Warum hab ich…

…warum habe ich ihn nicht einfach stehen lassen? Wahrscheinlich weil er kaum mehr stehen konnte. Nein, das wird keine Kotzgeschichte, aber dafür etwas (hoffentlich nicht!!!) sehr typisches…

Er fällt also ins Auto und meint:

„Vollgas!“

„Wohin denn?“

„Einfach Vollgas!“

Na das kann ja heiter werden…

„Also geradeaus?“

„Jjjja!? Hiierlng.“

Um es kurz zu machen: Die Kommunikation fiel schwer. Die Strecke, die er mit mir zu fahren gedachte, war allerdings nur rund 1,5 km lang und beinhaltete genau einen Richtungswechsel. Da war sogar das erträglich. Es ist zwar gar nicht so leicht „glich daaa vorne hinten bei den dem vor dem Ampel nee dahinten weissu weiter vorne neee stopp!“ zu halten, aber irgendwie habe ich auch das hinbekommen.

„Das macht dann 5.30 €.“

Verständnisloser Blick.

„Ich bekomme 5.30 € von ihnen.“

Verständnisloser Gesichtsausdruck, Versuch einer Kommunikation:

„Hmm!?“

In einem aberwitzigen Zeitlupentempo hat er dann seinen Rucksack geöffnet und ist in autistische Wühlversuche versunken. Ich bin ruhig geblieben, und habe meine Geldgier verflucht. Dann fischte er etwas aus seinem Geldbeutel und drückte mir Geld in die Hand: 5 Cent.

„Hm, das sind jetzt 5 Cent… da fehlen aber noch 5,25 €“, hab ich so diplomatisch wie möglich gesagt.

Er versteifte sich wieder in seinen Suchmodus und kramte weitere Münzen hervor. Damit kamen wir auf einen Gesamtbetrag von 2,03 €. Ich wies ihn mit meiner Engelsgeduld darauf hin, dass immer noch mindestens 3 € fehlen würden. Er drückte mir seinen Rucksack in die Hand mit einem Blick, den ich aus meiner Arbeit mit geistig behinderten Menschen kenne. Und das meine ich ernst, und keineswegs herabwürdigend – obwohl mir bewusst ist, dass seine geistige Umnachtung selbstverschuldet war. Er grinste mich auf eine debil-zufriedene Art an, und stieg aus, um zu pinkeln.

Ich hab seinen Rucksack kurz durchgeschaut, und ihn gleich gefragt, ob sein Geldbeutel etwa da drin sei.

„Hmmm!?“

OK, also Rucksack durchwühlt… aber nix gefunden. Super!

„Also, was machen wir jetzt? Hier fehlen noch mindestens drei Euro!“

„Hmm… l.. ll.. lllogger bleim!“

„Keine Sorge. Ich bin ziemlich locker. Aber ich mach das hier nicht nur aus Spaß an der Freude, sondern ich verdiene so mein Geld. Und wenn das Endergebnis dann „Ich kann leider kein Geld finden“ ist, dann ist das eben nicht so sonderlich erheiternd!“

„Lllogger… du weissss janich, ob der anne.. re nich nur Schbasss macht!“

„Und, war das ein Spaß?“

„Weissich nich.“

Nach dieser erschöpfenden Auskunft starrte er aus dem Fenster und schien auf eine Antwort von da draussen zu warten. Ich holte ihn wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und meinte:

„Sie sollten das aber wissen! Wir sind hier nämlich die einzigen beiden, und ich weiss es nicht!“

„Hmm?“

Der zu dieser Aussage zugehörige Blick war dermaßen dämlich, dass ich mir wirklich überlegt habe, ob ich ihn nicht fotografieren sollte. Stattdessen habe ich gefragt:

„Und? Was nun?“

„Kmmml mt rüüübr!“

„Haben sie noch Geld in der Wohnung?“

„Geld???“

„Ja, Geld! Sie schulden mir noch 5,30 €!“

Bevor mich jemand fragt: Ich hab permanent darüber nachgedacht, ob ich nicht einfach mit den 2,03 € abzischen sollte. Ob es das wirklich wert wäre. Aber ich hab mir gedacht, dass ich ihn so nicht davonkommen lasse. Ich bin also mit ihm rüber gekommen und dieses Rüber war glücklicherweise eine Sparkasse. Tasche nach der Karte durchsuchen überspringe ich mal ganz dezent und bleibe gleich bei der PIN hängen. Er hat meine Warnung, dass PIN’s im Allgemeinen und bei der Berliner Sparkasse im Besonderen keine 7 Ziffern haben, natürlich ignorieren müssen. Also habe ich gefragt, ob ich behilflich sein könnte.

Seinem Blick nach war immerhin sein Verständnis von Datenschutz noch recht ausgeprägt.

Naja, er hat Geld bekommen und war trotz allgemeiner Debilität auch gewillt, zu zahlen.

