Verortungen und so

Damit es nicht nur die Leute mitkriegen, die mir auf Twitter folgen oder die Kommentarspalte im Blick haben:

Ich hab eine neue Spielerei bei GNIT eingebaut! 🙂

Dank eines netten Lesers (ich weiß nicht, ob er anonym bleiben möchte) hab ich jetzt den MiPow SP2200-BK PowerTube von meiner Wunschliste bekommen, einen Zusatzakku für mein Handy. Geile Sache, da der Akku dummerweise wirklich der Schwachpunkt an dem Gerät ist. Und ich habe versprochen, dass es noch mehr Quatsch von Sash geben wird. Tja, nun ist das erste in die Richtung schon mal erledigt: Ich hab mir einen GPS-Tracker runtergeladen und eingerichtet. Den schalte ich (sicher nicht immer, aber hoffentlich möglichst oft) beim Arbeiten an und dann könnt ihr auf der Karte nachschauen, wo ich gerade bin.

Die hab ich mal hier auf dieser Seite eingebunden:

Wo Sash gerade ist

(findet sich auch rechts in der Seitenleiste)

Das ist für mich genauso eine lustige Spielerei wie für euch hoffentlich auch – der begrenzte praktische Nutzen ist mir durchaus bewusst 😉

Ich finde es jedenfalls geil und wer tatsächlich nichts besseres zu tun hat, kann ja ab jetzt am Wochenende nachts die F5-Taste malträtieren und mir lustige Twitter-Nachrichten über meine Standorte zukommen lassen oder so 🙂

Und wenn ich jetzt während der Arbeit fremdgehen will, sollte ich mir jemanden suchen, der keine 10 Meter von einer Taxihalte entfernt wohnt …

PS: Heute Abend wird es irgendwann zwischen 19 und 20 Uhr losgehen 🙂

Taxitest bei RTL

RTL strahlt gerade (23.7.2012, 22.40 Uhr) einen Taxitest aus. Für alle, die das erschrocken zur Kenntnis genommen haben: Das ist ein alter Test, wurde schon letztes Jahr ausgestrahlt und mein Artikel dazu war – wie ich immer noch finde – zu Recht vernichtend und wurde auch vom bildblog damals weiterempfohlen.

Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.

Zum lachen?

Vanessa (@nessi6688) hat mir gestern abend bei Twitter mal eben einen Link zu einem Comic geschickt. Den reiche ich gerne an euch weiter:

Tim Dinter: Kurzstrecke

Darüber hinaus wollte ich mich zu diesem Anlass bei den vielen Kollegen bedanken, die tagtäglich mit unermüdlichem Einsatz geradezu dafür kämpfen, dass wir Taxifahrer in Berlin als so liebenswerte Menschen wahrgenommen und dargestellt werden, wie Tim Dinter es hier exemplarisch getan hat!

/ironie

Ob die Kurzstrecke dem Taxigewerbe nützt oder schadet, kann man geteilter Meinung sein. Ich kenne die Zeit vor der Kurzstrecke nicht, hab allerdings bisher auch nicht mehr Aussagen als „Früher war alles besser“ gehört. Da sich das wahlweise auf die Wiedervereinigung Berlins, die Euro-Einführung, die Kurzstrecke, die letzte Tariferhöhung, den letzten Sommer oder die letzte Tour bezieht, will ich mich nicht zu einer endgültigen Aussage hinreißen lassen, die eventuell falsch ist.

Was ich aber ganz sicher sagen kann: Wir Taxifahrer hätten mehr Geld zum Leben, hätten wir mehr Kunden. Inwiefern das hier so schön skizzierte Verhalten dazu beitragen soll, Kunden zu gewinnen oder an die Dienstleistung Taxi zu binden, kann ich aber nicht wirklich erkennen.

Und ebenso wie ich es den Kunden immer sage:

„Es geht um 2,60 €. Das ist alles! Ist das den ganzen Stress wirklich wert?“

Danke.

Ganz bescheiden mit Punkt, nicht laut herausgebrüllt mit Ausrufezeichen, wollte ich gerne aus aktuellem Anlass mal wieder danke sagen:

Danke.

