Kleiner Hinweis in eigener Sache

oder: Warum man mich auf dem Handy gerade nicht erreicht

Ich habe das Kunststück fertig gebracht, meinen Handyvertrag zu kündigen und es zu verpennen, mir rechtzeitig einen neuen zuzulegen. Bei Facebook und Twitter haben alle meine Follower darüber schon lachen dürfen, der Rest von Euch darf das jetzt hier. Falls also irgendwer mich in den nächsten Tagen erreichen will, dann muss er das über andere Wege tun. ich hab vorübergehend eine Prepaid-Karte drin, und wenn ich die Nummer jetzt rausgebe, dann wird die Verwirrung doch bloß zu groß.

Meine alte Nummer bleibt, allerdings ist sie erst ab (voraussichtlich) 2. Juli wieder freigeschaltet. Bis dahin bin ich über Blogs, Mail, Twitter und Facebook zu erreichen. Ist ja nun nicht so wenig Auswahl.

Wer wissen möchte, wie ich das alles im Detail versemmelt hab und was dabei noch so alles passiert ist, der kann das auf meinem privaten Blog nachlesen:

Teil 1, Teil 2, Teil 3

 

Feiern bis man alt wird

Das würden wir wohl alle gerne. Und wenn man dann alt ist, war es entweder zu viel oder zu wenig, schon klar. Eine Kundin von mir, ungefähr 80 Jahre alt, fand Feiern gut. So lange man das noch kann.

Und deswegen hab ich das auch drüben auf der Seite meiner Chefs angesprochen. Am 1. Juli um 18.30 Uhr wird dort wieder einmal der Grill im Hinterhof angeschmissen. Also sozusagen eine Party. Ich freue mich darauf und werde da sein. Bei Bedarf signiere ich vor Ort auch ausgedruckte Texte, Eure Unterwäsche, was immer ihr wollt.

Vor allem aber würde ich mich freuen, wenn niemand vergisst, was meine Kundin gesagt hat:

„Feiert so lange ihr noch jung seid!“

Fahrtenklau (2)

Ein paar Tage länger her als der Fahrtenklau jetzt ist eine Geschichte, die am NH Hotel Alexanderplatz (das bekanntlich alles andere als am Alexanderplatz liegt) stattfand. Ansonsten war sie eigentlich vergleichbar.

Ich fahre an dem Hotel vorbei und werfe mehr zufällig einen Blick auf die Hotel-Vorfahrt. Schüchtern scheint dort jemand zu winken. Ich überlege, es zu ignorieren, schließlich bin ich eigentlich auf dem Heimweg. Dann überlege ich es mir (reichlich spät) doch anders, bremse und fahre in die zweite Auffahrt, um von dort aus zum Fahrgast zu gelangen. Der kommt schon auf mich zu, ein freundlicher Anzugträger mit nervösem Lächeln im Gesicht.  Seine schlohweißen Haare wehen im Wind, als er sich ins Auto beugt und meint:

„Ach, eigentlich hatte ich ja bestellt …“

„Wie lange warten Sie denn schon?“

„Naja …“

sagt er und setzt sich.

„Das sind jetzt so fünf Minuten. Und es hieß, das Taxi komme in vier …“

In dem Moment kam mir ein Kollege entgegen. Vorschriftsmäßig war an seiner E-Klasse die Fackel ausgeschaltet. Der Verdacht, er sei der Fahrer mit Auftrag, lag nahe.

„Na, dann wird das dort der Kollege sein, oder?“

„Ja, kann sein.“

„Dann würde ich sie bitten, doch kurz das Auto zu wechseln. Er freut sich sicher.“

„Meinen Sie? Soll ich wirklich?“

„Ganz bestimmt. Es wäre nicht nett, wenn ich ihm die Tour klaue.“

„Verstehe. Einen schönen Tag noch. Und: Danke, dass Sie angehalten haben!“

Und ich hatte immerhin wie geplant Feierabend. Zwischenrein hat der Kunde noch gesagt, dass er gerne zum Alex möchte. Wäre also eh keine weite Fahrt gewesen. Und der Blick des Kollegen, als ich den Fahrgast weitergereicht habe, war die vielleicht 3,50 € Verdienst absolut wert. Auch er hatte nicht mit sowas gerechnet, das sah man ihm DEUTLICH an. Ich bin aber schnell weiter, Feierabend und so.