„Was krissn vmir?“

„Mindestens 5,30 €, obwohl ich eingedenk der Tatsache, dass wir hier jetzt seit einer Viertelstunde rummachen, gerne mehr verlangen würde…“

„Wieviel?“

„5,30 €!!!“

Er streckt mir einen Zehner hin und meint:

„Machse fünff!“

„Nein! Ich werde nicht fünf machen! Sie schulden mir 5,30 €!“

…und für den seelischen Schaden locker nen Zehner obenauf!

„Dann machse vier!“

Ich hab das als „Gib mir 4 € zurück“ interpretiert und war heilfroh, als ich den Kerl los war. Besoffen ist ja schön und gut – ich nehm auch meistens nur ein Taxi, wenn ich schon einen gelötet hab – aber ein Mindestmaß an Koordinationsfähigkeit und Einschätzungsvermögen sollte doch eigentlich schon dazugehören…

Seltsamer Freitag

So, so langsam wird es eine absurde Serie. Das war nun der dritte Tag in Folge, an dem ich zwischen 135,90 € und 136,50 € eingefahren hab. Bei Arbeitszeiten zwischen 8,75 und 11,00 Stunden wohlbemerkt. Gestern war aber sowohl der Verlauf, als auch die Kundschaft teilweise erwähnenswert.

Begonnen hat alles mit einer Kurzstrecke noch vor dem Aufschlagen am Ostbahnhof. Ein Punk, der zu spät zur Arbeit kam – ein zeitloser Klassiker, wenn man die Uhrzeit (20 Uhr etwa) beachtet. Fast noch besser war die Kommunikation zum Ende:

„Sorry wegen Trinkgeld, aber ich brauch die Einsfünfzich. Ich hoffe, die anderen geben reichlich!“

Die nächsten vier Stunden waren geprägt von enormer Lethargie. Ich hab bis 0 Uhr zwar 5 Fahrten zusammengekriegt – aber mit 29,90 € Umsatz kann man das als völligen Fehlschlag werten. Insbesondere für einen Freitag.

Einsamer Höhepunkt war eine von mehreren kurzen Strecken so um die 6 €, als eine Frau meinte:

„Ich hoffe, ich habe das noch klein. Sonst hab ich das nur sehr groß.“

„Wie groß denn?“

„Naja, es ist grün…“

Ich bin wirklich kein Spielverderber beim Wechselgeld – aber nach der dritten Fahrt kann wohl kaum ein Fahrer auf einen Hunderter rausgeben – schon gar nicht, ohne danach selbst Pause zum Wechseln einzulegen. Aber gut, sie hatte es noch klein, und bei fast 2 € Trinkgeld will ich mich mal nicht beschweren…

Ach so, dann waren da noch die zwei Leute, die in die xy-Straße „zum beleuchteten Hauseingang“ wollten. Sie waren nicht so nervig, wie sich das anhört, aber: Kann mir mal jemand verraten, wie ich mit dieser Beschreibung in einer ca. 700 m langen Straße voller beleuchteter Straßencafés noch vor der Dämmerung bei tiefstehender Sonne einen erleuchteten Hauseingang hätte finden sollen – der zudem (Trommelwirbel!) UNBELEUCHTET war? Ist Taxifahren soo langweilig, dass man es mit einer Schnitzeljagd kombinieren muss?

Mir ist zudem zu Ende des Kalendertages richtig schlecht geworden, sodass ich mich zu einer Stunde Pause genötigt sah. Um ziemlich genau 1.00 Uhr bin ich in Marzahn dann gestartet.

Um 2.00 Uhr hatte ich dann schon 75 € in der Tasche. 45 € in einer Stunde – meine bisher zweitbeste Stunde überhaupt, seit ich den Job mache.

Geschuldet war der hohe Verdienst natürlich nicht einer kleinen Tour, sondern vor allem den beiden längeren, die ich hatte. So habe ich eine Gruppe von der Warschauer über Biesdorf bis nach Marzahn gefahren, und dann ist mit hundert Meter weiter ein Typ aufgefallen, der mich herangewunken hat.

„Färs mbs Lxnnerplz?“

Das ist kein Tippfehler!