Danke, dass ihr so wahnsinnig gute und nette Leser seid. Abgesehen davon, dass wir uns hier selten ernsthaft streiten und ich trotz einiger Popularität von GNIT so gut wie nie Kommentare löschen muss oder mit Sorgenfalten im Gesicht antworten, möchte ich mich auch nochmal ganz konkret für all die nicht-emotionalen, sondern sachlichen und finanziellen Geschenke bedanken. In letzter Zeit wurde wieder mal mehr Zeug von meiner Amazon-Wunschliste gekauft und auch die Bestellungen über meinen Amazon-Link reissen nicht mehr wirklich ab.

Natürlich tut das Bestellen über einen Ref-Link nicht weh und viele von den Geschenken sind kleine Dinge. Noch viel absurder: die größeren Dinge sind meist eher Want-Haves oder Could-Haves, nicht wirklich Must-Haves. Aber allem gemein ist, dass ich sie ohne euch nicht hätte. Denn ja, vieles hätte ich mir selbst wohl nicht angeschafft. Es ist ja kein Geheimnis, dass mein Konto stets leer ist. Das soll kein Gejammer werden, denn ich hab das selbst in der Hand. Wenn es mal brennt, dann hänge ich halt eine Schicht im Taxi extra dran, auf wen außer mich selbst sollte ich da schon ernstlich schimpfen?

Aber Fakt ist, dass mir schreiben am Ende noch mehr Spaß macht als mein Job auf der Straße. Was schon eine hohe Messlatte ist. Und während ich mich de facto immer noch rumquäle mit der ersten Buch-Veröffentlichung, schreibe ich hier täglich und nebenan immerhin noch oft genug, dass es noch gerade so als regelmäßig durchgehen könnte.

Und nicht nur, dass es schön ist, dass ich mir die Zeit nehmen kann, weil ich ein paar Spenden über Flattr kriege oder ein paar Leute gelegentlich mal die Werbung interessant finden und draufklicken: Jedes geschenkte Buch – und sei es ein Comic für einen Fünfer – erweitert meinen Horizont, meinen Humor, mein Wissen. Und abgesehen von praktischer Übung gibt es nichts, was mehr hilft beim Schreiben als Bildung und Wissen. Fast schon egal, welcher Art – denn selbst abschreckende Beispiele braucht es ja manchmal. 😉

Was das Ganze letztlich aber geradezu absurd geil macht, ist, dass ihr es mir schüchternem Kerlchen erspart, euch immerzu anzubetteln! Da bin ich nämlich echt eine Niete drin. Abgesehen davon ist es natürlich toll zu sehen, dass viele mein Schreiben einfach so zu schätzen wissen und gerade indem sie mir hier und da und auf welchem Wege auch immer irgendwas zukommen lassen, dafür sorgen, dass ich hier einfach drauf losschreiben kann, ohne dass ich mir Gedanken über aggressiv-machende Layer-Ads, Bezahlschranken oder sonstigen (wirklich unerträglichen und hier niemals Einzug haltenden!) Rotz machen müsste.

Wenn ich mich in den Kommentarspalten und überhaupt den Blogs anderer Schreiber umschaue, muss ich einfach immer wieder feststellen, dass ich mit keinem da draussen tauschen möchte. Selbst wenn die ein paar Euro mehr über Flattr reinkriegen. Und das liegt nun wirklich nicht an mir, sondern an euch. Und deswegen noch einmal:

Danke.

PS: Wenn ich nach all den Geschenken noch einen Wunsch frei haben sollte, dann wähle ich diesen: Verlinkt GNIT, wenn es euch gefällt! Ob in Blogs oder Social Networks, ob einzelne Artikel oder die Seite an sich – was auch immer! Egal! Wer, wenn nicht die Freunde der weltbesten Leser, sollten die neuen weltbesten Leser sein?

(ein Bisschen kann ich das mit dem Betteln dann ja doch … 😉 )

Kaffee, Nachtschicht und PR (2)

Die Leute von Tchibo waren schnell und die Maschine kam binnen zwei Tagen bei mir an. Ich hab mich davor erst mal gar nicht mit Form, Farbe, Größe und sonstigen Dingen auseinandergesetzt – hätte aber sowieso nicht geklappt, es gab die Maschine ja noch nicht offiziell. Im Laufe der Woche müsste man sie im Shop bei Tchibo bekommen.

