Aus der Reihe: Zu kurz, um … ähm, ist aber wahr!

Ich bin ja nun der Letzte, der Kunden schilt, weil sie mal eine kurze Tour haben. Bei Winkern ist mir das nochmal mehr egal. Aber man fragt sich dann manchmal doch, wie sie auf die Idee kommen, für so eine Fahrt einen Fünfer (hier Kurzstrecke) zu verbraten:

618 Meter sagt das Navi. Quelle: osrm.at

618 Meter sagt das Navi. Quelle: osrm.at

Und Fußgänger hätten noch einmal abkürzen können!

Wieso ich mich nach 7 Jahren im Taxi überhaupt noch wundere …

19 Kommentare bis “Aus der Reihe: Zu kurz, um … ähm, ist aber wahr!”

  1. Katrin sagt:

    Das ist uns mal nach einer Kneipentour in einer fremden Stadt passiert. Erst das dritte oder vierte Taxi hat uns überhaupt mitgenommen (ok, wir waren auch nicht mehr nüchtern ;-)), ist einmal, zweimal um die Ecke gefahren und wir standen vor unserem Hotel. Wenn wir das gewußt hätten, wären wir gelaufen. So kann es also auch passieren 🙂

  2. Ulf sagt:

    Ha, lächerlich !
    !!! ACHTUNG – KEIN WITZ !!!

    Bhf Friedrichstraße (!!! Nordseite !!!) – Hotel Meliá

  3. SteffKo sagt:

    Ich kann mir zwei Gründe denken
    1. Fremde Stadt
    2. Wohlstandsgesellschaft

  4. Vadder sagt:

    Naja, ich könnte mir vorstellen, wenn ich einen sehr langen Tag hinter mir habe, die Füsse schmerzen und ich nur noch ins Bett will, dann wäre mir das auch 5 Euro wert. 500 Meter klingt wenig, wenn man fit und schmerzfrei ist, wenn man aber betrunken, müde und oder schmerzbelastet ist, warum dann nicht so? Als Winker schadets dir ja auch wirklich so gar nicht.

  5. hartmut sagt:

    @Ulf: War ich das etwa? Wie lange ist das her?

  6. hartmut sagt:

    Hm, nein, ich hatte da auch mal eine peinlich kurze Tour, aber die ging zumindest einmal unter der Bahnunterführung durch.

    (zu meiner Entschuldigung: das ist schon min. 10 Jahre her, Smartphones und Online-Kartendienste steckten noch in den Kinderschuhen, es hatte geschneit und ich hatte einen viel zu großen Hartschalenkoffer dabei)

  7. Oni sagt:

    Ich hatte auch mal ne sehr kurze Tour, aber ich wußte auch nicht wie nah das Ziel war und die Firma zu der ich fuhr zahlte das Taxi sowieso.

  8. Oni sagt:

    (Das Trinkgeld hab ich aber selbst bezahlt ^^)

  9. Sumsehummel sagt:

    Muss Vadder zustimmen.
    Wenn man fit, munter und gesund ist, mag die Strecke ein Klacks sein.
    Wenn man kränkelt und z.B so wie gerade wegen eines Bandscheibenvorfalls nicht lange laufen kann, muss ein Taxi auch schon mal für extreme Kurzstrecken herhalten.
    Alternativ behaupte ich mal, der Fahrgast wollte nur mal ganz dekadent leben und mit dem Taxi heim fahren. 😀

  10. Cliff McLane sagt:

    Ich bin in Großstädten auch gerne mal so, dass ich lieber einen Fünfer verbrate als mich fünfmal zu verlaufen. In nüchternem Zustand nehme ich das Verlaufen ja gerne hin, weil man da Ecken entdeckt, die man sonst nicht gesehen hätte, aber mit fortschreitender Nacht und nach dem fünften Bier, nee, dann eher nicht. Dann ist es super, einen Taxifahrer zu finden, der sich auf so ’ne kurze Strecke einlässt.