„Alexanderplatz? Aber sehr gerne doch!“

Der Typ hatte ordentlich einen im Tee, aber das war nicht das Verwunderliche. Das Verwunderliche war, dass ich mir sicher bin, dass er auch nüchtern so spricht. Er beherrschte die hohe Kunst, einen Satz nicht nur schnell auszusprechen und dabei zu nuscheln – sondern zum Ausgleich auch noch alle fürs Verständnis wichtigen Silben zu verschlucken. Er hat mich 15 bis 20 Minuten vollgelabert, und ich habe vielleicht ein Viertel verstanden. Gut, ich weiss, dass er gerne trinkt, schwul ist – richtig versaut sogar – und aus einer anderen Stadt kommt. Noch dazu so allerlei belangloses Zeug. Was der in der Schwulenkneipe, in die er noch wollte, noch angestellt hat, will ich besser nicht wissen…

Dann noch ein netter Australier, mit dem die Lösungsfindung, in welchem baxpax-Hostel er abgestiegen ist, gute 5 Minuten in Anspruch nahm. Er vergesse schonmal gelegentlich, wo er untergekommen ist – in London hat er ein Hotel mal nicht mehr gefunden… naja. Ich hab ihn am richtigen Hostel abgesetzt, hatte ein echt nettes Gespräch und hab von ihm mit 3,40 € das höchste Trinkgeld bekommen – von einem Touristen in meinem Alter! Das ist fett!

Ab da war wieder Land’s End. Ich hatte eigentlich gehofft, wenigstens bis 4 Uhr den obligatorischen Hunni (der fürs Wochenende echt mal gar nix ist) voll zu kriegen. Nix da. Um 5.30 Uhr stand ich seit über einer Stunde vor dem Matrix rum und hab mich mit ein paar Jugendlichen ausgetauscht, die der Meinung waren, ich müsste die 10 km bis zu ihrem Heimatplaneten doch auch für 15 € fahren. Schließlich seien sie auf mich angewiesen, und alle meine Kollegen würden das ja auch machen. Bezeichnenderweise hat kein Kollege in der Schlange diese Ansicht geteilt. So sind die drei nach einigem Gefeilsche mit hochgezogenen Nasen von dannen gezogen und waren sichtlich stolz darauf, dass sie nicht auf uns angewiesen sind. Natürlich hat sie irgendein Kollege um die nächste Ecke mitgenommen – aber das soll mir mal egal sein.

Ich hab dann – ein wenig hatte ich ja drauf gehofft – ein zweites Mal eine Bedienstete vom Club gefahren, die mit ihrer halben Fernreise immerhin noch 25 € in meine Kasse gespült hat. Trinkgeld gibt sie zwar wenig, aber immerhin hatte ich mal wieder ein paar Euro Umsatz.

Nach einmal „halblegalem Wenden“ auf der Landsberger Allee habe ich dann noch einen Winker aufgesammelt, der wie schon die Herrschaften aus der xy-Str. auf Rätsel stand:

„Halensee bitte!“

„Wo in Halensee möchten sie denn hin?“

„Ganz oben.“

„Welche Straße denn?“

„Joachim-Friedrich-Str.“

„OK, wo denn da genau? Hausnummer? Oder welche Ecke? Am Ku’damm?“

„Ku’damm ist gut! Halensee halt. Ganz hinten. Johann-Sigismund-Str.“

„Johann-Sigismund-Str.?“

„Ja genau, da muss ich hin!“

„Wo denn da genau?“

„Ja, Ecke Ku’damm ist ok…“

Naja, ich bin ja nur Taxifahrer – es wäre ja auch zu absurd, mir gleich mitzuteilen, wo man hin will…  Ich hab dann um Punkt 7 Uhr heute Morgen Feierabend gemacht und war dementsprechend platt – aber alles in allem hat es dennoch Spaß gemacht. Ergebnis war zwar nicht so toll, aber auch nicht so, dass ich befürchte, nächsten Monat am Hungertuch zu nagen. Der Monat beginnt eigentlich ordentlich…

Vielen Dank… für die Kunden

…vielen Dank, wie lieb von Dir *sing*

Deppen, die sich als Taxifahrer tarnen, sind ja leider oft zu finden. Ist ja nicht das erste Mal, dass ich es anspreche. Heute habe ich einen guten Teil meiner Einnahmen ausgerechnet einem Kollegen zu verdanken, der mit so abenteuerlicher Penetranz nach Umsatzeinbußen geschrieen hat, dass er sie prompt bekam.

Im Laufe einer Dreiviertelstunde habe ich mich durch die Warteschlange am Ostbahnhof gekämpft. Da stand ich nun, als Zweiter. Den Fahrer vor mir beschäftigt ein Bahn-Zugbegleiter. Das sind häufige Fahrgäste, und wie neulich erwähnt nicht bei allen gern gesehen, weil sie immer mit Coupons von der Bahn bezahlen. Ich habe dann auf jeden Fall sehen können, wie der Fahrer die Coupons argwöhnisch begutachtet, sich über den (zugegeben nicht ganz perfekten) Stempel beschwert, und dann die Coupons an sich nimmt. DIE CouponS. Mehrzahl. Der Fahrgast moniert, er bräuchte den zweiten aber noch für die Rückfahrt, woraufhin der Fahrer irgendwas im Sinne von „Stell dich nicht so an, du!“ sagt. Protestierenderweise hat sich der Fahrgast beide Gutscheine zurückerobert und hat dann sein Gepäck aus dem Kofferraum geholt. Der Fahrer meinte noch zu ihm: „Bist aber auch ne ziemliche Zimtzicke!“

