Aro hat es bereits in einem Kommentar geschrieben, jetzt hat auch die Polizei die Meldung online. Wieder einmal ist ein Taxifahrer in Berlin ausgeraubt worden…
Mir fällt so langsam gar nichts mehr ein, was ich dazu schreiben sollte.
Aro hat es bereits in einem Kommentar geschrieben, jetzt hat auch die Polizei die Meldung online. Wieder einmal ist ein Taxifahrer in Berlin ausgeraubt worden…
Mir fällt so langsam gar nichts mehr ein, was ich dazu schreiben sollte.
Wie üblich als letzter, aber besser spät als nie möchte ich auch noch auf den neuen Blog taxistuttgart.wordpress.com verweisen.
Was soll ich sagen: Eine Fahrerin aus meiner alten Heimat hat mit dem Schreiben begonnen, und die Artikel sind richtig schön lang, lesenswert und außerdem aus Stuttgart. Sollte also einen Klick wert sein!
Außerdem teilt sie in einem wichtigen Punkt meine Meinung: Es heißt DER Blog 😉
Die Berliner Polizei kommt mir entgegen. Aus den zwei Taxiüberfällen der letzten Nacht hat sie nur noch eine Meldung gemacht. Ist von der Sache her nicht besser, aber es spart Zeit…
Nee, im Ernst: Da haben wir es wohl echt mal wieder mit einer miesen Zeit zu tun. Die Täter werden zwar wohl kaum übereinstimmen – aber es häuft sich gerade echt übel 🙁
Was hatten wir in Berlin schon lange nicht mehr? Richtig: Taxi-Überfälle!
Auch heute Nacht wieder zwei neue: Einmal in Steglitz und einmal in Lichterfelde.
Und als ob die Aussicht, der Tageskasse (oder dem, was ein Räuber dafür hält) beraubt zu werden, nicht zum Jubilieren ausreicht: Der in Lichterfelde hat ja wohl doppelt und dreifach den Arsch offen: Sich das Taxi bestellen, auch noch das Handy klauen und mir nichts dir nichts mit einer Gasknarre auf den Fahrer schießen…
So scheiße ein Überfall sowieso ist: Das ist ja wirklich nur noch krank!
Jetzt haben offenbar auch die Berliner Taxiräuber erkannt, dass es bei uns kaum was zu holen gibt. Die ungute Konsequenz: Offenbar hat einer gleich zwei Taxifahrer hintereinander überfallen 🙁
Wo meine Kundschaft in der Regel nur durch dumme Sprüche und liebenswerte Anekdoten auffällt, wird es anderswo schon mal handgreiflich. Überfälle gibt es ja schon genug, aber manchmal werden leider auch Meinungsverschiedenheiten im schlechtesten Sinne nonverbal geklärt.
Hier ist mal wieder eine Polizeipressemeldung von vergangener Nacht. Der Fahrgast hat den Fahrer geschlagen und ist dann in eine Pizzeria gegangen. Was immer auch los war, clever ist was anderes. Für die Polizei jedenfalls war er recht leicht zu finden…
Das erinnert mich an einen Kollegen, der neulich am Ostbahnhof nach Zeugen gesucht hat, die ihm bestätigen können, dass sein Fahrgast (der mal kurz zum McDonalds ist) ihm beim Aussteigen gegens Auto getreten hat. 🙁
Mir ist ja bewusst, dass es im und ums Taxi mal zu Streit kommen kann. Aber wenn wir ehrlich sind, geht es selten um mehr als 10 €. Mal ganz im Ernst: Wer prügelt sich wegen so einer Summe?
Naja, und wenn wir schon in der Abteilung Honkologie sind, dann möchte ich auch die Spaßvögel ermahnen, dass ich die Bäckervergleiche hier im Blog nicht mache, damit ab jetzt Bäckereien überfallen werden. Doofe Sache, das.
Peter hat mir folgende Frage zukommen lassen:
Moin Sash,
Mal ne Frage 😀
Bin vorhin mitm Taxi gefahren. die Tour war so 90€, ich gab 100€.
Soweit so bezahlt. Dachte ich. der Fahrer wollte noch mal die selbe summe für
die Rückfahrt haben….
Das ganze endete mit der Polizei und eben Personalienaustausch. Ist sowas normal
oder eher nicht?
ich mein, ich fahre öfters mal längere strecken, aber so etwas passierte mir
heute zum ersten mal.
wäre nett, wenn du mir da mal was aus den „Regeln“ zitieren könntest. Die
Polizei wusste auch nicht so wirklich,
was sie da machen soll 😀
Grüßle,
der Peter
Schöne Fahrt und böses Erwachen… und das mit der Polizei am Ende sollte nicht normal sein 😉
OK, ernsthaft:
Das Zitieren aus den „Regeln“ fällt hier relativ schwer. Die Taxiordnung (zumindest für Berlin) und das PBefG geben für Fahrten aus dem Pflichtfahrgebiet heraus irgendwie nichts konkretes vor. Im §1 der Berliner Taxitarifordnung findet sich aber folgendes Kleinod, das ich für das Kernstück der ganzen Geschichte halte:
(2) Bei Fahrten, deren Ziel außerhalb des Geltungsbereichs der festgesetzten Beförderungsentgelte liegt, hat der Fahrzeugführer den Fahrgast vor Fahrtbeginn darauf hinzuweisen, dass das Beförderungsentgelt für die gesamte Fahrstrecke frei zu vereinbaren ist. Kommt keine Vereinbarung zustande, gelten die für den Pflichtfahrbereich festgesetzten Beförderungsentgelte als vereinbart.
Und so habe ich es auch gelernt. Ich muss den Preis mit dem Fahrgast aushandeln. Tun wir das nicht, und ich fahre nach Taxameter (ich hab das jetzt so verstanden: Das Taxameter hat am Ende 90 € angezeigt), dann gilt selbstverständlich dieser Preis. Und zwar als zu bezahlender Gesamtpreis. Im Falle sehr langer Fahrten (also eher länger als deine) kann es zwar je nach Tarif durchaus sein, dass der doppelte Taxameterpreis eher angemessen wäre. Dass du das aber vor Fahrtantritt wissen musst, ist klar. Normalerweise fährt man eine derart lange Strecke wirklich nicht nach Taxameter, sondern vereinbart einen Festpreis. Der wird dann zwar in der Regel über dem Taxameterpreis liegen (was tatsächlich den Kosten geschuldet ist, die für die Rückfahrt anfallen), aber zum Einen sollte er wohl meist unter dem doppelten Betrag liegen, und zum Anderen ist das selbstverständlich nicht am Ende der Fahrt zu klären, sondern zu Beginn.
Ich kann jetzt nicht hundertprozentig ausschließen, dass irgendeine Taxitarifordnung einen solchen Paragraphen beinhaltet, aber es war in jedem Fall unfair und wahrscheinlich auch nicht rechtens, wenn der Fahrer dich darüber nicht vorher aufgeklärt hat.
Hat irgendwer anders Quellen, die etwas anderes nahelegen?