Mal eben alles neu

Jetzt wo ich ohne festen Tagfahrer bin, ist es doch etwas turbulenter geworden und es wird sich weiterhin einiges ändern. Ich hatte das große Glück, in den letzten Wochen die 72 mit heimnehmen zu können während der paar Tage, in denen ich gefahren bin. Das ist wirklich großes Glück gewesen, denn natürlich lohnt sich so ein Taxi im Zweischichtbetrieb deutlich mehr für die Firma. Es ging halt, weil die 72 eher etwas überschüssig war, und sie auch wenn sie an der Firma stand wurde sie kaum gefahren. Aber nun ist sie ja weg.

(Und an alle, die das immer schon wissen wollten: Ja, sie geht über einen weiteren Händler irgendwo nach Afrika.)

Das Problem ist jetzt, dass nur recht wenige Fahrer aus der Firma hier im Nordosten wohnen und tagsüber fahren, mit denen ich mir also wie mit Harald sehr bequem ein Auto teilen kann. Die sind alle schon in festen Teams, haben andere Arbeitszeiten oder es klappt aus anderen Gründen nicht.

Mir ein Auto für vier Tage mitzugeben, obwohl ich nur drei arbeite (Donnerstag und Sonntag eher eine halbe Schicht), erschwert die Sache für meine Chefs noch mehr. Denn wenn deswegen z.B. dank einer Panne für einen Tagfahrer, der das doppelte an Umsatz einfährt, weil er sich 10 Stunden auf die Straße schmeißt, kein Auto verfügbar ist, ist das blöd. Da kann ich auch einfach nicht so egozentrisch sein, dass mir das egal ist. Deswegen hab ich von mir aus – ich hatte das schon lange als Planspiel im Kopf – meine Arbeitszeit um einen weiteren Tag verkürzt. Auf die Stundenzahl trifft das natürlich nicht zu, ich arbeite jetzt halt am Donnerstag entsprechend mehr. Unterm Strich muss ich die gleiche Kohle einfahren, es mangelt derzeit sowieso an allen Ecken und Enden – aber mehr als die 25 – 30 Stunden packe ich einfach nicht neben Bücherschreiben, Bloggen, Haushalt und dem glücklicherweise seit über neun Jahren erfolgreichen Versuch, eine vernünftige Beziehung zu führen.

Das wird eine Umstellung, klar, aber das geht. Wie gesagt: In der Summe ändert sich nicht viel. Nach Möglichkeit kann ich das Auto dann trotzdem in den meisten Fällen mitnehmen – mein Chef hat solche Sachen durchaus im Blick. Nur wird es, vor allem am Anfang, natürlich ein paarmal nicht so gut klappen. Der kaputte Sitz der 2925 letztes Wochenende war ein besonders blöder und hoffentlich einzigartiger Fall, aber dass ich mal andere Autos kriegen werde für einen Abend oder so, das wird passieren. Ich weiß jetzt z.B. noch nicht, welches Auto ich heute oder morgen fahren werde. Vielleicht ist die 2925 repariert, vielleicht muss ich ausweichen. Ich bin guter Dinge, werde aber ggf. darüber berichten. 🙂

Bald folgt noch ein Eintrag zum Navi …

6 Kommentare bis “Mal eben alles neu”

  1. Chris sagt:

    Sash, ich habe ernsthaften Respekt vor dir, weil du es schaffst, auch die schwierigsten Probleme relativ gelassen zu sehen und dich mit allem immer irgendwie zu arrangieren. Das ist längst nicht jedem gegeben. Du wärst damit auch ein guter Ostwestfale 😉

  2. Aro sagt:

    Ach schade, dann seh ich dich ja sonntags nicht mehr am O-Bhf. :‘-(

  3. Sash sagt:

    @Chris:
    Ach, gerade geht’s ja fast nur darum, dass ich meine Komfortzone mal verlassen muss. Echte Dramen sehen anders aus. In unserem Gewerbe gibt’s Leute, deren Chefs es scheißegal ist, was die Angestellten wollen und sie am Ende noch über den Tisch ziehen. Dagegen sind so Pannen und Umstellungen doch nicht wirklich schlimm.

    @Aro:
    Dann sehen wir uns vielleicht eher Donnerstags?

  4. […] Wie gestern geschrieben: Es ist gerade ein wenig kompliziert. Für meine Chefs würde ich prima auf die 2925 passen, so ganz reibungslos lief das bisher aber nicht: Der Sitz wollte nicht passen und ein Navi hat die Kiste auch nicht. […]

  5. Aro sagt:

    Nee, Donnerstag ist bei mit Freitag 🙂 So wie auch Freitag. Und Samstag.
    Wenn ich mir das genauer überlege habe ich glatt den Eindruck, Du änderst Deine Arbeitszeiten nur, um mir nicht zu begegnet… 😉

  6. Sash sagt:

    @Aro:
    Mist, ertappt. 😉

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