War eine hervorragende 15€-Tour mit einem übrigens sehr netten und gar nicht anstrengenden Fahrgast für mich. Aber damit nicht genug! Während der Fahrt hat er mich gleich gefragt, wie es mit der Rückfahrt aussehen würde. Er reise um 4 Uhr bereits wieder ab. Also habe ich mit ihm noch die Rückfahrt fest vereinbart auf 4.20 Uhr vom Hotel wieder zurück zum Bahnhof. Ist zwar um die Zeit noch genug los, aber so eine Fahrt sicher zu haben, dazu noch mit einem Zielpunkt im Radius von 800m ums Berghain ist super.

Das war schon klasse. Richtig gut war es dann aber, als ich ihn am Hotel abgesetzt habe, und mir gleich dort noch 3 Leute ins Auto sprangen, die zur Kulturbrauerei wollten. Das ist sogar noch ein Stückchen weiter. Insgesamt habe ich also fast 50 € Umsatz gemacht, über den sich mein unfreundlicher Kollege jetzt nicht freuen kann. Insbesondere da das alles zeitlich gut gepasst hat, glaube ich nicht, dass er in der selben Zeit ähnlichen Umsatz gemacht hat.

Aber ohne furioses Finale wäre das ja immer noch nichts. Ich habe dem Bahn-Menschen also versucht, zu beweisen, dass es auch vernünftige Taxifahrer in der Hauptstadt gibt. Dann hole ich ihn morgens am Hotel ab. Vor mir stehen noch zwei Kollegen. Mein Fahrgast kommt raus, begrüßt mich und will einsteigen. Da kommt dann gleich der erste in der Reihe an und will ihn zwingen, bei ihm einzusteigen. Ich erkläre kurz, dass ich vorbestellt bin, woraufhin er nicht etwa klein bei gibt, sondern meint: „Ich auch!“

„Schön für dich“, denke ich mir – aber nicht von diesem Kunden. Der Kollege wartete sogar auf jemanden vom selben Zug, aber das ändert ja nichts daran, dass ich das mit meinem Kunden persönlich ausgemacht habe, dass wir uns hier treffen. So richtig akzeptieren wollte er nicht einmal, dass es – zumindest von meinem Fahrgast – gar keine Funkvorbestellung gab, auf die er sich berufen hat.

Wir sind dann einfach eingestiegen und losgefahren.

Würde mich nicht einmal wundern, wenn ich jetzt noch irgendwo angeschwärzt werden würde, weil ich dem Kollegen eine Fahrt geklaut habe… aber sei es drum. Ich will ja eigentlich gar nicht so genau wissen, wie solche Leute es schaffen, diesen Beruf zum Stress zu machen…

Drogen…

Da lief die Schicht gerade so schlecht. Ich wollte schon das Auto eine Stunde vor Feierabend abstellen und mich hier im Blog beschweren, wie scheiße die Welt  da draussen ist. Ich habe eine Halte passiert, die um 5 Uhr gefälligst leer zu sein hat, es aber nicht war. Keine hundert Meter weiter winkt eine Gestalt.

Mit Winken ist hier das Ganzkörperwinken gemeint, das gemeinhin ab einem Pegel von 2 Promille aufwärts unter ausgewählten Individuen auftritt. Der Winker meint, er bewege die erhobene Hand, wobei diese eigentlich recht ruhig bleibt, und der Rest des Körpers schwingt beachtlich. Achtet mal drauf, das gibt es echt öfter!

„Willelmsru Härdrschrase!“

„In die Herzstr. nach Wilhelmsruh?“

„Ja, Härdschrase, saichdoch! Willmsruuu!“

Hat mir erstmal gar nichts gesagt. Wilhelmsruh schon, aber man könnte es jetzt vergleichen mit einem Anhalter, der am Ortsausgang München einsteigt, und als Fahrtziel Sprockhövel-Gennebreck angibt. Kann man wissen, muss man aber nicht. Ich hab also nachgefragt:

„Wie schreibt man die denn, ich würde die gerne ins Navi…“

„Härdschrase…“

„Mit tz oder…?“

„Nää, wies Härds!“

„Ich finde hier aber nur eine „Hertzstr. mit tz in Wilhelmsruh“

„Näh, Herdschrasee!“

Da war mir klar: Entweder stimmt die Straße, oder wir sind sowieso in der falschen Stadt – und da könnte ich auch nichts dran ändern. Die erste Kreuzung (noch bevor das Navi einsatzbereit war) bin ich erstmal falsch abgebogen. Nicht schlimm, nur ein kleiner Umweg, und im Nachhinein betrachtet goldrichtig, da er noch an einer Tanke vorbei wollte, und dort eine war.

