Ungenaue Zielangaben

Im Grunde gibt es nichts, was sich besser auswirkt auf meinen Geldbeutel, als der ein oder andere schlecht orientierte Kunde. Ich fahre ja nach wie vor die kürzeste Strecke bei meinen Touren. Sicher, auf 100 Meter nehme ich das nicht zwingend genau, wenn es eine längere Fahrt ist, die Bequemlichkeit spielt insbesondere bei mancher Kopfsteinpflaster-Abkürzung auch mal eine Rolle. Aber ich bemühe mich. Im Zweifelsfall nehme ich halt das Navi.

Unter den Fahrgästen gibt es aber immer wieder welche, die es mit der Zielansage nicht so genau nehmen und nur so ungefähr einen Stadtteil, einen Kiez oder eine Straße nennen, großzügig garniert mit einem „Das zeig ich ihnen, kein Problem!“. Das führt mitunter zu allem anderen als der kürzesten Route. Vom vergangenen Wochenende habe ich gleich zwei anzubieten:

Nicht ganz so eindeutig (da die Oberbaumbrücke gesperrt ist), aber immer noch eine Erwähnung wert ist auch folgende Strecke, bei der ich durchaus noch einiges hätte rausholen können, wäre als Zielpunkt nicht nur etwas grob „Treptow“ benannt worden:

Ich werde natürlich den Teufel tun und mich darüber beschweren. Ein bisschen amüsiert aber hinterlässt mich das stets … 🙂

7 Kommentare bis “Ungenaue Zielangaben”

  1. Löchpatsche sagt:

    Sag mal ist da überall 50?
    Wenn ja bist du zu schnell gefahren!
    😉 Nicht das das einer sieht 😉

  2. Jens sagt:

    Das erste ist offensichtlich, aber beim zweiten merk‘ ich, dass mir das geschulte Taxifahrerauge abgeht. 🙂

    Ich seh‘ nur, dass man am Schluss ein bisschen hätte abkürzen können (Karl-Kunger, Wildenbruch, Harzer). Ist das alles und macht das wirklich so viel aus, oder überseh‘ ich noch was größeres?

  3. Chris sagt:

    Die Ungenauigkeit hat mir gestern den Umsatz gerettet 🙂

    Der Kunde wollte mir nicht sagen wohin er will, nur die Richtung!
    Nach ca. 10km erwähnte er dann doch,eher aus Versehen, endlich das Fahrziel, welches direkt hinter uns lag!

    Solchen Fahrgästen kann man nicht helfen!

    Zumindest eine umsatzstarke Tour 🙂

  4. Sash sagt:

    @Löchpatsche:
    Naja, die Angaben sind mit Vorsicht zu genießen (obwohl ich die 58 km/h nicht ernsthaft ausschließen will). Laut dem Tracker liegt die Höchstgeschwindigkeit bei fast jeder Schicht bei über 400 km/h. Da spätestens dürfte die Gerichtsverwertbarkeit etwas leiden … 😉

    @Jens:
    2 Brücken sind das Geheimnis. Erst am Anfang die Schillingbrücke nehmen und dann unten über die Glogauer. Gibt selten Sinn, in dem Fall allerdings schon. Deswegen fand ich die Tour so klassisch. In dem einen Fall hätte sich der andere Weg mal gelohnt …

    @Chris:
    Ja, das ist schön. Ich hatte auch mal einen Winker, der mich am Hermannplatz angehalten hat und „immer geradeaus“ wollte. Ich hab dann mal weitergefragt und während ich fast am Kottbusser Tor war, lässt er fallen, dass wir „einfach erstmal nach Süden“ müssten. Der hat sich anschließend beschwert, dass der Hermannplatz „zu symmetrisch“ sei, weil er da immer durcheinanderkommt 🙂

  5. der Schwob sagt:

    Aha Sash, jetzt ist es also raus….1925 ist die PS Angabe an deinem Auto und nicht das Kennzeichen…
    Also du bist ja schon viel gefahren von Yeti´s über Eisbären bishin zu Leoparden….aber eine Ariane 5 finde ich für die Kundschaft doch etwas zu heftig!

  6. Alex sagt:

    Also eigentlich sind die Durchschnittsgeschwindigkeiten für Ostberlin eigentlich eher unterdurchschnittlich. Tagsüber sind 21 – 23 km/h typisch, nachts um die 30 km/h. Da ist Sash eigentlich viel zu langsam unterwegs gewesen 😉

  7. Sash sagt:

    @der Schwob:
    Pssst! 😉

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