Wie es sein sollte

Der Mai rockt bislang. Das ist sicher den ungewöhnlichen Umständen geschuldet: Erst der erste Mai, dann der Bahnstreik, es sind diesen Monat fünf Wochenenden statt der eher normalen vier –und jetzt kommt auch noch der Herrentag dazu. Das kann alles zu guten Umsätzen führen – wie die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, muss es das aber nicht unbedingt – umso schöner also, wenn es klappt.

Heute Nacht habe ich nicht gearbeitet. Eigentlich.

Aber durch einen Zufall kam es dazu, dass mich einer meiner Mitfahrer auf der 2925 anrief und mir sagte, dass das Auto bereits ab 2 Uhr nachts ungefähr zur Verfügung stünde. Da meine Pläne sonst nicht sehr umfangreich waren und ich nach wie vor fast jeden einzelnen Euro dankbar begrüssen muss, der irgendwie den Weg in meinen Geldbeutel findet, hab ich beschlossen, „mal ganz kurz“ rauszufahren. Abgesehen vom eventuell anfallenden Umsatz in einer Nacht vor einem Feiertag war da zudem die Aussicht, das Auto ganz geruhsam in der Nacht abzuholen und das nicht vor der morgigen (also heutigen) Schicht tun zu müssen.

Ich hätte auf dieses Rausfahren keine Wetten abgeschlossen. Ich hatte ausnahmsweise mal keine Zeit- oder Umsatzziele, es war ja alles „Bonus“. Aber klar, ein Fuffi sollte es eigentlich dann doch sein, immerhin bin ich extra losgezogen zu einem Zeitpunkt, der für mich der Sonntagnachmittag ist.

Noch ehe ich wirklich gecheckt hatte, wie wirklich toll das alles lief, stand ich nach rund drei Stunden vor meiner Haustüre und hatte (Trinkgeld inklusive) einen glatten Hunni in der Tasche. Und das, ohne dass wie an Silvester haufenweise Menschen verzweifelt ein Taxi gesucht haben. Es hat einfach gepasst für alle Seiten – und es wäre verdammt schön, wenn das nicht ein seltener Ausnahmemoment bleiben würde.

Man könnte (vollkommen zu Recht) sagen, dass es dafür weniger Taxen geben müsste. Ich persönlich hoffe auf das zweite, bessere Szenario: Mehr Party in Berlin. 😀

2 Kommentare bis “Wie es sein sollte”

  1. metro sagt:

    Jetzt die guten Schichten noch mitnehmen und dann an Pfingsten freimachen, weil höchstwahrscheinlich Flaute sein wird. Halb Berlin fährt nach Hause, Parkplätze ohne Ende überall…

  2. Sash sagt:

    @metro:
    Vermutlich eine gute Idee. Aber ich werde die nächsten Monate immer noch um jeden Euro froh sein und auch geringere Umsätze mitnehmen müssen. Aber wenn sich alle anderen Kollegen daran halten, dann … 😉

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