Eher weniger kompliziert …

Es ist ja nicht so, dass man für alle Taxifahrten viel Ortskunde brauchen würde. Dieser Kunde winkte mich am Pegasus heran und meinte:

„Bitte, bitte: Ich muss echt schnell zum Ostbahnhof!“

Ähm, ja:

Darf's ein bisschen mehr sein? Quelle: osrm.at

Darf’s ein bisschen mehr sein? Quelle: osrm.at

Aber nur mal so: Ich hab mich gleich mehrfach hilfreich verhalten. Ich hab Kurzstrecke gemacht, womit der (zum Normalpreis ungefähr identische) Preis feststand und das Bezahlen an der einzigen angeschalteten Ampel gleich erledigt. Zudem hab ich den Hintereingang erst selbst nahegelegt, weil bei Eile alles andere dumm gewesen wäre. Und geheizt bin ich natürlich auch, ist ja klar. 🙂

Und ja: Für den Arbeitsaufwand bezüglich Zeit und Strecke sind 5,00 € Fahrpreis + 1,00 € Trinkgeld einfach mal ein guter Deal für mich!

16 Kommentare bis “Eher weniger kompliziert …”

  1. Karl-Heinz sagt:

    Generell fahre ich kein Taxi mehr, weil immer dem Kunden das Trinkgeld abgerungen wird. Neulich wurde ich sogar von einer Fahrerin angeschrien, sie wolle auch „Leben“und „hungrige Mäuler seien zu stopfen“. Ich habe ihr entgegnet, dass ich ihr meine hart verdienten Euros nicht in den Rachen schleudern werde. Hier in dem Artikel wird das Trinkgeld irgendwie auch benannt. Ich fühle mich unwohl, lieber fahre ich nicht mehr.

  2. mathematikos sagt:

    tja, das liebe trinkgeld…..wie in wohl allen dienstleistungsberufen ist das trinkgeld ein fix eingeplanter einkommensbestandteil und darübe rhinaus ein wichtiger.
    und da gibts talente auf beiden seiten, liebenswerte und weniger liebenswerte.
    da ist der fahrgast, der auf sekundenfrist zum bahnhof muß, durchblicken läßt, daß er alles geld der welt einsetzt, wenn er nur ja rechtzeiig vor ort ist. unser einwand, daß wir alles im rahmen des polizeilich und gewerberechtlich erlaubten tun, wird weggewischt mit der weltmännischn geste, das werde schon übers trinkgeld „ausgeglichen“.
    draus wird aber nix. an der letzten roten ampel wird hastig herübergereicht, was auf der uhr steht, dann rrrrraus aus der droschke und tschüs.
    mit ein wenig unglück kommt dann vom strafamt ein liebesbrief wegen zu schnell oder gar bei geld/rot über die kreuzung.
    und da ist der fahrgast, unwirsch, grantig, mürrisch. blafft einen an,wenn man fragt, welche strecke man nehmen soll, wenns strittig ist.sieht einen an, als wolle er dich auf der stelle in der pfeife rauchen. dann stehn auf der uhr EUR 6.30, er reicht einen zwanziger herr mit“ paßt schon“! und der verdutzte blick des taxiaffen wird beantwortet mit „kauf dir ein bier auf mich!“
    so sind unsere trinkgeldquellen, die vermeintlichen und die wirklichen.
    und vorher wissen kann man nie.
    werner aus der hochsteiermark

  3. Lutz sagt:

    @Karl Heinz

    G E I Z H A L S !

  4. ROW-Taxler sagt:

    Vermutlich geht Karl-Heinz auch nicht mehr zum Friseur ?

  5. Peridot sagt:

    Mh tja Karl-Heinz, das ist ja deine ganz eigene und Freiheit Entscheidung. Ich kann dir nur sagen, dass du dann in manchen Gegenden ( zum Beispiel bei mir hier) ganz schön aufgeschmissen bist, wenn du mal auf das eigene Auto verzichten möchteSt oder musst.
    Gut anschreien lassen würde ich mich auch nicht, aber ich geb ja auch immer ein bisschen Trinkgeld

  6. Sash sagt:

    @Karl-Heinz:
    Also wenn Dir die bloße Erwähnung von Trinkgeld in Texten über Jobs, in denen Trinkgeldgeben üblich ist, ein ungutes Gefühl verursachen, dann würde ich sagen, dass das Problem definitiv nicht auf meiner Seite liegt.
    Ich will damit keinesfalls Dienstleister verteidigen, die wegen des Trinkgeldes unhöflich oder gar laut werden. Es ist freiwillig. Aber eben auch üblich und wichtiger Bestandteil unseres Lohns, der so gesehen vermutlich viel härter verdient ist als deiner, weil wir auch noch auf das Wohlwollen solcher Leute wie Dir angewiesen sind. Es gibt eine Menge auch gute Argumente gegen die Trinkgeld-Kultur, das will ich nicht bestreiten. Fakt ist aber auch: Deinetwegen wird sie sich nicht abschaffen und folglich bist Du als Nichtgeber eben die Ausnahme und als Außenseiter fühlt man sich manchmal unwohl. Da musst Du dich dann nach den unschönen Erfahrungen an der Wärme des bei Dir verbliebenen Euros ergötzen, den Du nicht so einem Gierschlund in den Rachen geworfen hast, der stattliche 9 € pro Stunde verdient.

  7. Andreas sagt:

    So eine Strecke ließ ich mich in München auch schon mal fahren. Ging ebenfalls um Zug erreichen oder nicht. War mir dann der Fahrpreis nochmal als Trinkgeld wert. Insgesamt dann so 8€. Ich glücklich am Zug, der Fahrer hat sich wohl auch gefreut. Win win 😉

  8. Hermione sagt:

    Es ist schon hart, nicht wahr, Karl-Heinz? Überall sind Menschen, die sich über eine kleine finanzielle Aufmerksamkeit freuen.

  9. TaxiMüller sagt:

    Im Prinzip ist das Tringeld nichts anderes als ein gerechter Ausgleich dafür, dass man den ganzen Tag die bescheuerten Hackfressen durch die Gegend fahren muss.
    Prost und gute Kasse

  10. Tk sagt:

    @TaxiMüller
    Musste ja nicht. Als Taxifahrer tätig zu sein ist meiner Kenntnis nach freiwillig.

  11. Sash sagt:

    @Tk:
    So in etwa hatte ich auch zu antworten vor. 😀

  12. TaxiMüller sagt:

    Sonst noch Wünsche, vielleicht n’en Kaffee oder so?

  13. Peter sagt:

    Kaffee? Ja gerne! Schwarz bitte, wie meine Seele. Mit einem kleinen Biscotto am Rand, oder wie die Dinger heissen…

  14. Andreas sagt:

    @TaxiMüller: Trinkgeld ist Ausdruck dafür, wie ich als Kunde mit der erbrachten Dienstleistun zufrieden war.

    In eurem Gewerbe kann man das recht eindeutig monetär ausdrücken.

  15. K. aus A. sagt:

    @Peter: Keks.

  16. oni sagt:

    Ich mag auch kein Trinkgeld. Ich finde, alle sollten 2000€ netto verdienen. Leider hilft das nix, also geb ich welches.

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