Taxis mit Uber-Werbung

Weil mich inzwischen einige Leser darauf angesprochen haben (manchen hab ich schon per Mail geantwortet):

Ja, in Berlin und anderswo fahren Taxis mit Uber-Werbung rum.

Ich finde das nicht toll und halte die Unternehmer, die sich solche Werbung aufschwatzen lassen für rückgratlose Idioten, aber scheinbar zahlt Uber halt (wieder mal) zu gut. Und meine Befürchtungen bestätigen sich nahezu täglich: Touristen aus anderen Ländern, bei denen Uber andere Wege als in Deutschland gefunden hat, lachen sich regelmäßig kaputt und fragen mich, ob mit den Taxifahrern irgendwas nicht stimmen würde.

Dazu sei aber auch nochmal angemerkt: Hier in Berlin z.B. ist das von der Sache her logisch. Uber hat hier als Geschäftsfeld eigentlich ausschließlich reguläre Taxis. Und ein ganz besonders merkbefreites Rudel Vollhonks hat sich für eine Fahrt mehr am Tag auch tatsächlich da angemeldet – allerdings sind die Fahrer mitnichten deckungsgleich mit denen, die Uber-Werbung auf dem Auto haben, also bitte keine falschen Rückschlüsse!

UberTaxi gibt es in Berlin schon seit Ende September 2014, das war Ubers Reaktion auf das Verbot von UberPop in der damaligen Version. Nicht geändert bis heute haben sich die Gründe, warum man als Taxifahrer trotzdem nicht für Uber fahren sollte.

7 Kommentare bis “Taxis mit Uber-Werbung”

  1. Tranceman sagt:

    Sascha, UBER zahlt 150 bis 250 Euro für die Außenwerbung. Andere zahlen 50 bis 80 Euro p. Monat. Komischerweise sind es aber nur Unternehmer, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Zumindest ist dies in Hamburg der Fall. Ich bin selbst Ausländer und sage, die haben keine Ahnung und sehen nur das schnelle Geld.

  2. Sash sagt:

    @Tranceman:
    Sowas hatte ich schon vermutet. Und bei uns im Gewerbe ist es leider immer schon so gewesen, dass sich welche finden, denen das schnelle Geld das wichtigste ist. Und da braucht man auch nicht die Nationalität ins Auge fassen, das zeigt sich nun wirklich überall. Von den Umwegen über die Argumentationen bei Tariferhöhungen bis eben hin zu Werbung, die massiv schadet.

  3. Andreas G. sagt:

    Vorgestern habe ich erstmalig in einem Film „Uber“ als product placement entdeckt. In dem Film „Babylon A.D.“ aus dem Jahre 2008 (!) sagt an einer Stelle die Tochter des Protagonisten auf die Frage, wie sie denn zu ihm gefahren wäre:“..mit Uber!“. Dieser französische Film spielt in der nahen Zukunft – wer weiß, was das bedeuten soll.. Nur mal so..

  4. dubuc sagt:

    In Düsseldorf habe ich gestern zum ersten Mal eines mit Uber-Werbung gesehen!

  5. Ernuwieder sagt:

    Ich hab am Wochenende in Berlin auch ein Taxi mit Uber-Werbung gesehen. Allerdings hatte jemand (vermutlich der Fahrer) so einiges mit schwarzem Klebeband abgeklebt, sodass die Uber-Werbung nur noch von eingeweihten als solche erkennbar war. 🙂

  6. Andy sagt:

    Andreas, ich gucke viel aktuelle Serien aus den USA und „I’ll take an Uber…“ hort man da schon fast regelmäßig… Aber gabs die 2008 eigentlich schon?

  7. Sash sagt:

    @Andy und Andreas G.:
    Eigentlich gibt es Uber erst seit 2009. Insofern bin ich bezüglich des Filmes (den ich nicht gesehen habe) kritisch. Allerdings sind dabei viele Möglichkeiten offen: Uber könnte eine Erfindung der Filmemacher sein, und zudem könnte der Film die Macher von Uber inspiriert haben, ohne dass dies in der Firmen-Mythologie auftaucht.

    @Ernuwieder:
    OK, das hab ich noch nicht gesehen. Wobei die übliche Uber-Werbung auf Taxis ja auch schwarz. sehr abstrakt und eher unauffällig ist.

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