Nach dem kleinen Zwischenstopp – bei dem er immerhin nur Essen und keinen Alk mehr gekauft hat – vernahm ich von der Rückbank Schmatzgeräusche, wie man sie aus Tierfilmen kennt, die Löwen beim Gemeinschaftsverzehr von Antilopen zeigen.

„Naja, zufriedener Kunde – guter Kunde!“

…dachte ich so bei mir und bin einfach mal dem Navi nach Wilhelmsruh gefolgt. Ich war ja durchaus schon in Wilhelmsruh, allerdings noch nicht als Taxifahrer, sondern nur bei meinem „erheiternden“ Ausflug in die Zeitarbeit letztes Jahr. Die Hertzstr. geht direkt von der Hauptstr. ab, und so hielt ich an der Ecke, und fragte, in welche Richtung, ich denn jetzt in die Hertzstr. abbiegen müsste. Die Antwort war so vorhersehbar wie unnütz:

„Härdschrase, Willmsru!“

„Ja, da sind wir jetzt. Ich wollte nur wissen, wohin genau. Haben sie eine Nummer?“

„Nee, nur Hausnummer…“

„Ja super, und wie…“

„Fahr einfach mal…“ – und zeigte nach rechts.

Ich fuhr in die Straße und folgte dem Verlauf, immer darauf bedacht, ihn daran zu erinnern, dass wir bereits „am Ziel“ sind. Er sagte daraufhin etwas grob verwirrendes:

„Ja, mit Härdschrase könn wir jetz auch nich punkten!“

„Wie bitte?“

„Ich satte: Wir könn nich punkten mit Härdschrase!“

„Wo wir gerade dabei sind: Die Straße endet hier, soll ich doch in die andere Richtung fahren?“

„Jaja, fahr du mal!“

„Haben sie nicht wenigstens eine Hausnummer?“

„Da mussich mal telefoniern!“

Ich bin also mal rechts rangefahren, und während er eine Nummer wählt, wirft er plötzlich ein:

„Pestalozzistr. kannste mal eingeben!“

„Ähm, das ist dann aber ganz andere Ecke, oder?“

„Nee, gib mal ein!“

„Also Pestalozzistr.?“

„Nee, Härdschrase, Willemsru!“

„Aber da sind wir doch gerade. In der Hertzstr. in Wilhelmsruh!“

„Wir sinn? Ja, das is ja hier, merk ich grad! Was muss ich löhnen?“

Ich glaube, jede der drei oder fünf Pestalozzistraßen hätte die Tour noch mal um 5 € ergiebiger gemacht. Aber irgendwie war ich dann doch froh, heimfahren zu können…

Russen-Disco!

Steigen am Berghain drei Leute ein. Schon von der Besetzung her hätte mir klar sein sollen, dass das nicht gerade eine normale Fahrt wird. Die Protagonisten neben mir:

Dame 1, im Folgenden D1 genannt: Ende 20, blond, unauffällig

Dame 2, im Folgenden D2 genannt: Mitte 30, etwas verlebtes Gesicht, auffallend alkoholisiert, eher freizügig bekleidet

Herr 3, im Folgenden H3 genannt: Mindestens 50, ebenso alkoholisiert und Anzugträger

Gut gelaunt sind sie eingestiegen und haben als Fahrtziel „die Russen-Disco“ genannt. Sagte mir erstmal nichts. Auch als sie dann sagten, sie meinten das „CCCP“ am Rosenthaler Platz, wusste ich es nicht so recht, aber wie ich zum Rosenthaler komme, weiss ich ja. Nach ungefähr dreieinhalb Sekunden habe ich mich davon überzeugen können, dass die Manieren der drei nicht… sagen wir mal: der Norm entsprechen.

„Schmeiß mal die Scheiß-Sitzheizung an!“, tönte H3.

„Heh, des heisst „Muschi-Heizung“!“, korrigierte D2 ihn brüllend.

Sie fing dann auch gleich an zu reden:

„Geil, du hast’n CD-Player! Kannste des mal reinmachen!? Jetzt gibt’s hier mal echt geile Mucke! Mach mal lauter. Noch lauter. Nee, noch’n bisschen. Noch mehr. Dreh doch mal voll auf…“

Und ich hab tatsächlich nach jeder Bitte lauter gemacht. Hab ja nichts gegen Musik. Nicht mal gegen Elektro. Wie ich irgendwo schon einmal erwähnte: Für fünf Minuten kann ich mir alles antun!

