Synchronfahren

Einer der unbedingten Pluspunkte am Taxifahren ist ja, dass man in seinem Auto erstmal alleine ist. Kein Chef, der einem zuschaut, selbst die Kollegen trifft man meist nur an der Halte oder hört sie vielleicht mal im Funk. Insbesondere an den guten Tagen aber trägt es einen so willkürlich durch die ganze Stadt, dass man den gern gesehenen Kollegen auch höchstens zwei- oder dreimal begegnet pro Schicht.

Deswegen ist mir das mit Peter neulich so aufgefallen. Am Ostbahnhof haben wir uns kurz unterhalten, er stand direkt hinter mir. Ich bekam eine weite Tour bis mitten nach Hellersdorf und freute mich. Noch auf der Frankfurter Allee überholte Peter mich und wir fuhren von da an beinahe im Konvoi. Erst kurz vor Erreichen des Ziels trennten sich unsere Wege. Auf dem Rückweg Richtung City ist er mir dann wieder neben’s Auto gefahren und wir haben uns kurz über die Ziele ausgetauscht.

Wir steuerten unterschiedliche Halten an, trafen uns eine Stunde später aber auf der Schönhauser Allee, beide auf dem Rückweg von Pankow. Kurz darauf fanden wir uns beide am Ostbahnhof ein, wieder hintereinander. Beide hatten wir eine kurze Tour in den Boxhagener Kiez.

Als wir uns dann an der Tanke trafen – als ich tankte und er Kaffee holte – beschlossen wir, unseren Chefs zu sagen, dass wir vielleicht künftig zu zweit fahren 😀

6 Kommentare bis “Synchronfahren”

  1. Noga sagt:

    Wenn es mal eine Taxi-Olympiade geben sollte, dann könnt ihr als Team im Synchronfahren antreten 😉

  2. Bernd K. sagt:

    Schönes, nettes Geschichtchen; und die Formulierung, dass es dich „willkürlich trägt“, hat gleich ein wenig Empathie ausgelöst für meinen Lieblingsblogger. 🙂
    Mit mathematischem Ehrgeiz könnte man ausrechnen, wieviele Tage oder km man fahren muss für die Wahrscheinlichkeit solcher Synchronfahrten.

  3. Lesbomat sagt:

    Das ist Schicksal, ihr müsst heiraten. ; )

  4. Sash sagt:

    @Noga:
    Ich werde daran denken, falls das mal passiert. 😉

    @Bernd K.:
    Das wäre aber eine ziemlich komplexe Rechnung … also ich stell die sicher nicht auf, denn wenn ich etwas überhaupt nicht habe, dann ist es mathematischer Ehrgeiz. 🙂

    @Lesbomat:
    Ja, es ist wahrscheinlich unausweichlich. 😀

  5. Aro sagt:

    Ist es Liebe? Oder doch nur Stalking?

  6. Sash sagt:

    @Aro:
    Vielleicht werden wir es nie erfahren … 🙂

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