans angelegt 😉

  13. ray sagt:

    Also wirklich, dass man euch alles vorkauen muss *gg*:
    Der Dutzendteich hat sogar einen Wikipedia-Artikel und die Gleimstrasse ist wahrscheinlich nach einer der für Wikipedia relevanten Personen mit dem Namen „Gleim“ benannt.
    Dass es die Strassennamen so gibt wusste ich auch als Nicht-Franke (fragt mich aber nicht woher 😉 ).

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