Mal abgesehen von diesen beiden Erlebnissen hatte ich das aber auch schon andersrum: Dass mir ein Fahrtenklau vorgeworfen wurde, den ich gar nicht begangen hab

Fahrtenklau

Es ist scheiße, Kollegen Fahrten zu klauen. Da stehen die vielleicht am Stand, warten ewig – und wenn sie sich auf den Weg zum Kunden machen, sammelt sie ein anderer Taxifahrer ein, der gerade zufällig vorbeikommt. Schwierig wird die Sache durch die Kunden. Die einen sind super ungeduldig und winken einfach den nächsten ran, andere denken aber auch, dass das ihr Taxi sein könnte und wollen auf sich aufmerksam machen.

So war es auch in diesem Fall. Unweit des Sisyphos stand eine Vierergruppe leicht verplanter Leute an der Straße und winkte mich heran. Ich hielt und wurde, während der erste bereits einstieg, mit den Worten begrüßt:

„Schön, dass sie da sind. Wir haben schon gedacht, sie kommen nicht me…“

In dem Moment ertönte wildes Hupen von der anderen Straßenseite. Ein anderes Taxi, höchstwahrscheinlich das bestellte. Ich wollte meinen erstaunten Kunden gerade nahelegen, dann doch das bestellte Taxi zu nehmen, da ich nicht derjenige sei, aber das war, nun ja, nicht möglich.

Der Kollege nämlich brach seinen Wendevorgang umgehend ab und raste mit quietschenden Reifen und ohne das Hupen einzustellen, einfach weiter in Richtung Schöneweide davon. Ich kann jetzt nicht behaupten, dass ich mich über diese mehr als 20 € Umsatz bringende Tour beschweren will – aber ich geb sie normalerweise gerne dem Kollegen, dem sie eigentlich zusteht. Wir müssen alle unser Geld verdienen, nicht wahr?

Merke, liebe Kollegen: Is‘ nich‘ immer so klug, den anderen Taxifahrer erstmal für ein Arschloch zu halten! Mal kurz nachfragen kann man durchaus probieren. Im besten Fall können dann sogar die Anwohner weiterschlafen, weil man nicht wie blöd durch die Gegend hupen muss …

(Ich weiß, dass das viele Fahrer nicht juckt und sich die Tour nie wieder entreißen lassen würden. Aber ja, manchmal sind es auch einfach nur Missverständnisse.)

Schichtzusammenfassung

Nee, was schön!

Mal wieder eine richtig arbeitsreiche Schicht gehabt. Und irgendwie hab ich das sogar hingekriegt, ohne das Vergessen meines Deos bei höheren Temperaturen langfristig zu bereuen. Zugegeben: Lang war die Schicht nicht. Neuneinhalb Stunden passgenau, davon sind aber inklusive An- und Abfahrt fast anderthalb zugunsten der Abenteuer draufgegangen, die das kleine 1925chen heute im umsatzfreien Betriebsmodus erlebt hat.

Es lief alles ganz normal, die ein oder andere Fahrt schafft es die nächsten Tage hier zu GNIT, keine Sorge … 🙂

Was auffiel, war das Trinkgeld. Das war allerunterste Grenze dessen, was gemeinhin so normal ist bei mir. Nicht, dass ich ernstlich unzufrieden gewesen wäre – auch wenn einige in letzter Zeit offenbar den Eindruck hatten – es war eben einfach statistisch auffällig. Aber, und das möchte ich inbesondere an die Kollegen loswerden, die sich tatsächlich ärgern über wenig Trinkgeld:

Es gleicht sich alles aus!