Nun aber ging es los: Die ganze Fahrt über diskutierten sie nur darüber, wo sie nicht stattdessen hingehen könnten. Das Fahrtziel wurde mehrmals verschoben, aber immer wieder gleich korrigiert. Dank der Musik funktionierte das natürlich auch nur brüllenderweise. Irgendwann sprang dann die CD, wofür angeblich auch nur der Player was konnte, und selbst nach der Entnahme der Digitalscheibe und deren Begutachtung war klar, dass die natürlich vorher nicht so verkratzt war. Immerhin forderte niemand Schadensersatz, und wir stiegen um auf Radio in Lautstärke 10,5 (von 10). Der verstörendste Moment war dann zweifelsohne der, als es darum ging, ob sie jetzt in das Café oder die Disco wollen, und H3 sich lautstark für die Disco aussprach.

Daraufhin sprach D1 nämlich relativ leise jene Worte, die kein Mann jemals nicht verstanden hat – selbst wenn es sich um ein Flüstergespräch im Innern einer Flugzeugturbine bei Höchstlast handelt:

„Schade, ich wollte heute eigentlich noch ficken…“

Ob ihr’s glaubt oder nicht: Sowas ist nicht einmal sonderlich ungewöhnlich im Taxi. Verstörend wurde es in dem Moment, als ich daraufhin in den Rückspiegel gesehen habe, und in zwei schmachtende Augen blickte, die MICH fixierten. Warum passiert einem sowas eigentlich nur, wenn man gerade eine Beziehung führt, die man für nichts aufgeben würde? Hätte die nicht 4 Jahre vorher kommen können?

Ich hab dann total männlich darauf reagiert, und für den Rest der Fahrt nicht mehr in den Rückspiegel geschaut…

Sie sind dann schließlich an der „Russen-Disco“ ausgestiegen, und ich bekam immerhin über zwei Euro Trinkgeld. Aber von ihm – nicht, dass ihr jetzt denkt…

14,40€/km – Tarifwahnsinn in Berlin!

Boah, ist das eine Bild-mäßige Überschrift! *stolzbin*

Nachdem ich gerade die fünfte Taxi-Dialog-Folge online gestellt habe, dachte ich mir, es könne wahrscheinlich niemand verstehen, weswegen mich sowas nicht aufregt. Naja, es war das Ende der Fahrt – und wie die gelaufen ist, das könnt ihr hier nachlesen:

Es war eine kleine Dreiergruppe an Fahrgästen am Ostbahnhof, wahrscheinlich Polen. Der Sprache nach irgendwas östliches, so gut kenne ich mich da nicht aus. Naja, sie waren also zu einem Techno-Event da. Westbam ist unter anderem am Start gewesen – der sagt ja sogar mir was. Nur wo? Ganz in der Nähe: Kopenickenstraße – also Köpenicker Str. Und dort in einem Club. Na klasse! Ich hab die Jungs und Mädels aufgeklärt, dass ich neu bin, nicht alles kenne, mir nur zwei Clubs einfallen, ich aber leider nicht wisse, ob einer davon der richtige ist: Tresor und Spindler&Klatt. Gut gelaunt sind sie eingestiegen, und wollten, dass ich sie zum Tresor fahre. Dort angekommen, mit 5,20 € oder so auf der Uhr, stellten sie natürlich fest, dass es der falsche Club ist.

Nummer 112 sollte es sein! Äh, ok! Mein Navi kapiert die Hausnummern an der Köpenicker nicht, es springt immer auf 143. Aber es soll hinter uns liegen. Na klasse, schließlich ist die Köpenicker seit geraumer Zeit just vor dem Tresor in diese Richtung gesperrt. Dann kam nochmal ein klärendes Gespräch mit einem Freund, der offenbar im Club war, und die Hausnummer auf 126 erhöhte. Naja. Meine (mit Tiefenentspannung gesegneten) Fahrgäste wollten erstmal das Spindler&Klatt sehen, ehe sie ernstlich auf den Rat des Freundes hörten. Warum auch immer! Also bin ich mords den Umweg zurück gefahren, quasi am Ostbahnhof vorbei, am Maria, um dann vor einem unbeleuchteten Spindler&Klatt zu stehen. Prima. Waren nun schon um die 10 € auf der Uhr, ich hab das Taxameter bei der nun folgenden Warte- und Überlegungszeit einfach mal zwischenzeitlich gestoppt.

Irgendwann war dann klar: Es geht weiter, wir suchen die 112 – oder 126, wie auch immer! Nächste Straße beim Maria sollte es sein… Köpenicker halt, soweit waren wir vor 20 Minuten schon. Immerhin durfte ich inzwischen auch den vermeintlichen Namen des Clubs wissen: Reifen! Oder Rai-Fen. Oder Rahi-Fehn. Wie auch immer.

Auf dem Weg zum Ziel beschlossen sie, noch einmal Rücksprache zu halten mit irgendwelchen Freunden, und so kam es, dass zwei von ihnen an einer Telefonzelle vor der Köpenicker Str. 127 – 129 ausstiegen, um zu telefonieren. Ca. 1 € später haben war dann endgültig klar, dass es Nummer 126 ist, und somit waren wir eigentlich ja genau da.

