Wie eine gute Schicht anfängt

„Bringst‘ uns zum SO36?“

„Sicher. Dafür sind wir ja da.“

Eine unspektakuläre Winkertour, knapp ein Zehner vielleicht von Friedrichshain aus, wo ich das Pärchen aufgegabelt hatte. Aber eben genau der Grund, weswegen ich nicht zielstrebig eine Halte ansteuere, sondern über jene Ecken fahre, die winkerträchtig sind.

Es war auch sonst eine 08/15-Fahrt: Nettes Gequatsche, wenig Besonderheiten, mittelprächtiger Verkehr zur frühen Abendzeit. In den meisten anderen Jobs würde man das „Dienst nach Vorschrift“ nennen.

Umso erstaunter war ich, als wir am Ende vor dem SO36 standen. Während der junge Kerl schnell das Auto verließ, drückte die Dame mir für die 9,40 € Fahrtkosten 15 € hin und meinte wie so viele ganz locker:

„Stimmt so.“

Man sollte Touren besser niemals vor dem Ende bewerten. 🙂

4 Kommentare bis “Wie eine gute Schicht anfängt”

  1. Der wahre Jan sagt:

    Mittelprächtiger Verkehr zur frühen Abendzeit läßt sich mit Trinkgeld halt leichter ertragen… 🙂

  2. […] der Tour mit den spendablen SO36-Besuchern waren 15 Touren ins Land gezogen. Für einen Wochenendtag nicht sonderlich viele, aber sie waren […]

  3. Johannes sagt:

    Du, wenn mir der Taxifahrer sympathisch ist, man sich mit ihm ungezwungen und zivilisiert unterhalten kann und keine 4 Bildschirme im Taxi hängen hat gebe ich persönlich auch gern 4-5€ mehr. Nur wissen die meisten vielleicht nicht warum.

  4. Sash sagt:

    @Johannes:
    Was bei Bewertungskriterien wie der Zahl der Bildschirme auch irgendwie verständlich ist, oder? 😉

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