Was soll ich sagen: Wir haben uns ein bisschen verliebt. Die Cafissimo Compact war sowohl schick als auch umweltbewusst verpackt (fast nur Papier, kein unnötiges Plastik), reiht sich beim Design prima zwischen unseren Toaster und unseren Wasserkocher ein und macht schnell Kaffee. 🙂

Es bringt nichts, hier über die Glaubensfrage pro und contra Kapsel zu diskutieren – für uns ist das das sinnvollste. Und das hatten wir davor schon beschlossen. Der Preis pro Kapsel liegt bei 25 Cent und solange man nicht als Niedriglöhner wie ich eine Kanne täglich weghaut, finde ich das einen fairen Preis. Alles unter dem Preis an der Tanke steigert meinen Luxus, so sehe ich das. Die kompakte Maschine hat zwar keine großen Extras, aber mittels eines Hebels und dreier Knöpfe lassen sich verschiedenste Sorten Kaffee machen und obwohl ich ein Mensch bin, der permanent nach Idiotie im Alltag sucht, fand ich, dass das Gesamtkonzept bis hin zu einigen Detaillösungen sehr stimmig ist. Sicher hat jede andere Maschine nochmal ganz eigene Vorzüge, aber dass mir die Cafissimo Compact angeboten wurde, war wohl irgendwie ein Glückstreffer. Schön: Die angebotenen Kaffeesorten sind inzwischen allesamt als nachhaltig produziert zertifiziert. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber jeder weitere Schritt in Richtung komplett Fairtrade wäre natürlich noch wünschenswerter.

Ich weiß nicht, ob es den Leuten von Tchibo gefällt, aber ich mich persönlich begeistert hat die Idiotensicherheit der Maschine. Ohne zu wissen, wie das anderen hier geht: ich finde es vorteilhaft, wenn man nach dem Aufstehen nicht noch schwierige Dosierungs-Rechenaufgaben lösen muss. Oder einen Löffel finden, den man zum Dosieren abspülen … Nee, Tasse drunter, Knöpfchen drücken, fertig. Und das Ganze am Besten in weniger als 2 Minuten. Ich hab vielleicht nicht die Durchschnittsanforderungen an eine Kaffeemaschine (deswegen hatte ich ja auch keine!), aber meine werden von dem Tchibo-Teil erfüllt.

Ich selbst bin ja immer ein wenig skeptisch, wenn ich irgendwelche Dinge empfehle, von denen ich wenig Ahnung hab. Deswegen hab ich mir auch noch Meinungen von Kaffee-Junkies aus dem näheren Familienumfeld eingeholt – insbesondere des Geschmacks wegen. So gerne ich hier jetzt subversiv rumwettern würde, waren die leider auch alle positiv. Dabei haben wir die Einstellmöglichkeiten der Maschine noch nichtmal ausgereizt. Ich könnte jetzt versuchen, fachzusimpeln, aber das überlasse ich besser Leuten, die von Kaffeemaschinen ein bisschen mehr Ahnung haben als ich.

Zu guter Letzt meine zwei Kritikpunkte:

1.
Der Verschluss des Kapseleinwurfs sollte durchsichtig sein, falls man mal vergisst, was für eine Kapsel man eingeworfen hat. Die Sorge muss niemand teilen, aber es würde die Verpeilungsfestigkeit enorm erhöhen.

2.
Die Kapseln sollten entweder selbst aus abbaubarem Material sein oder wenigstens einfach auseinandernehmbar! Ausgerechnet Plastik- und Biomüll zusammen sollte doch vermeidbar sein. Dass so eine Maschine nie das Optimum rausholt, ist klar, aber das ist unnötig.