In dieser Schicht war es aber bis zum Ende knapp, ganz ehrlich. Trotz ein oder zwei sehr guten Tips wollte der Prozentsatz nicht über die magischen 10,00 springen. Menno! Dann die letzte Tour:

Winker. Und seit der letzten Kundin hatte ich noch keinen Kil … ach, nicht einmal 500 Meter hatte ich seit da zurückgelegt. Aber ich war auch schon müde und in mir reifte langsam – aber mit Nachdruck – die Überlegung, trotz der frühen Uhrzeit Schluss zu machen …

Was passierte? Zwei Leute, zwei Adressen. Beide in Marzahn (Ich konnte das Auto heute mit nach Hause nehmen). Am Ende noch ein sehr nettes Gespräch (Bei dem ich z.B. diese wahnwitzige Tour als Gesprächsthema unterbringen konnte) und 24,60 € auf der Uhr. Und, typisch Gastronomie-Mitarbeiter: Hier haste 30. Ach warte, einen Euro hab ich auch noch so.

BAM! 🙂

Kollegiales

Die mit weitem Abstand besten Taxikunden sind Taxifahrer. Daneben gilt:

Die mit weitem Abstand schlimmsten Taxikunden sind Taxifahrer.

Kommt halt immer drauf an. Ich merke an mir, wie sich die Einstellung zu einer Dienstleistung ändert. Ich fahre definitiv häufiger Taxi als vor meiner Zeit als Fahrer. Schon alleine, weil ich die Preise besser einschätzen kann und das Ganze nicht mehr so unheimlich und fremd ist. Ich gebe auch mehr Trinkgeld, weil ich ja weiß, wie sehr man sich darüber freut. Ich bin darüber hinaus ein wenig gelassener, weil ich weiß, an welchen Punkten der Job manchmal schwieriger als erwartet ist – da will man dann nicht noch der mäkelnde Kunde sein.

Aber: Ich bin auf der anderen Seite auch viel kritischer. Selbst, wenn ich das so gut wie nie wirklich ausspreche. Ich kann mich nur ungenau an die letzten drei Taxifahrten nach Hause erinnern, aber ich weiß verdammt nochmal, dass keiner der Fahrer den wirklich kürzesten Weg gefahren ist. Bei der Fahrt aus der City zu mir geht es da nur um eine Ecke, die macht auf der Uhr auch nur knapp 40 Cent aus, aber ich finde es erstaunlich, dass keiner auf die Idee kam, diese wohlbekannte Abkürzung zu nutzen. Einfach, weil ich es besser weiß. Und das ist irgendwie fast schon belastend. Denn an anderen Ecken kenne ich mich nicht so gut aus und hab das selbe wohl ebenso oft gemacht. Aber man denkt sich: „Falsch. Falsch! FALSCH!!!“

Entsprechend zwiespältig war meine Meinung demnach, als mein Tagfahrer mich gefragt hat, ob ich ihn nicht zum Flughafen fahren würde, wenn er in den Urlaub reist. Zumal er den Job ja noch länger macht und bei Bedarf sicher genug zu meckern hätte. Auf der anderen Seite kenne ich ihn ja – das ist immer gut – und als Gesprächsthema bot sich schon alleine die 1925 an, die von einem Tag auf den anderen plötzlich anfing, Zicken zu machen. So gesehen hab ich’s gern gemacht, ich hätte es auch ohne Bezahlung getan. Ist natürlich der erste Gedanke, wenn man einem Kollegen helfen kann.

(Kleiner Einschub: Das ist immer völlig kurios bei bekannten Kollegen. Als Fahrgast will man immer bezahlen, als Fahrer kein Geld dafür haben. Das artet oft in ziemlich sinnfreie Überredungsversuche in alle Richtungen aus. Aber so ist es halt: Als Kunde zahle ich selbstverständlich – und auch mit Trinkgeld – gerade, wenn ich das Glück hab, einen bekannten Kollegen zu erwischen. Als Fahrer bin ich mit Bekannten einfach nicht so wirklich geschäftlich unterwegs, sondern halb privat, also warum sollte ich Geld verlangen oder auch noch Trinkgeld annehmen? Beides verständlich, nur eben sehr kontraproduktiv.)

