So Fahrten, bei denen man einfach nicht weiß, ob man sie machen will

So vom ersten Auftreten her war die Truppe Kiddies ja gar nicht so schlimm. Dass aber mindestens drei von ihnen sich mit dem Tragen von Nazi-Pullis selbst diskreditiert haben, war das andere. Und dann war da ja auch noch die Strecke: Vom Ostbahnhof  zum A&O-Hostel in der Köpenicker. Ich lehne sowas nach wie vor nicht ab, aber da die Köpenicker wegen eines Straßenfestes gesperrt war, hab ich ihnen wahrheitsgemäß gesagt, dass ich von den 900 Metern Strecke nur 500 Meter fahren könne und das trotzdem mehr als 5 € kosten würde. Also haben sie sich nach dem Weg erkundigt und sind gelaufen.

Ein bisschen Spaß gemacht hätte mir aber zumindest das Zuschauen, denn das dort stattfindende Straßenfest war der „Carnival of  Subculture“ in und vor der Köpi und ganz sicher der mit Abstand dümmste Platz an diesem Abend, um in schwarz-weiß-roten Klamotten mit Runenschrift dran vorbeizulaufen. Aber hey, danach hatten sie nicht gefragt! 😉

Und bevor jemand meckert: Da waren genügend Cops vor Ort, um denen das nochmal auszureden. Ich fühle mich ja für vieles verantwortlich, aber sicher nicht für das übersteigerte Selbstbewusstsein von Schnullernazis.

10 Kommentare bis “So Fahrten, bei denen man einfach nicht weiß, ob man sie machen will”

  1. Hermione sagt:

    Ganz harte Liebe, Sascha! <3

  2. Senfgnu sagt:

    Ach, das geht schon klar. Vielleicht hilft’s ja was. Schließlich soll man ja die Hoffnung nie aufgeben.

  3. tinchen sagt:

    Ob sie wohl überhaupt um die Bedeutung ihrer Kleidungsstücke wissen?

  4. dingens sagt:

    Kein Mitleid.
    Für die Klamotten in denen man rumläuft ist man im Gegensatz zu seiner Hautfarbe 100%ig selber verantwortlich. Wer solche Kleidung trägt will damit Reaktionen hervorrufen. Sollen sie halt auch welche bekommen.

  5. Fridi sagt:

    Schnullernazis You made my Day

  6. Daarin sagt:

    Denn Begriff Schnullernazi kenne ich eigentlich nur von einer Person… es ist nicht zufällig in letzter Zeit ein gewisser Herr Klein, Holger, in deinem Taxi mitgefahren?

  7. David sagt:

    Bei Schnullernazi musste ich auch direkt an Holgi denken.

  8. Der Finanzberater sagt:

    In dem Alter habe ich noch eine gewisse Hoffnung was die Belehrbarkeit der Pappnasen angeht. Ob die „Belehrung“ des Koepi-Klientels aber so zielführend ist, darf bezweifelt werden. Bin da dann tendenziell aber doch auch jemand, der solche Hoschis in so was sehenden Auges rein laufen lässt. So weit geht meine soziale Fürsorgepflicht dann doch nicht.

  9. Chingagogh die Große Schlange sagt:

    Mit der Bande sollte man kurzen Prozess machen.

  10. Sash sagt:

    @Hermione:
    <3

    @Senfgnu:
    Denke ich auch. 🙂

    @tinchen:
    Wenn nicht, dann wollten sie damit provozieren. Und dann darf man ruhig lernen, dass man auch dabei die Wahl zwischen okay und absolut untragbar hat.

    @dingens:
    Sehe ich im Wesentlichen auch so.

    @Daarin und David:
    Kann schon sein, dass ich es bei Holgi aufgeschnappt habe. Aber es ist sicher schon zwei oder drei Jahre Bestandteil meines aktiven Wortschatzes. Und Holgi gefahren hab ich auch vor einer entsprechenden Weile, aber damals haben wir nicht über Nazis geredet, soweit ich mich erinnere.

    @Der Finanzberater:
    Wie so oft ist es ja in so Situationen so, dass man nicht die perfekte Lösung findet. Ein Kollege hat heute auch treffend gesagt, dass es auch ein schönes Zeichen gewesen wäre, wenn ich sie einfach sofort abgeblockt hätte. Ich halte Gewalt auch nicht für ein adäquates Mittel, aber Warnungen geb ich lieber an Leute raus, die ich auch mag.

    @Chingagoh die Große Schlange:
    Das halte ich für Bullshit! Ja, einen Denkzettel mitgeben, ok. Aber auch ohne die Gewaltfrage für mich letztlich abschließend und zufriedenstellend geklärt zu haben: "Kurzer Prozess" ist nie fair oder sinnvoll.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: