Fundstück des Tages

Und wieder einmal stellt sich mir die Frage:

Was bekomme ich dafür? Ein Getränk, freien Eintritt? Ist es nur eine Pfand- oder Garderobenmarke oder bin ich jetzt Miteigentümer des Clubs? So lange ich solche Läden nicht besuche, werde ich es wohl nicht herausfinden.

"Es ist rund und ein 'M' ist drauf." – "Dann darfst Du es essen!" Quelle: Sash

„Es ist rund und ein ‚M‘ ist drauf.“ – „Dann darfst Du es essen!“ Quelle: Sash

Disclaimer: Das Magdalena, damals noch Maria, ist einer der wenigen Clubs in Berlin, in denen ich tatsächlich schon war. Wofür man die Marke braucht, weiß ich trotzdem nicht. 🙂

Nur kurz ums Eck (1)

Da ich ja sonst nix mit mir anzufangen weiß, hab ich mir überlegt, unter dem Namen „Nur kurz ums Eck“ eine neue Serie zu starten, in der ich (wahrscheinlich unregelmäßig) ein paar Tweets zum Thema Taxi im weitesten Sinne poste. Wie ihr unten sehen werdet, sind die bunt gemischt und enthalten sowohl Infos als auch unterhaltsames. Twitterern muss ich das Konzept nicht erklären, für alle anderen ist es hoffentlich eine Bereicherung. In Zukunft werden die Folgen eher zusätzlich zu anderen Artikeln erscheinen, außerdem ohne Erklärung. Folge 1 ist also die Ausnahme der Ausnahmen, wie das halt so läuft. Alle, die ohnehin bei Twitter sind, können mir gerne interessante Tweets für die nächsten Folgen zuschieben. Ich bin dort, wie inzwischen wohl bekannt, als @sashbeinacht zu finden.

Ach so: Ich freue mich natürlich über Feedback und Ideen! 🙂
Und los geht’s:

Umfrage

Machen wir doch mal eine kleine Umfrage:

Ich war neulich beim Anwalt und der hatte einen Computer vor sich stehen. Warum wohl? Vielleicht braucht er den Computer für die Arbeit. Oder bloggt er sogar?
Aber, naja, es gibt da noch eine weitere Möglichkeit: Es gibt doch bestimmt ein Gesetz, nach dem er eine höhere Rechnung stellen kann, wenn er Schriftsätze nicht handschriftlich ausstellt. Deswegen meine Umfrage:

Warum hatte der Anwalt einen Computer?

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Leserumfragen, um einen Sachverhalt zu ermitteln? Man kann es mit der Demokratie auch übertreiben. Aber ich bin nicht der einzige, der solche Umfragen erstellt und der zweite ist, da besteht vielleicht ein Zusammenhang mit obigem Text, Anwalt. Hans hat mich in den Kommentaren auf dessen extrem sinnige Sommerumfrage auf r24.de aufmerksam gemacht.

Nachdem wir jetzt alle mit dem Lachen aufgehört haben, hätte ich noch ein paar Worte der Aufklärung übrig: Ja, Herr Schöne, „irgendwie ist die Gebühr nicht nur von der Strecke sondern auch von der Zeit abhängig“. Allerdings beinhaltet das „auch“ in dieser Aussage keine krude Verwischung, sondern das ist alles transparent und selbstverständlich gesetzlich geregelt. Wichtig zum Verständis ist vor allem mal, dass nur ENTWEDER die Wartezeit (also der Zeittarif) ODER die Kilometer berechnet werden. Bei langsamer Fahrt kann es (nicht in Berlin, sonst eigentlich überall) tatsächlich passieren, dass die Wartezeit teurer ist und das Taxameter deswegen umschaltet auf selbige.

ABER: Wenn ich mir den Tarif im Landkreis Bautzen so ansehe, wo Herr Schöne residiert, dann kann ich sicher sagen, dass das bei den erwähnten Geschwindigkeiten (40 statt 50 km/h und 70 statt 100 km/h) nicht passieren wird. Bei einem Kilometerpreis von 1,40 €, bzw. 1,50 € sind das um die 10 km/h, bei denen das Taxameter umschalten würde. Weil der Wartezeittarif in Bautzen nämlich bei wahnwitzig niedrigen 15,00 € pro Stunde liegt. Selbst bei einer Anfahrt nach außerhalb (0,70€/km) müsste der Fahrer unter 20 km/h fahren, um seinen kargen Lohn ein wenig aufzubessern.

Machen wir’s bei Fragen zum Taxifahren doch wie bei rechtlichen Themen: Fragen wir lieber jemanden, der sich damit auskennt, anstatt Umfragen zu machen. 😉

Umsatzzahlen im Sommerloch

Sommerlöcher gibt’s ja bekanntlich überall. Warum nicht auch mal beim Taxifahren? Der Juli ist seit ein paar Stunden Vergangenheit und im Gegensatz zu den letzten – vor allem meinen ersten zwei – Jahren hat sich das Geschäft ein wenig verhaltener gegeben. Ihr wisst, dass ich nach Möglichkeit nicht über meinen Umsatz jammere, schon alleine, weil er pro Stunde meist höher liegt als der der Kollegen (weil ich eher die lukrativen Schichten fahre).