Und mein Tagfahrer hatte längst die Taxikosten in seine Reise eingepreist, also hab ich mich nicht gewehrt. Zumal er ja auch Samstag morgens fahren wollte, DIE Zeit schlechthin für guten Umsatz. Da sind 35 € mehr oder weniger schon so eine Sache.

Kurz gesagt: Ich hab es gemacht und es war eine überaus angenehme und problemlose Fahrt – und damit ein gutes Sahnehäubchen auf einer eigentlich schon ganz brauchbaren Schicht. Selbst wenn mein Tagfahrer und ich sicher nicht in allem übereinstimmen – er ist ein netter Kerl und ich kann nur einmal mehr darum bitten, nicht ihm das Leben schwer zu machen, nur weil er das gleiche Auto fährt wie ich.

Ich werde ihn auch auf dem Rückweg abholen – immerhin sind bestellte Touren in Schönefeld ja möglich – und ich freue mich drauf. Auch wenn Taxifahrer die schlimmsten Taxikunden sind. Schließlich sind Taxifahrer auch mit weitem Abstand die besten Kunden im Taxi, wie eingangs erwähnt …

Kauft das Buch!

Wie kam Sash eigentlich zum Taxifahren? Das beschreibt er in seinem ersten eBook "Papa, ich geh zum Zirkus!".

Immer dranbleiben!

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Noch ein Blog?

Kleiner Tipp: Sash hat noch einen zweiten Blog, auf dem es auch gelegentlich was zu lesen gibt.

Was man alles wissen muss …

Als er auf mich zugewackelt ist, wirkte er irgendwie ganz lustig. Ein sehr seltsamer Körperbau. Insgesamt sehr schlank, fast schon schlaksig. Sein Bauch jedoch glich eher einer Kugel. Mit der abstehenden Einsteinfrisur wirkte er ein wenig wie ein Trinkvogel. Seine Kleidung ließ auf kultivierte Mittelschicht schließen, in meinen Gedanken war er umgehend Lehrer, Oberstudienrat oder dergleichen. Er hatte ein Grinsen auf dem Gesicht, zeigte sich sehr nett und zuvorkommend und nannte eine sehr wichtige Ausfallstraße im Südosten Berlins als Ziel.

Na, holla die Waldfee!

Es war nicht die erste Tour über 20 Euro an dem Abend, aber man ist ja dann doch immer irgendwie froh. Ich platzierte an dieser Stelle einen meiner absoluten Standardsprüche:

„Na das kriegen wir hin.“

„Das will ich auch hoffen!“

kam es eher konsterniert aus dem Fond der heute ziemlich klapprigen 1925. Diesen Gesprächsverlauf hatte ich nun geschätzte 200 mal im Taxi, so wird kein Gespräch abgewürgt …

„Ich weiß, alles andere wäre ja auch ein bisschen traurig …“

Werft mir das ruhig vor, aber manipulative Gesprächsführung lernt man im Taxi ziemlich schnell. In dem Fall nehme ich ihm gleichermaßen die Sorgen, bin witzig und biete überdies die Option, das Gespräch auf gute oder schlechte Erfahrungen im Taxi zu lenken. Etwas, das zu guter Letzt wenigstens GNIT immer wieder zu Gute kommt.

„Ach, wenn sie wüssten …“

OK, also schlechte Erfahrungen.

„Was ich hier in Berlin schon erlebt habe …“

Ich kann’s mir denken, jetzt komm auf den Punkt!

„…gerade mit den, ich sag jetzt mal, anatolischen Chauffeuren.“

Ui. So PC, dass er nicht einmal „Türken“ sagen will. „Ich hab ja nix gegen Ausländer, aber …“ versucht jetzt also nochmal höhere Bildungsschichten zu erreichen …

Ich hab’s mir leider immer noch nicht angewöhnen können, da so hart zu sein, wie ich eigentlich sein will. Und nein, nicht, weil ich mich um die paar Euro Umsatz schere. Es wäre mir eine Freude, solche Fahrgäste an einen türkischen oder meinetwegen bulgarischen Fahrer weiterzureichen. Nein, ich hoffe immer wieder auf ein bisschen Einsicht beim ein oder anderen. Und ich kann schließlich von ein paar vorbildlichen Kollegen berichten, deren einziges Manko offenbar ist, dass ihre Hautfarbe nicht ganz dem Geschmack von Leuten trifft, die gerne Betttücher auf dem Kopf tragen und nebenbei Kreuze verbrennen. Man sollte meinen, solch eine Randgruppenmeinung würde irgendwann mal verschwinden.

