Nachtschicht, Kaffee und PR

Ich bin ja quasi nur ein halber Taxifahrer gewesen all die Zeit. Ich weiß, ihr dachtet oftmals was anderes, aber ich hab einfach viel zu selten Kaffee getrunken, um ernst genommen zu werden. Damit könnte jetzt Schluss sein.

Das unglaublich blöde an Kaffee ist, dass er so stressig ist. Ehrlich. Ich trinke gerne mal einen, lasse mich gerne zum Kaffee einladen und ich bin dann auch nicht wählerisch. Grundsätzlich mag ich ihn zwar schon süß und mit Milch, aber manchmal ein schwarzer oder gleich ein Espresso ist auch was feines. Nur mach Dir mal einen als fauler Mensch! Da ich das Zeug einfach nur als Genußmittel betrachte und mir mein Koffein über verschiedene andere Wege zuführe, war mir das immer zu blöde. Eine Kaffeemaschine besaßen wir nie, nur so eine Kanne für türkischen Espresso. War ich müde, war mir die zu stressig und war ich wach, brauchte ich keinen Kaffee. Und kam ich zwischendrin auf die Idee, war der Kaffee schon wieder ein halbes Jahr alt und verlustlos durch Seife zu ersetzen.

Deswegen haben meine bessere Hälfte und ich uns schon ein Weilchen überlegt, dafür – oder wenigstens für unseren Besuch – mal über die Anschaffung einer Pad- oder Kapselmaschine nachzudenken. Ich finde zwar die Idee nicht toll, mit jeder Tasse Müll zu produzieren, blöderweise hab ich in den letzten Jahren als Wenigtrinker im Gegenzug sicher fünf Pfund Kaffee weggeschmissen, weil der irgendwann halt angebrochen und trotz sorgsamer Verpackung nicht mehr trinkbar war. Und das ist auch weder umweltfreundlich noch günstig. Also waren wir am Überlegen. Zuegegebenermaßen eher langsam.

Nun aber hatten wir doppelt Glück, denn bei mir hat sich die Marketingabteilung von Tchibo gemeldet – und zwar mit einer netten Mail von echten Menschen, keinem dummdreisten Rumgespamme wie die meisten Werbe- und Sonstwas-Angebote, die man als Blogger ständig kriegt. Und die wollten mir eine Maschine (die neue Cafissimo Compact) nebst Kaffeesortiment zum Testen zuschicken. So ich wollte. Überhaupt: Ihr könnt den Text meinetwegen als Werbung abhaken, ich müsste ihn nicht schreiben und da lege ich Wert drauf! Ich bin nicht verpflichtet, einen Artikel zu schreiben, schon gar keinen positiven. Mein Spamordner ist voll mit „tollen Angeboten“, die mir solche Vorgaben machen und ich weiß es wirklich zu schätzen, wenn mal was vernünftiges dabei ist. Und deswegen schreibe ich das hier gerne. Glaubt es oder nicht.

Mehr zur Maschine gibt es im nächsten Artikel und wenn ihr es schlimm findet, dass ich über ein geschenkte Kaffeemaschine schreibe, dann lest ihn einfach nicht.

6 Kommentare bis “Nachtschicht, Kaffee und PR”

  1. Der Banker sagt:

    „Faul“ trifft bei mir ebenfalls bestens zu. Ich hab mich an so ein magenfreundliches Instantgesöff gewöhnt, und das zieh ich jetzt seit etlichen Jahren in nicht unerheblichen Mengen weg. Richtigen Kaffee gibts auf der Arbeit, da steht ja auch immer eine Kanne fertig von rum…

  2. Mausflaus sagt:

    ich halts wie der banker… instant-kaffee schmeckt auch gar nicht schlecht finde ich, halt ein wenig anders, aber wenn man sich dran gewöhnt hat merkt mans gar nnicht mehr. und in sachen faulheit die beste lösung

  3. Nick sagt:

    Sash, dein Tchibo Link ist etwas verwurschtelt!

    Ich finde sowas ist eine win-win Situation. Du bekommst ne kostenlose Maschine und Tchibo bekommt fast kostenlose, ehrliche PR.
    Trotzdem bleibe ich bei meiner dolce gusto 🙂

  4. Raoul sagt:

    „Ich finde zwar die Idee nicht toll, mit jeder Tasse Müll zu produzieren (…)“

    Zumindest bei den Pad-Systemen ist da doch gar kein weiterer Müll. Zu dem Kaffeesatz, der ja immer anfällt, gesellt sich noch die Papierummantelung (die ja bei herkömmlichem Brühen in Form von Filtertüten auch anfällt) und die ist komplett kompostierbar.

  5. Bernd K. sagt:

    Wundere und freue mich, dass ich nicht der Einzige bin, der offenbar auf den schnellen Instantkaffee steht. Trink ich schon seit über 20 Jahren und vor einiger Zeit hatte ich eine gute Sorte im Weltladen (bio+fair) gefunden. Zusammen mit einem schnellen Wasserkocher ist in 1 Minute die Tasse fertig gebrüht und mit der entsprechenden Menge Milch das Ganze auf Trinktemperatur reduziert.
    Für Sonntags und für Besuch gibt es auf Wunsch Espresso oder Cappucino aus der guten Billigmaschine eines bekannten Discounters mit frisch gemahlenen Bohnen aus der Uraltelektromühle. Wobei der Aufwand hier vom mahlen bis zum abspülen fast eine halbe Stunde erreicht.

    @Raoul: Ich dachte immer, diese Pads seien aus Aluminium.
    @Sash: wie ist das bei Tchibo?

  6. Sash sagt:

    @Der Banker und Mausflaus:
    Ich würde da wahrscheinlich auch was finden – aber da sind unsere Gäste dann eher anspruchsvoll 😉

    @Nick:
    Ist ja lustig, was wordpress aus einem Link macht, wenn man das http:// vergisst 🙂
    Danke für den Hinweis, ist gefixt.

    @Raoul:
    Ja, aber da Pads eben auch „schnell“ alt werden (man glaubt ja kaum, wie wenig Kaffee ich bisher getrunken hab), haben wir uns ja für die Kapseln entschieden und da fällt eben doch Müll an.

    @Bernd K.:
    Wie gesagt: Keine Pads, Kapseln. Die sind aus Plastik.

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