Was schön daran ist, während man sich als kleiner Taxiblogger auf die erste Million Visits zubewegt: Festzustellen, wo man überall verlinkt wird. Gar nicht mal nur die großen Seiten – was natürlich per se schon immer ein Happenig ist, weil ein Haufen neue Besucher die Folge ist – nein, es ist toll zu sehen, dass man hier und da auf kleinen Blogs mit Links (und meist auch noch sehr netten Worten) bedacht wird.
Deswegen guck ich gerne mal nach, wenn ich Besuche über Seiten erhalte, die mir nichts sagen.
Und manchmal findet man auf diesem Wege auch noch ganz kleine Taxiblogs …
So heute erst. Einen Blog, bei dem das Taxi nur ein Thema ist, eine Seite die noch nicht so ganz zu einem stimmigen Design oder einer ordentlichen Domain gefunden hat. Dafür aber bereits ein paar nette Texte bietet. Und das meine ich ernst. Ihr würdet mir eine große Freude machen, wenn ihr mal fix meinem Link zu DTC-Marzahl folgt, der im Taxi on his way to glory bloggt.
Und wenn mich der Autor hier hören kann: ein RSS-Feed wäre nicht schlecht!
Neun Posts und bei dreien schon übers Trinkgeld gemeckert – sorry, nach Köppen bin ich von solcherlei Blogs geheilt.
Das könnte sicher jemand interessieren:
Bei Booklooker gibt es gerade ein sehr seltenes Buch, leider auch sehr teuer: 79,80 Euro, aber wer bisschen was auf Tasche hat…( Das ist zur Zeit das einzige Angebot dieses Buches , wenn man über ‚Buchhai‘ sucht.)
Und wer nichts auf Tasche hat, es aber dennoch lesen möchte: In den Bibliotheken kann man es über Fernleihe bekommen.
Autor ist Alexander Kareno: ‚Auto Halt! Aufzeichnungen eines Berliner Chauffeurs‘.
Alexander Kareno ist das Pseudonym eines russischen Mathematik-Professors. Nach der Revolution im Jahre 1917 kamen viele bürgerliche und adlige Russen nach Berlin. Auch viele Offiziere, die hatten alle schon einen Führerschein , was damals eher selten war, und viele sind hier für eine Weile als Taxifahrer unterwegs gewesen. Sie waren beliebt bei den Fahrgästen, weil sie ein kultiviertes Benehmen hatten.
@elder taxidriver
Das Meckern über Trinkgelder und kurze Touren scheint ein Hamburger Ding zu sein. Vielleicht gibt es hier insgesamt schlechtere Umsätze? Oder es wird erst recht knapp, weil die Mieten in HH schon länger jenseits von Gut und Böse sind? Oder Hamburger*innen geben wirklich alle weniger?
Ich muss sagen… aufgrund der Hamburger Taxiblogs bin ich schon ein paar Mal ne Strecke gelaufen, obwohl Taxi gerade bequem und finanzierbar gewesen wäre… In Berlin hingegen hätte ich mich getraut eins ranzuwinken. Dabei wäre es ja zusätzlicher Umsatz gewesen.
Sorry, mit Hamburg kenne ich mich nicht aus. Out of Area sozusagen. Gemeckert wird wohl überall, ist ein Zeichen von Wohlbefinden, gemäß dem alten Berliner Spruch: ‚Meckern is wichtich, nett sein kann Jeder‘. (Von Robert Gilbert.)
@Sash: Das ist ne Jimdo-Page. Selbe Technik wie die „Do-It-Yourself-Homepage“ von 1&1. Da sind die Möglichkeiten der Anpassung, was das Design und die Features wie Kommentare, RSS-Feeds usw. anbelangt, nur sehr eingeschränkt vorhanden. Und ein kostenpflichtiger Vertrag mit Jimdo (oder 1&1), um so eine eigene Domain zu haben, ist zugleich übermäßig Teuer im Vergleich mit normalem Webspace, auf dem man sich ein WordPress installieren (lassen) kann.
@Daniel: Wenn Du nicht weißt, wie Du Dir ein WordPress einrichten und/oder anpassen kannst, dann kann ich Dir gerne zu einem Sonderpreis dabei helfen 🙂
@Der IFA:
Ich würde da nicht so hart sein. Ich finde die Trinkgelderwähnungen eigentlich ein schönes Beispiel für augenzwinkernden Umgang damit. Schließlich freuen wir uns alle nicht wirklich drüber, wenn es nix oder sehr wenig gibt.
@elder taxidriver:
Ui, das ist wirklich happig. Aber es klingt sehr interessant.