Da sich bei GNIT gerade aber viele Neuleser tummeln, möchte ich gerne mal aufzeigen, wovon wir reden, wenn ich übers Geld spreche. Sind ja hier nicht bei der NSA. Mein Artikel zur Frage „Wieviel verdient ein Taxifahrer?“ ist ja aus dort genannten Gründen sehr schwammig geblieben bei Zahlen. Also gut, Butter bei die Fische, meine Zahlen aus dem Juli:

Ich habe 0,96 € pro Kilometer eingefahren, das ist also mein eher unguter (weil unter 1:1 liegender) Kilometerschnitt. Pro Stunde hatte ich 1,55 Touren zu durchschnittlich 10,56 €. Mein Umsatz pro Stunde lag damit bei 16,33 €, daraus abgeleitet ergibt sich ein Bruttostundenlohn von 7,35 €. Nicht verschweigen möchte ich natürlich das Trinkgeld, das pro Stunde immerhin 1,91 € betragen hat, pro Tour also 1,23 €.

Die Zahlen sind wie gesagt meine. Das ist kein Durchschnitt durchs Gewerbe, es gibt sowohl Kollegen, die drüber; als auch welche die darunter liegen. Unser Erfolg hängt von so vielen Faktoren ab, dass sich da ein Vergleich ohnehin verbietet. Das schreibe ich vor allem für die mitlesenden Journalisten hier … 😉

Zu guter Letzt aber möchte ich noch eine Zahl erwähnen, die immer wieder überraschend schön ist und meine am Tage fahrenden Kollegen sicher beim genauen Nachrechnen zum Weinen bringen wird: Während meiner Schichten habe ich im Juli eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 17,02 Kilometern pro Stunde gehabt. Und, ja: Inklusive Standzeiten!

In eigener Sache

So, das in meinen Augen recht gelungene Proust-Interview bei zeit.de ist inzwischen online. Könnt Ihr alle mal draufklicken. Vielleicht lacht ja der ein oder andere sogar. 🙂

Und da gerade so viele Leser von zeit.de vorbeikommen: Ich hab vor einer Weile schon mal einen Artikel „Lesetipps“ geschrieben – damals wegen meiner Nominierung bei den „Deutsche Welle Blog Awards 2012“. Da sind ein paar der besten Artikel verlinkt. Falls Ihr euch im Blog nicht zurechtfindet. Nur so als lieb gemeinter Tipp …

Hektik

Der Mittwoch ist ja eigentlich kein Arbeitstag für mich. Mit einer Ausnahme: Heute. Ich hatte eine nette Touranfrage bei Twitter, zudem ist mir am letzten Wochenende mal wieder die 1925 ausgefallen. Quietschen mit Schluckauf oder so. Da tut ein Tag zum Ausgleich ganz gut.

Naja, jetzt ist es jedenfalls so, dass ich ziemlich früh los muss, um das Auto aus der Werkstatt zu holen (mein Tagfahrer ist zu allem Überfluss nämlich auch noch krank), und danach geht es noch eine Runde auf die Piste. Ich hoffe, der Mittwoch ist nicht ganz so schlimm, wie ich ihn in Erinnerung habe. Dafür kann ich das Auto wenigstens mit nach Hause nehmen nach der Schicht. 🙂

Noch zwei kurze Links:

Erstens:
Falls es jemand noch nicht aufgefallen ist – in der Seitenleiste oder bei Facebook und Twitter – es gibt neue Fotos von mir.

Zweitens:
Mein bisheriger Rekord-Dauerfahrgast Jo legt morgen Abend im Lichtpark direkt neben dem Kater Holzig auf. Für elektrobegeisterte Berliner vielleicht ein Donnerstagstipp. Und ich würde hier keine Werbung dafür machen, wenn Jo nicht extra noch Gästelistenplätze verlosen würde dafür. Guckt mal hier auf seiner Seite!
(Und wenn ihr im Lichtpark sein solltet: Kann gut sein, dass die 1925 da morgen ein oder zweimal vor der Tür wartet. 😉 )

Kauft das Buch!

Wie kam Sash eigentlich zum Taxifahren? Das beschreibt er in seinem ersten eBook "Papa, ich geh zum Zirkus!".

Immer dranbleiben!

Abonniert doch den RSS-Feed von GNIT. Mehr von Sash gibt es außerdem bei Facebook und bei Twitter.

Noch ein Blog?

Kleiner Tipp: Sash hat noch einen zweiten Blog, auf dem es auch gelegentlich was zu lesen gibt.

Polnisch-Action im Nacht-Taxi

Es geht nicht um mich. Meinen polnischen Kracher-Kunden hatte ich bereits vor einiger Zeit. Darüber wurde alles gesagt. Da das mit der schwierigen Kommunikation im Taxi aber nicht nur bei mir passiert, kam just jetzt ein Beitrag von „Nacht-Taxi“:

Action in polnisch

Da kann man auf jeden Fall mal draufklicken und kommentieren. Ist zumindest weitaus besser, als sich Schwachfug wie Tatort und co. am Sonntagabend reinzuziehen. Ich mag die Erzählweise dieses noch jungen Blogs bereits sehr, also traut Euch!