  11. Sash sagt:

    @all:
    Ihr habt ja alle absolut recht und nicht ohne Grund meckere ich ja auch nicht über sowas. Aber nur mal so zur Aufklärung, warum’s mir wohl absurder vorkam als Euch: Der Typ war so alt wie ich, fit, Tüte Chips in der Hand, kam aus Berlin, wollte kurz bei einem Kumpel vorbeischauen und hat mir am Ende sogar das Haus gezeigt, zu dem es genau gehen sollte. 🙂

  12. Paule sagt:

    Das war einer wie ich: Zu faul zum Laufen. Und wenn der Fünfer nicht weh tut………… was soll der Geiz?!

  13. hartmut sagt:

    „Wenn ich weiter laufen muss als mein Auto lang ist dann wäre das Sport…“

  14. Cliff McLane sagt:

    @harmut, auf falsche Konjunktive steht im Internet die verbale Todesstrafe! Wenn ich weiter laufen möchte als mein Auto lang ist, dann ist das versuchter Suizid! IST, nicht WÄRE! Verstanden?

  15. Bernd sagt:

    Ich zum Beispiel WÄRE so ein Kandidat, der manchmal auch auf kurzen Strecken nicht mehr vorwärtskommt. Nach mehreren BSV (herrlich romantisch, diese Abkürzungen 😉 ) bin ich froh, wenn ich es aus dem Auto zu meinem jeweiligen Ziel schaffe.
    @Kliv Mk Leen Merkst du was ? 🙂

  16. Dennis B. sagt:

    Kürzeste Strecke bei mir waren bisher 100 Meter. Von der Kneipe zur Polizei. Nach dem Aussteigen lief er zurück zur Kneipe.
    Und ich habe ihn vorher darüber aufgeklärt, dass das in Relation zur Strecke eine sehr teure Fahrt wird…

  17. ednong sagt:

    Hm,
    ist das denn nicht egal, wie weit? Ich mein, du bietest eine Dienstleistung an und sie bezahlen sie. Theoretisch könntest du vielleicht auch ablehnen – somit ist doch alles in Butter.

    Klar, zu Fuß ist das schon zu schaffen. Warum sie es nicht gemacht haben – dafür kann es ja auch verschiedene Gründe geben Wenn der Kunde es bezahlen will, soll er es doch bekommen, solang du kein Minus machst …

  18. Sash sagt:

    @Paule:
    Hast ja Recht. Aber ich kenne wenige Leute, denen das einen Fünfer wert wäre.

    @Dennis B.:
    OK, 100 Meter hatte ich noch nicht. Ich glaube, mein Rekord liegt bei 200 etwa.

    @ednong:
    Ach komm, Du kennst mich: Ich finde das völlig ok. Ich würde auch – was Kumpels meines Bruders mal mit dem Taxi gemacht haben – einfach auf einem Parkplatz zehn Runden im Kreis fahren. Das war ja jetzt kein bisschen angepisst gemeint von mir. Aber ich finde es in meinem (natürlich Niedriglohn-)Universum durchaus beachtenswert, dass es Leute gibt, die sich höchstens 30 Sekunden Zeitersparnis und 450 Meter weniger Weg tatsächlich einen Fünfer kosten lassen. Als Dienstleister freue ich mich sogar ausgesprochen darüber, aber verhältnismäßig komisch ist es dann halt doch.

  19. ednong sagt:

    Oh, ich kenn dich? 😀
    Ja, natürlich, das war eigentlich auch nicht auf dich gemünzt, Sash, sondern eher auf – scroll – SteffKos zweiten Punkt. Und ja. lieber SteffKo – ich weiß, du hast absichtlich etwas provokant geschrieben 😉

    Ne, ist schon klar, war nicht als Vorwurf gemeint. Wahrscheinlich bin ich dann nach Jahren als Dienstleister so abgestumpft, dass ich über sowas nicht mehr nachdenke. Kunde möchte es, ich kann es, rate ihm vielleicht ab – aber er bekommt es, na klar. Und dann ist da bei mir auch schon der Haken des Vergessens dran …

    10 Runden im Kreis, lol. Erinnert mich an einen Gast, der irgendwann mal nachts um 3 Uhr Erdbeeren haben wollte. Im Frühjahr. Unbedingt. Koste es, was es wolle. Vielleicht schreibe ich mal darüber …

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