@Wahlberliner:
Das ist mir schon klar. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Warst Du schon dabei, als ich bei overblog angefangen hab? 😉
@Sash: Vielen Dank! Freue mich, dass dir die Seite gefällt und du sogar ein wenig Werbung dafür machst! 🙂
@Wahlberliner: Richtig, meine Designmöglichkeiten sind begrenzt. Stark begrenzt würde ich sogar behaupten. Aber noch reicht mir das, sodass ich auf dein Angebot vorläufig verzichten werde. Wenn mein Blog nun Dank Sashs Werbung einschlägt, werde ich aber gerne darauf zurück kommen. 🙂
Thema Trinkgeld:
Schade, dass dieser Eindruck entstanden ist. Beim Überfliegen ist mir eine Stelle aufgefallen, bei der ich mich übers Trinkgeld beschwere („mehr geht immer“, zweiter Teil). Das gebe ich zu, da stehe ich zu. Mir ist aber nicht ganz klar, welche zwei weiteren Stellen noch gemeint waren. In „teuer“ und „das war ne Schicht“, Fahrt 2 thematisiere ich zwar auch das Trinkgeld, aber es geht um den beigefügten Spruch und die Begleitumstände, weswegen ich es in den Blog aufgenommen habe. Dass mir dadurch Raffgierigkeit und Undankbarkeit unterstellt wird, finde ich schade!
p.S.: Sind 1,5 bis 2 km lange oder kurze Touren? Das ist bei mir die Standardlänge…
Du thematisierst Trinkgeld in fast allen Posts. 🙂
Die beiden anderen:
Geht das so?
Das war ne Schicht – Fahrt II. Klar, verständlich, dass du dir da einen Spaß draus machst. Aber der letzte Satz ist im Kontext gesehen irgendwie… gnaaaa..
Das stimmt doch gar nicht. Ich habe dir mit keiner Silbe o.g. Punkte unterstellt.
Ich landete irgendwann 2009 beim Torsten auf den Taxi-Blog. Den habe ich komplett durchgelesen. Dann kam Sasch. Den habe ich auch fast komplett durch. Von ihm und vom Sasch habe ich gelernt, dass Trinkgeld ein Kann und kein Muss ist.
http://www.taxi-blog.de/wordpress/kollegen/355/trinkgeld-2/
Dementsprechend werten die Beiden das auch. Das TG ist nicht der zentrale Punkt, wo ich bei dir einen anderen Eindruck gewonnen habe.
Erschwerend kommt hinzu, dass ich auch bei Marco Köppen einige Artikel gelesen habe – der wird streckenweise richtig unverschämt. Da bin ich also schon ein gebranntes Kind. Deswegen kam es zu meiner Reaktion.
Eins noch, und das finde ich ganz wichtig: Lass dir von mir nicht ‚reinreden und schreibe in dem Stil, den du für richtig hälst. Es ist dein Ding. Und es wird immer unzufriedene Typen wie mich geben. Entweder dein Blog wird gelesen oder eben nicht. Mich hast du jedenfalls (noch) nicht überzeugt.
Zwischenruf:
Als der Senf noch Mostrich hieß, hieß das Trinkgeld ‚Schmalz‘.
Sashs Blogs haben ja nicht nur Erlebnis -Charakter sondern eben auch Protokoll-Charakter. Und da gehört das Trinkgeld dazu. Beinah hätte ich gesagt. Wie das Amen in der Kirche. Oder wie die Zeitmessung bei Sportlern. Oder auch das Tore zählen. Wie die Ruhepuls-Messung. Es hat hier rituellen Charakter. Weil aber das was er sonst noch so schreibt durchaus lesenswert und wie ich finde, was Besonderes ist, fiel mir das bis jetzt gar nicht weiter auf, schon gar nicht negativ. Kann sein, dass es in anderen Blogs mehr reinhaut, leserisch, erst Recht wenn sie nicht so jut jeschriehm sinn. Es kommt eben nicht nur auf die Anzahl der Erbsen an, die geliefert werden und wieviele es je sind, sondern wie sie schmecken.
Mir ist der Appetit jedenfalls noch nicht vergangen. Im Gegentum.
Ich komme immer über Pharmama zu Dir
@elder taxidriver:
Danke für die lobenden Worte wieder mal. 🙂
Ich muss aber auch anmerken, dass ich beim Trinkgeld tatsächlich relativ radikal aus Kundensicht argumentiere. Negativ erwähne ich das halt wirklich nur, wenn z.B. davor die Ansage eines hohen Bonus für Extraleistungen stand. Viele Kollegen rechnen deutlich mehr mit dem Trinkgeld und finden es dann halt doch nervig, wenn Leute die Erwartungen von wenigstens 10% oder so nicht erfüllen. Aber es liegt halt viel zwischen „Leider gab es auf die 20€-Tour nur 5 Cent“ und „den Fünfziger hab ich dem Geizkragen hinterhergeworfen!“ Und o.g. Kollege war mit seinen Äußerungen ganz ganz definitiv nicht einmal ansatzweise auf Ebene der letzten Variante und kann meinetwegen so übers Trinkgeld weiterschreiben, wie er es bislang getan hat.
@Rena:
Da bist Du nicht die einzige. 🙂