Der Club heisst übrigens „relais“, ist saumäßig unauffällig bei Nacht, und höchstens 1 km vom Ostbahnhof entfernt. Die Uhr zeigte 14,40 €. „15! Ist ok!“ haben sie gesagt, bevor das mit der Zeitung kam. Kein Stress, nicht einmal eine verzogene Miene. Immer nur Lachen und freundliches Kopfschütteln ob der obskuren Situation. So sollte es immer sein…

Aber mal im Ernst: Ich bin zwar der Überzeugung, dass man wenigstens wissen sollte, wo man hin will, wenn man ein Taxi nimmt – aber in dem Fall hätte ich wegen Eigenbeteiligung durchaus mit mir reden lassen, was den Preis angeht. Keine Frage! Aber irgendwie waren sie so zufrieden, als sie ausgestiegen sind, da wollte ich ihnen nun wirklich nicht noch dumm kommen 😉

PS: Weswegen das hier auch unter „Nicht so schönes“ eingeordnet ist: Mich stressen solche Fahrten! Wahnsinnig! Nicht, dass ich den Kunden was übelnehmen würde, es ist so ein unbestimmter Stress, nicht die Erwartungen erfüllen zu können, nicht helfen zu können. Vielleicht etwas übertrieben, aber bei mir sehr ausgeprägt…

Kauft das Buch!

Wie kam Sash eigentlich zum Taxifahren? Das beschreibt er in seinem ersten eBook "Papa, ich geh zum Zirkus!".

Immer dranbleiben!

Abonniert doch den RSS-Feed von GNIT. Mehr von Sash gibt es außerdem bei Facebook und bei Twitter.

Noch ein Blog?

Kleiner Tipp: Sash hat noch einen zweiten Blog, auf dem es auch gelegentlich was zu lesen gibt.

DIE Tour heute Nacht…

Die Schicht ist soweit ganz normal verlaufen. Ein bisschen mies zwar, weil Montag, dafür mit guten Trinkgeldern. Um 4 Uhr stand ich bei fast exakt 100 €, und 13 Trinkgeld lagen auch schon bereit. So gegen 5 Uhr wollte ich Feierabend machen. Ich stand vor dem Matrix.

Mein Kunde ist schon einige Zeit vor Fahrtantritt mehr oder minder negativ aufgefallen. Er war ziemlich heftig alkoholisiert, und das äußerte sich nicht nur im Schwanken, sondern auch dadurch, dass er z.B. ständig seine Jacke fallen ließ, und nicht zuletzt dadurch, dass er – offenbar mit seiner Freundin telefonierend – ins Handy schrie, dass er das Handy verloren hätte. Naja. Es gab viele Momente, in denen es aussah, als ginge der Kelch an mir vorrüber, aber nach kurzer Abwesenheit seinerseits war er plötzlich wieder da, etwas nüchterner, und befähigt, die Autotür ohne Beschädigung oder Inanspruchnahme fremder Hilfe zu öffnen.

Er telefonierte ohne Unterlass, ließ sich nur zu einem kurzen

„Stresemannstr. xy“

herab und turtelte und stritt munter weiter. Es war schon einmal beruhigend, dass er seiner Freundin versicherte, er habe genug Geld dabei. Irgendwann war das Telefonat beendet, es waren noch runde anderthalb Kilometer bis zum Ziel, da steckt er mir von hinten einen Fünfer zu und meint, ich solle das nehmen, er steige hier aus. Ich habe abgelehnt, weil

a) ich die Finanzen nicht während des Fahrens klären will

b) wir eh bald da waren

c) das Taxameter bereits 9,00 € anzeigte.

Ich hab ihm gesagt, dass die Fahrt insgesamt so um die 10 bis 11 € kosten würde, und wir dass dann am Ziel klären könnten. Er bestätigte, dass das eine gute Idee ist, und begann, sein Geld zu zählen. Am Ziel angelangt hat er natürlich festgestellt, dass er doch 3 € zu wenig hat. Seine Idee war naheliegend:#

„Ich ruf meine Freundin an.“

Was dann folgte, war etwas absurd. Vor seiner Freundin druckste er etwas herum, was etwa so klang:

„Schaatz, du komm mal runter. Weil die mich nicht gehen lassen wollen. Weil das… das ist wegen, weil ich das nicht zahlen kann!“

Wie auch immer: Freundin weigerte sich, blieb also nur noch eines:

„Dann heben wir was ab!“

Es folgte eine Art Diskussion darüber, wo die nächste Bank wäre, und so weiter. Er versprach mir ständig, zu zahlen, und ich wies ihn darauf hin, dass das Ding (Taxameter) natürlich weiterlaufen würde, wenn wir zur Bank fahren. Inzwischen haben wir immerhin schon 5 Minuten gewartet, ohne dass ich es wieder eingeschaltet hatte. Daraufhin ist er erstmal sauer geworden und hat gemeint:

