Friedrich Irgendwas der zweite

Als ob die vielen doppelten Straßennamen in Berlin nicht genug Ärgernisse für Menschen wie zum Beispiel uns Taxifahrer bereithalten würden: Man stelle sich mal vor, wie es Touristen ergehen muss, wenn denen schon die deutsche Sprache für sich schwierig genug ist. Da ist dann schon sowas wie die Ähnlichkeit vieler Dinge ein Problem.

So bei den beiden Schotten gestern Abend. Ob ich sie zu ihrem Hotel am Bahnhof Friedrichstraße bringen könne, sie hätten sich wohl irgendwie verfahren. S-Bahnhof Friedrichsfelde-Ost, ich verstehe. 😉

Und mal abgesehen davon, dass ich auch jemand bin, der ständig mit all den alten Fürsten-, Königs- und Adelsnamen durcheinanderkommt: Ich kenne das ja auch schon von den vielen Leuten, die ich vom Ostbahnhof zum Ostkreuz gefahren habe.

Lustig gestern war, dass ich ein paar Stunden später wieder am Bahnhof stand und mich dann plötzlich zwei israelische Mädels fragten, ob ich sie ebenfalls zu einem (anderen) Hotel nahe des S-Bahnhofs Friedrichstraße bringen könnte. Selbes Problem: S-Bahn in die falsche Richtung genommen und „Ah, das hier ist es doch, oder?“.

Kleiner Trost: Vom S-Bahnhof Friedrichshagen aus, an den es einen so theoretisch auch verschlagen könnte, kostet die Taxifahrt beinahe das Doppelte.

13 Kommentare bis “Friedrich Irgendwas der zweite”

  1. kleiner_Geist sagt:

    Und erst vom Bahnhof Friedrichshafen. *scnr*

  2. Cliff McLane sagt:

    Ich frage mich, warum fremdsprachige Reiseführer auf diesen Sachverhalt nicht hinweisen.

    „Berlin is divided into several districts (Bezirke), where street names can be repeated in each of these districts. So to know an address, it is not only important to remember the street name, but also the district (Bezirk) where the street is located.“

    Im Zeitalter von Navis und Google Maps würde ich hinzufügen:

    „When using electronic navigation systems, remember the 5-digit zip code of your accomodation’s postal address, which will also uniquely identify the street.“

    Ist doch eigentlich gar nicht schwer …

    „Gallia est omnis divisa in partes tres, quarum unam incolunt Belgae, aliam Aquitani, tertiam, qui ipsorum lingua Celtae, nostra Galli appellantur.“

  3. Sash sagt:

    @kleiner_Geist:
    Das schränkt die S-Bahnhöfe in Berlin, von denen aus man dahin gelangen kann, allerdings stark ein. 😉

    @Cliff McLane:
    Ja, das wäre gut. Allerdings gestehe ich, dass ich damals mit dem alten Opel-Navi eher genervt von den Postleitzahlen war, denn das hat mit Stadtteilen gearbeitet und für mich als Zugezogenen waren Postleitzahlen immer der eine Scheiß bezüglich Ortskenntnis, mit dem ich mich glücklicherweise nie auch noch zu beschäftigen hatte. Aber ansonsten hast Du natürlich recht.

    @Roichi:
    Ich will ehrlich sein: Überrascht hat mich das jetzt nicht mehr. 😀

  4. Cliff McLane sagt:

    @Sash, danke für die interessante Info mit dem Opel-Navi, das wusste ich nicht. Dachte eher an Google Maps, das ist nämlich mein „Navi“: Draufgucken, losfahren, und unterwegs evtl. vorschriftsmäßig anhalten und nochmal nachschauen. Klar, kann man als Taxifahrer nicht, aber für mich passt’s.

  5. Philipp sagt:

    Kommt mir irgend wie bekannt vor. Als Ich letzten Sommer eine Woche bei euch oben in Berlin war wunderte Ich mich auch

    Ich hätte in die Schlafmeile Hostel, Weichselstraße 26a, 10247 Berlin gemusst und bin aber in der Weichselstraße 26, 12045 Berlin gelandet

    Auf der Karte sieht das nicht so weit voneinander entfernt aus. Ich bin damals aber ganz schön ins schwitzen gekommen.

    Vorallem so nahe beieinander, 2 Straßen mit gleichem Namen und keinerlei Verbindung zu einander.

    Hier kann man sich das mal ansehen:

    https://www.google.com/maps/dir/Weichselstra%C3%9Fe+26,+12045+Berlin,+Deutschland/Schlafmeile+Hostel,+Weichselstra%C3%9Fe+26a,+10247+Berlin,+Deutschland/@52.4982442,13.4430157,13.91z/data=!4m14!4m13!1m5!1m1!1s0x47a84fafd118c5d3:0x20c165daa49e0d14!2m2!1d13.4371907!2d52.4872664!1m5!1m1!1s0x47a84ef44f83a4ab:0x10f5d392b332bcfc!2m2!1d13.4684529!2d52.5105791!3e2?hl=de-DE

    Was für ein Mist!

    Grüße aus Dresden

    Philipp

  6. Ana sagt:

    Ein hübscher Link :>

  7. @Sash:
    Wieviel kostet mich ne Fahrt von Berlin nach Kalifornien? Und begleitet Du mich anschließend von da zur Entspannung nach der langen Fahrt auf einen Spaziergang nach Brasilien?

    https://www.schoenberg.de/kalifornien.html 😛

  8. Marco sagt:

    @Philipp: Und es hätte noch nicht einmal was genutzt, wenn du gesagt hättest „Die Weichselstraße, die die Weserstraße kreuzt“ 😉

  9. Peter sagt:

    Da oben der Kommentar oder Link geht über das Kästchen hinaus da so nach recht wo die orange Schrift ist..

  10. Bernadette sagt:

    Was ist das mit dem Link da für eine krasse Scheiße?

  11. Sash sagt:

    @Ana, Peter und Bernadette:
    Ab gewissen Wortlängen kommt auch das CSS dieses Themes nicht mehr so ganz mit der Realität klar. 😉

  12. Ulf sagt:

    Rummelsburger Straße am U-Bahnhof Friedrichsfelde (nicht der S-Bahnhof Friedrichsfelde Ost) und Rummelsburger Straße am Volkspark Wuhlheide dürften auch nicht weiter auseinanderliegen. Und dann noch das eigenwillige System der Hausnummern, oft in Berlin noch nach dem Hufeisenprinzig. Aus der Stadt raus 1, 2, 3 usw. und dann auf der anderen Seite 100, 101, 102. Somit liegen 1 und 102 gegenüber und nicht 1 und 2…

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