Man kann immer noch was lernen …

Ich werde ja gerne mal für mein Englisch gelobt. Und natürlich gefällt mir das. Ich halte mich deswegen nicht für ein Englisch-Ass, aber besser als ständig korrigiert oder gefragt zu werden, was man überhaupt meint, ist es natürlich. 😉

Heute war dann eine auch etwas multinationale Truppe Teil meiner Arbeit und ein Fahrgast, auch er Deutscher, wurde von einer finnischen Bekannten gefragt:

„By the way: You speak such a good english! How do you do that?“

Und der Kerl hat eine Antwort gegeben, die ich jetzt auch mal ausprobieren muss:

„I fake it. I have no idea what I’m sayin‘. I just take it from the movies.“

Auf dem Level macht das doch erst richtig Spaß! 😀

15 Kommentare bis “Man kann immer noch was lernen …”

  1. hrururur sagt:

    Mach ich auch immer so. Nur guck ich keine Filme. Meine Spezialität sind wörtlich übersetzte Redewendungen. Man muss das nur sicher vortragen…

  2. Mic ha sagt:

    Haha, yeah great, but please fasten your seatbelts. It’s going to be a bumpy night. And may the force be with you: I’m mad as hell, and I’m not going to take this anymore! I mean, just look at this traffic. I want to be alone. Everyday I’m on the street, everyday I’ll be back. And look how people drive their cars! I see dead people.
    Well, nobody’s perfect. But Houston, we have a problem here.

  3. Jensiko sagt:

    kenn ich 😀

  4. Mickey sagt:

    Mal überlegen: Englisch hatte ich zuerst in der 5. Klasse. Bis 13. Klasse sind das 9 Schuljahre. Danach 2 Jahre Berufsschule und dann gelegentlich in meinen Jobs… Also mit 11 Jahre Englischkenntnisse braucht man nichts mehr faken. Mittlerweile beherrsche ich sogar den englischen und amerikanischen Akzent.

  5. Andy sagt:

    Das Problem ist das beim Durchschnittsdeutschen von den x Jahren Unterricht bestenfalls ein paar aphrasen hängen bleiben. Wenn man nicht in seiner Freizeit irgendwie mit der Sprache konfrontiert wird ist da ein paar Jahre nach der Schule nur Noch ein Loch im Hirn.

    War früher häufig in den Benelux Staaten unterwegs, die haben etwa genauso lange Englischunterricht wie wir hier. Aber danach werden die durch Filme im Oton mit Untertiteln immer wieder mit der Sprache in Kontakt gebracht. Dort kann man selbst mit einfachen Leuten wie Kassierern an der Tanke ein paar Worte auf recht hohem Niveau wechseln. Wenn man das in der deutschen Provinz versucht „Pump Number 7 please and a box of Lucky Strikes“ gucken die einen an wie eine Kuh wenns donnert…

  6. Sash sagt:

    @hrururur:
    I had to smile like a honeypiehorse. 🙂

    @Mic ha:
    😀

    @Mickey:
    Wie Andy sagt: Am meisten kommt’s auf den Gebrauch an. Und den hat im Alltag nicht jeder. Ich bin aber auch sehr froh drum.

  7. Mickey sagt:

    Mit der Ortskunde ist es auch nicht anders. Wenn man eine Gegend längere Zeit nicht anfährt, vergisst man das Gelernte.

  8. Alex sagt:

    Seltsam passend: Bei uns in der Familie wird die Geschichte erzählt wie mein Onkel in den 70ern seine Gesprächspartner davon überzeugt hat perfektes Englisch zu sprechen, ohne überhaupt was zu sagen: Indem er beim Zuhören Mimik und Gestik von De Niro in „Taxi Driver“ nachmachte, ohne ein Wort zu verstehen.

  9. Cliff McLane sagt:

    „I just take it from the movies“

    So weit hat uns diese amerikanische Netflix-Seuche schon gebracht. Keiner schaut mehr anständiges deutsches Fernsehen mit den angenehmen Synchronstimmen, den üblen Übersetzungen, und lediglich zwei Jahren Zeitverzögerung. Es ist eine Schande für die europäische Kultur! Eine Schande, sage ich, Genossen! Wir müssen uns auf unsere wahren Werte rückbesinnen. Die Braun’sche Röhre ist der Ursprung aller Kultur! Baut Röhrenfernseher, stellt UKW-Sender auf, und sendet wahres teutsches Kulturgut!

  10. Frauke Schnirps-Brumme sagt:

    Speak English, Or Die!

  11. Sash sagt:

    @Mickey:
    Das ist wahr.

    @Alex:
    Hmm … das klingt jetzt natürlich noch ein wenig spezieller.

    @Cliff McLane:
    Schlimm, schlimm … wenn doch alle endlich wieder AfD wählen würde, müsste keiner diese Ausengeländer verstehen!!!einself“ 😉

    @Frauke Schnirps-Brumme:
    Da gehört, soweit ich mir die Grammatik zutraue, im Englischen kein Komma hin! ;D

  12. Cliff McLane sagt:

    Sash, AfD, i kind of heard of them, what was it? „Affen from Deutschland“, oder so ähnlich?

  13. Cliff McLane sagt:

    @Frauke und Sash: Im Enlischen gibt es, wie seit der Rechtschreibreform im Deutschen auch, ein sogenanntes rhetorisches Komma. Man kann fast nach Belieben ein Komma einfügen, wenn man eine Sprechpause andeuten möchte. Natürlich, sollte man, das nicht, nach jedem, zweiten, Wort, tun.

  14. Sash sagt:

    @Cliff McLane:
    Apes from Dschermanie, you’re right! 😉
    Und ganz ehrlich: Bei der Kommasetzung hüte ich mich davor, einen ernsthaften Krieg anzufangen, denn ich hab mir auch nach zwei Büchern noch nicht einmal die deutschen Grundregeln gemerkt …

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