Ganz spezielle Kurztouren

Es gibt so Abende – wie gestern – da kriegt man eine kurze Fahrt nach der anderen. Beziehungsweise, und das ist das Drama, man kriegt ungefähr einmal pro Stunde eine kurze Fahrt und sonst nix.

Das kann natürlich nicht auf Dauer klappen, so viele kurze Touren geben einzelne Halten ja gar nicht her. Da muss sich das Schicksal dann neben den Hotel- und Zum-geparkten-Auto-Fahrten noch ein bisschen mehr einfallen lassen. In meinem Fall gestern war das eine Fahrt vom Ostbahnhof zur Mercedes-Benz-Arena, bzw. gegenüber zu Anlegestelle. Irgendwas um die 750 Meter. An sich nicht bemerkenswert, hätte zu der Fahrt nicht ein voller Kasten Bier und ein funktionstüchtiges Fahrrad gehört.

Well played, Murphy!

Aber um’s geradezurücken: Selten hat ein Fahrrad so schnell ins Auto gepasst; und wenn ich Lust gehabt hätte, hätte ich sogar noch ein Bier zusätzlich zum Trinkgeld bekommen. Das allerdings wollte ich nicht noch stundenlang durch die Gegend schaukeln, sowas nehme ich nur im letzten Drittel der Schicht an. 🙂

5 Kommentare bis “Ganz spezielle Kurztouren”

  1. Mickey sagt:

    Hahaha

    Fahrrad und Bierkasten für 750 Meter.
    Das sind dann die speziellenächsten Kunden, die zu faul oder zu besoffen sind ihr Fahrrad zu schieben.

    Ich hatte eine Tour vom Hotel Regent zum Sofitel Gendarmenmarkt. 300 Meter und eine Ampel. Der Mann kam mit Gehhilfen und es hat geregnet. Natürlich habe ich ihn damals nicht abgelehnt.

    Und dann gab es irgendwann mal eine 3 km Anfahrt für eine 500 Meter Tour, weil die Einkaufstüten zu schwer waren.

    Natürlich auch etliche 800 Meter Touren von der Haustür zum Arzt, Friseur oder Einkaufshalle.

    Gott bin ich froh, wenn der Mist vorbei ist.

  2. Joe sagt:

    Schon mal bei Regenwetter von einem Friseursalon bestellt worden? Die Kundin hat gerade geschätzt 90,00 Euro für ihre neue Frisur ausgegeben und kann deswegen nicht quer über die Straße zu ihrer Wohnung laufen, denn dann wär ja alles für die Katz gewesen. Sind immer meine liebsten Funkfahrten.

  3. Sash sagt:

    @Mickey:
    Mal im Ernst: Jeder Job hält sowas bereit. Manche bestellen IT-Spezialisten, um Icons vom Desktop zu entfernen, manche Handwerker, um eine Glühbirne zu wechseln und wieder andere eben Taxifahrer, um 500 m weiter zu kommen. Nie vergessen: Es ist Teil der Ausbildung – also des eigenen Wissens und der eigenen Spezialisierung – dass man Dinge für belanglos hält, für die Kunden einen beauftragen.

    @Joe:
    Wow! Das halte selbst ich für rekordverdächtig! 😀

  4. Cinisaro sagt:

    @Sash:
    Kannst Du Dir mal das durchlesen: http://forum.mods.de/bb/thread.php?TID=215139&PID=1246524117#reply_1246524117

    Darf ein Fahrer wirklich verweigern, dass man aussteigt, weil von Anfang an die Chemie nicht passt?

  5. Sash sagt:

    @Cinisaro:
    Hmm, da ist der Text jetzt erst einmal etwas ungenau.
    Aber gleich vorweg: Dass sich der Fahrer wie ein Arschloch verhalten hat, steht außer Frage – also bitte nicht denken, ich will sowas verteidigen.
    Zum einen: Selbstverständlich hat der Fahrgast immer und überall das Recht, die Fahrt zu beenden. Man kann ja auch auf halber Strecke einen Anruf kriegen, dass sich was geändert hat und man woanders hin muss.
    Schwieriger wird’s halt, wenn man schon im Taxi sitzt und das Taxameter bereits läuft. Was im Übrigen wegen Sitzkontakten durchaus automatisch passieren könnte. Da hat man als Fahrer dann durchaus das Recht, wenigstens den Startpreis zu verlangen (oder bei Bestellungen die Anfahrtskosten o.ä.). Und ob das der Fall war, geht aus dem Text nicht hervor.
    Allerdings möchte ich auch da nochmal einschränken: Der Fahrer hat offenbar gesagt, er will den Kunden nicht befördern – was an sich ja schon nicht legal ist – und der Kunde wollte deswegen aussteigen. Da würde ich vermuten, dass man als Fahrgast am Ende nur gewinnen kann.

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