Manchmal hat auch der gar nicht so kleine Sash ein wenig Glück beim Taxifahren. So passierte es vor ein paar Tagen, dass ich eine ungeplant lange Pause während der toten Stunden am Wochenende eingelegt hab, allerdings schon bei meiner Rückfahrt „in die Stadt“ wieder Winker hatte.
Ein Mann, etwa in meinem Alter – nennen wir ihn für mein Ego einfach mal jung – stand mit einem kleinen Kind am Straßenrand und winkte. Super Sache!
Als die beiden das Auto bestiegen, beäugte die Kleine den großen bösen Mann – also mich – argwöhnisch und verweigerte für einen kurzen Moment fast den Gehorsam. Sie wollte lieber nicht einsteigen. Ich bin gefasst genug, um das bei Vierjährigen noch nicht als Beleidigung aufzufassen und so lächelte ich freundlich. Ihr Vater erklärte ihr liebevoll:
„Na komm, alles in Ordnung! Wir fahren mit dem Auto.“
So ganz anfreunden konnte sich das kleine Mädchen mit der Situation nicht. Es war nur eine Kurzstrecke, aber sie ließ mich nicht aus den Augen und sah sich auch sonst fast schon mit einem Anflug von Panik um. Viel Beachtung geschenkt hab ich dem nicht, denn irgendwann ist eben mal die erste Taxifahrt im Leben, völlig verständlich, dass man dieser Situation mit großen Augen begegnen muss. Derletzt hatte ich ja erst so einen untergroßen Vorerwachsenen bei mir im Fond, und aus dieser Situation entstand ja schon eine sehr niedliche Nachfrage.
Das allerdings toppte die Kleine noch um Längen, als sie ihren Vater ansah und mit einer tiefen kindlichen Besorgnis fragte:
„Papi, ist das ein Polizeiauto?“
Ich hab mir fast die Lippe blutig gebissen, um nicht so laut zu lachen, wie es zweifelsohne angebracht gewesen wäre. 😀
Gut, dieses Missverständnis war bald aus dem Weg geräumt, und so langsam taute sie auf. Zu guter Letzt war sie gar nicht mehr so sicher, ob sie die gute 1925 verlassen will:
„Wir sind zu Hause, Kleine!“
„Hmm… ok, ich komm mit.“
Ich sag es euch: Nach so einem Anfang kann einem kaum noch was die Schicht verhageln! Das ist einfach nur geil! 🙂