Mein Fahrgast wollte sich denn auch nicht lange an der Herkunft der Taxifahrer aufhalten und warf schnell ein, dass es bedauerlich sei, wie manche einfach nur noch mit Navi zum Ziel finden. Hmm … vielleicht war er doch Journalist.

Witzig anzumerken ist an dieser Stelle, dass ich (Ich kann zumindest für die letzten drei Generationen meine deutsche Abstammung problemlos nachweisen!) nur deswegen auf das Navi verzichtet habe, weil ich durch die von ihm benannte Straße drei Stunden zuvor das erste Mal seit vielleicht sechs Monaten mal wieder durchgefahren bin.

Er jedenfalls war froh, dass ich mich auskannte. Gott sei Dank! Im Handumdrehen zählte er einen Haufen Straßennamen auf, die zu vergessen in seinen Augen offenbar unverzeihlich war. Ich hab, ganz ehrlich, nicht eine einzige davon im Kopf gehabt. Und da genau liegt das Problem: So ziemlich jeder von uns Fahrern hat Gebiete, in denen er sich besser auskennt als Einheimische. Wo man das Hostel im Hinterhof, den Döner in der Unterführung und den Zahnarzt im zehnten Stock kennt. Weil man da oft ist, weil man zumindest einmal da war. Weil man dort eine besonders beeindruckende Fahrt hin hatte, oder weil zufällig die eigene Mutter dort ums Eck wohnt. Und manches weiß man auch, weil man es mal gelernt hat, auf die Ortskundeprüfung. Aber das ist wohl der kleinste Teil.

Wir müssen unseren Job machen, und wir müssen ihn gut machen. Davon bin ich überzeugt. Immer noch und ohne Einschränkungen. Aber unser Job ist es, Menschen in einer Stadt mit 891 Quadratkilometern Grundfläche, zigtausenden Straßen und hunderttausenden „Objekten“ von A nach B zu bringen. Daran sollten wir im besten Falle nicht ein einziges Mal scheitern. Aber ob wir alles im Kopf haben, von einer Navi-Karte, aus dem Internet, über den Funk von Kollegen zugeflüstert oder (für die ganz mutigen) geraten – das ist am Ende unser Ding.

Das soll nicht so angepisst klingen, wie es vielleicht gerade rüberkommt. Aber macht ihr Euch Gedanken darüber, ob ich – oder die Journalisten eurer Tageszeitung – eine Rechtschreibkontrolle oder vielleicht sogar eine Stimmerkennungssoftware einsetzen, um einen Artikel zu schreiben?

Ich würd mich ja gerne fortbilden, aber ich schreibe nebenher. Und die Kollegen, die nicht schreiben, arbeiten diese Zeit komplett durch. Ich finde es wirklich ehrens- und bewundernswert, wenn Taxifahrer über jede Ecke noch eine Geschichte parat haben. Aber das kostet nunmal enorm viel Zeit.  Soviel unbezahlte Zusatzarbeit ist als Standard vielleicht ein wenig viel verlangt …

Meinen Kunden hab ich mit der Diskussion verschont. Man muss nun wirklich nicht zu jedem Ansatz jedes Argument hervorkramen. Finanziell war die Fahrt am Ende tadellos: Guter Umsatz, gutes Trinkgeld, ich hätte auch einen Lobartikel schreiben können. Auf meiner eigenen Skala landete er allenfalls im unteren Mittelfeld. Er war für mich vielleicht eher sowas wie ein anatolischer Fahrgast mit Navi …