Der letzte Punkt ist vor allem deswegen ärgerlich, weil ich mich wie eingangs erwähnt gefreut habe, dass die Verpackung weitgehend auf unnötigen Plastikmüll verzichtet, ein gewisses Bewusstsein dafür also vorhanden scheint – und ich für manches auch Pluspunkte verteilen würde. Sehr gut zum Beispiel, dass in der Anleitung das Entkalken mit Zitronensäure erklärt wird, obwóhl Tchibo auch selbst Entkalker vertreibt.

Alles in allem kann ich also ein positives Fazit ziehen. Und noch ’nen Kaffee machen vielleicht. Dann finde ich die Einstiegsluke auch im Taxi. Und wenn ich mir jetzt noch was wünschen dürfte, dann dass das Wort „Verpeilungsfestigkeit“ irgendwann im Duden landet. 🙂

Kauft das Buch!

Wie kam Sash eigentlich zum Taxifahren? Das beschreibt er in seinem ersten eBook "Papa, ich geh zum Zirkus!".

Immer dranbleiben!

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Noch ein Blog?

Kleiner Tipp: Sash hat noch einen zweiten Blog, auf dem es auch gelegentlich was zu lesen gibt.

Nachtschicht, Kaffee und PR

Ich bin ja quasi nur ein halber Taxifahrer gewesen all die Zeit. Ich weiß, ihr dachtet oftmals was anderes, aber ich hab einfach viel zu selten Kaffee getrunken, um ernst genommen zu werden. Damit könnte jetzt Schluss sein.

Das unglaublich blöde an Kaffee ist, dass er so stressig ist. Ehrlich. Ich trinke gerne mal einen, lasse mich gerne zum Kaffee einladen und ich bin dann auch nicht wählerisch. Grundsätzlich mag ich ihn zwar schon süß und mit Milch, aber manchmal ein schwarzer oder gleich ein Espresso ist auch was feines. Nur mach Dir mal einen als fauler Mensch! Da ich das Zeug einfach nur als Genußmittel betrachte und mir mein Koffein über verschiedene andere Wege zuführe, war mir das immer zu blöde. Eine Kaffeemaschine besaßen wir nie, nur so eine Kanne für türkischen Espresso. War ich müde, war mir die zu stressig und war ich wach, brauchte ich keinen Kaffee. Und kam ich zwischendrin auf die Idee, war der Kaffee schon wieder ein halbes Jahr alt und verlustlos durch Seife zu ersetzen.

Deswegen haben meine bessere Hälfte und ich uns schon ein Weilchen überlegt, dafür – oder wenigstens für unseren Besuch – mal über die Anschaffung einer Pad- oder Kapselmaschine nachzudenken. Ich finde zwar die Idee nicht toll, mit jeder Tasse Müll zu produzieren, blöderweise hab ich in den letzten Jahren als Wenigtrinker im Gegenzug sicher fünf Pfund Kaffee weggeschmissen, weil der irgendwann halt angebrochen und trotz sorgsamer Verpackung nicht mehr trinkbar war. Und das ist auch weder umweltfreundlich noch günstig. Also waren wir am Überlegen. Zuegegebenermaßen eher langsam.

Nun aber hatten wir doppelt Glück, denn bei mir hat sich die Marketingabteilung von Tchibo gemeldet – und zwar mit einer netten Mail von echten Menschen, keinem dummdreisten Rumgespamme wie die meisten Werbe- und Sonstwas-Angebote, die man als Blogger ständig kriegt. Und die wollten mir eine Maschine (die neue Cafissimo Compact) nebst Kaffeesortiment zum Testen zuschicken. So ich wollte. Überhaupt: Ihr könnt den Text meinetwegen als Werbung abhaken, ich müsste ihn nicht schreiben und da lege ich Wert drauf! Ich bin nicht verpflichtet, einen Artikel zu schreiben, schon gar keinen positiven. Mein Spamordner ist voll mit „tollen Angeboten“, die mir solche Vorgaben machen und ich weiß es wirklich zu schätzen, wenn mal was vernünftiges dabei ist. Und deswegen schreibe ich das hier gerne. Glaubt es oder nicht.

Mehr zur Maschine gibt es im nächsten Artikel und wenn ihr es schlimm findet, dass ich über ein geschenkte Kaffeemaschine schreibe, dann lest ihn einfach nicht.