Betrunken ist keine Ausrede (2)

Mein netter Fahrgast vom Vorabend lag mir nach wie vor schwer im Magen, als ich gestern Mittag aufgestanden bin. Aber natürlich hatte ich den einen kleinen Trumpf in der Hand:

Eine Handynummer.

Um 15 Uhr etwa habe ich – in der Hoffnung, die Nummer sei richtig – dort angerufen. Es ist ein komisches Gefühl, als Wildfremder am Wochenende irgendwo anzurufen mit einer so obskuren Geschichte. Wer immer sich da auch melden mag: Sie wird ja nichts damit zu tun haben.

Es meldete sich eine männliche Stimme. Mist!

Ich hab erst einmal ziemlich unsicher vorgetragen, was passiert ist, und – ohne Drohung – klargestellt, dass ich es eben gerne erst auf diesem Wege versuchen wollte. Der andere Weg wäre natürlich die Polizei – aber bei Unbeteiligten muss man ja nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen. Vielleicht hat sich der Typ ja doch vertippt und mein Gegenüber hat keine Ahnung.

„Äh, und dieser Mann, der war Afrikaner?“

Bingo! Das hatte ich – wie im letzten Blogeintrag – am Telefon mit keinem Wort erwähnt. Sie kennen ihn also. Es wäre zumindest ein großer Zufall. Schließlich waren sie auch nicht überrascht, an welcher Ecke ich ihn rausgelassen habe. Strike!

Der Mann und auch eine Frau (vielleicht die, die mein Fahrgast gerne als seine bezeichnet?) waren sehr nett und baten mich, um 17 Uhr noch einmal anzurufen. Sie versuchen, die fragliche Person zu erreichen und würden mir dann die Nummer geben oder ihn ans Telefon holen. Na dann warten wir mal ab. Ich hoffe nur, dass der Typ wegen 8,40 € nicht außer Landes flüchtet oder so.

Autsch, ich habe den Betrag ja noch gar nicht genannt. Ich hoffe mal, der erwartet jetzt keine immense Rechnung, die eine Flucht rechtfertigt…

(Fortsetzung folgt)

9 Kommentare bis “Betrunken ist keine Ausrede (2)”

  1. andy sagt:

    Du hast die unangenehme eigenschaft von tom, artikel mit cliffhangern zu produzieren, übernommen… das nächste blog das schlecht für meine nerven ist :p

  2. Sash sagt:

    @andy:
    Ich weiss, wie Cliffhanger auf Leser wirken. Ich lese bei Tom auch. Somit weiss ich, wie schlimm es ist, als auch wie schön es sein kann, wenn endlich die Erlösung kommt (Warten wir nicht alle gerade auf das Ende der Kuckucksuhr-Geschichte?)
    Für mich als Autor ist das natürlich toll: Alle warten auf einen Eintrag, meine Statistik wird gefüllt durch Leser, die immer mal wieder herklicken, um nichts zu verpassen.

    ABER:

    Zum einen: Ich gewinne dabei nicht wirklich was. Wenn ich das mache, dann entweder um mal berechtigt Spannung aufzubauen – weil es wirklich interessant ist, oder aber weil ich – wie jetzt – noch gar nicht mehr sagen kann.

    Momentan bin ich mit den Artikeln bestenfalls mal drei Tage voraus und wenn ich frei mache, dann schrumpft auch das wieder zusammen. Auf das Level von Tom muss ich wirklich erst noch kommen.
    Ich gebe zu, ich strebe es an. Es ist komfortabel, sich bei einem freien Tag keine Gedanken über den sonst gut laufenden Blog zu machen.

    Bloggen ist (wenn auch schöne, freiwillige, erfüllende und befriedigende) Arbeit. Da nimmt man sich auch gerne mal eine Auszeit…

  3. mog0 sagt:

    Du hattest den Betrag im letzten Beitrag schon genannt! Der IST auf der Flucht 😉

  4. andy sagt:

    hehe, klar gewinnst Du da, und die Kuckucksuhr bei Tom ist mit Abstand das gemeinste was er jemals machte 🙂

  5. Sash sagt:

    @mog0:
    Ja, euch hab ich den Betrag genannt… der Kunde hat noch keine Ahnung!

  6. Sash sagt:

    @andy:
    Zeit gewinnen ist ja auch besser als nichts 🙂
    Und die blöde Kuckucksuhr ist echt fies.

  7. Nobody sagt:

    Och da gab es auch schon andere Geschichten von Tom. Aber eigentlich immer wenn Tom eine Fortsetzung macht, dann wartet man ungeduldig auf die Fortsetzung.

  8. andy sagt:

    ja stimmt schon, hexenhaus war auch so ein fall, das ende leider unbefriedigend…

  9. Sash sagt:

    @Nobody:
    In diesem Fall geht es mir noch genauso 🙁

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