„Mit so einem Scheiß fang ich gar nicht an. Hier! Dann mit Karte!“

Ich habe ihn kurz und deutlich darüber aufgeklärt, dass ich keinen Kartenleser an Bord habe, wir also wohl oder übel eine Bank suchen müssten. Erstaunlicherweise fand er die Idee dann plötzlich auch wieder total toll. Wo denn jetzt eine Bank sei? Keine Ahnung! Lösung:

„Ich ruf meine Freundin an!“

Dann sagte er mir, ich solle zur Möckernbrücke fahren, zur Post, da wäre die Postbank. OK, ich kann es noch als „meinen Fehler“ abtun, dass ich nicht wusste, wo an der Brücke die Post ist. Einmal über die Brücke gefahren, nach gelben Schildern und so gesucht… nix.

„Ich ruf meine Freundin an!“

Im Verlauf des folgenden Gesprächs durfte ich dann sogar mit der Freundin selbst sprechen, die mir den – vielleicht peinlich unnötigen Tipp „Hochhaus“ gab, an dem das Logo der Postbank (ein paar Meter über Sichthöhe) prangt. Ist ok, ich fahre rüber.

Auf dem Weg meinte mein neuer Lieblingskunde dann:

„Des ist jetzt schon ziemlich arschlochmäßig!“

„Von mir???“

„Ja. Aber macht nix. Von mir auch…“

Aha. Na gut. Die direkte Einfahrt zur Bank habe ich verpasst, ich hab also etwa 50 Meter vom Eingang entfernt parken müssen und wartete darauf, dass er ausstieg. Tat er aber nicht. Er wollte heimgebracht werden. Geld hätte er auch genug. Also habe ich ihm erstmal erklärt, wie wir eigentlich in die derzeitige Situation gekommen sind. Er hat das dann auch verstanden, wollte aber nicht wirklich zur Bank. Also:

„Ich ruf meine Freundin an!“

Die hat jetzt natürlich die Welt gar nicht mehr verstanden, weil er nur sagte, dass er vorbeikommt etc. Er hat sie wieder an mich weitergereicht, und so durfte ich der guten Frau erklären, dass es eigentlich gar kein Problem gibt. Ihr Freund ist einfach nur voll und weiss nicht mehr, was er in der Bank machen soll.

„Der will mich verarschen!“

entfuhr es ihr, aber ich versicherte, dass er einfach nur zu betrunken ist. Dann kam von hinten:

„Ich hab meine Karte nicht dabei!“

„Du hast deine Karte – du hast sie mir vorher zum Bezahlen geben wollen!“

„Hier in diesem Auto?“

„Hier in diesem Auto!“

Also entbrannte auch noch eine Suche nach der Karte – eine vermutlich schwer an vergangenen Entscheidungen zweifelnde Freundin am Telefon inklusive. Immerhin lief das Taxameter dieses Mal weiter. Aber die Karte wurde gefunden, er hatte sich einfach mal spontan draufgesetzt. Und dann torkelte er zur Bank. Natürlich nicht, ohne mir vorher sein gesamtes Hab und Gut als Pfand auszuhändigen. Nicht, dass ich glaubte, er würde mich verarschen wollen – aber ich sah die Möglichkeit als gegeben an, dass er in der Bank vergisst, dass ein Taxi draussen wartet.

Nach ein paar Minuten kam er dann angerannt, und ich dachte mir bei einem Blick aufs Taxameter, er hat hoffentlich nicht nur 10 € geholt, sonst reicht die Kohle wieder nicht…

„Und? Geld bekommen?“

„Ja, zuviel!“

OK, Treffer. Mit der Antwort konnte selbst er noch überraschen. Beim Rückweg bemängelte er noch kurz, ich hätte auch anders fahren können (entgegen einer Einbahnstr. also), aber das war nicht aggressiv. Dann meinte er kurz vor dem Ziel:

„Ich geb dir das jetzt schonmal, ok!?“

Er drückte mir 50 € in die Hand und meinte:

„Das reicht, oder?“

„Ja. Mehr noch!“

„Ich hab dir was richtig krasses gegeben, oder?“

„Ja, allerdings!“

„50 € – des ist gut, oder?“

„Ja…“

„Stopp, ich steig hier aus! Passt doch, oder? 50 € sind gut, oder?“

„Ja…“

32,10 € Trinkgeld bei einer einzigen Tour. Ich habe innerlich schwer mit mir ringen müssen – aber obwohl ich ihm nicht gerade böse bin wegen der ganzen Geschichte: DEN Anschiss von seiner Freundin, warum er nach der Tour auch noch einem Taxifahrer 30 € schenkt – DEN muss er jetzt eben aushalten!