Kleiner Programmhinweis

Schon alleine die andauernde und wirklich Spam-Ausmaße annehmende Uber-Werbung in Facebook könnte mich dazu bringen, seitenweise immer mehr Texte zum Thema zu schreiben. Dabei sind alle Argumente im Wesentlichen inzwischen dargelegt und man läuft als Taxifahrer selbst Gefahr, sich ständig zu wiederholen und die Leute zu nerven.

Ich selbst hab das vor einer Weile auf Facebook versucht zu durchbrechen, indem ich nicht nur die Fakten runtergebetet habe, sondern den Fokus auf die Kundschaft gelegt habe, die Uber toll finden, weil sie an Taxis einiges auszusetzen haben – und dass das zusammen leider eine leidlich schlechte Argumentation ist.

Wesentlich interessanter aber noch ist der Blogeintrag „uberhaupt ned“ von meinem geschätzten Taxibloggerkollegen Reinhold aus München, der aus aktuellem Anlass wie nebenbei schildert, was man als Taxifahrer (und in seinem Fall -Unternehmer) eigentlich so alles tun muss, bis man sein Taxi endlich auf der Straße hat – und dabei immer mal wieder darauf verweist, dass genau das bei der angeblich so großartigen Konkurrenz natürlich keine Rolle spielt.

Uber Überhaupt kann ich Reinhold nur nochmal allen Lesern empfehlen. Sein Blog ist anders als meiner, aber auch er spiegelt das Taxifahren in Deutschland wieder. Er schreibt etwas seltener, aber dafür sind seine Einträge auch immer sehr interessant zu lesen. Ich jedenfalls freue mich, am anderen Ende der Republik so einen Kollegen zu haben, denn ich selbst lerne bei ihm immer noch einiges neues. Also hier klicken: taxi-online.blogspot.de – und am Besten abonnieren!

6 Kommentare bis “Kleiner Programmhinweis”

  1. Kieler Sprotte sagt:

    Ich habe noch nie Werbung für Uber auf FB gesehen. Vermutlich ein enges Targeting auf Taxifahrer und Vielfahrer?

  2. Mariha sagt:

    Vor allem heisst es allenthalben dass Uber viel günstiger wäre: Im nem veraltetem Focus gerade ein Interview mit einem Uber Manager gelesen wo nur unkritische Fragen gestellt wurden – trotzdem läge der Preis knapp über dem Taxipreis, zu Stoßzeiten mehr. „Wir schaffen Jobs“ behauptet die Überschrift. Und in einem Kasten steht, dass es offen wäre, ob diese Art der Personenbeförderung rechtlich konform wäre.

  3. Silbermondauge sagt:

    Ich hab heute zum 1.Mal auf FB Werbung von Uber gesehen. Ist wohl neu. 150 Euro am Tag – wers glaubt wird selig…(mal abgesehen von der rechtlichen Seite) Aber es gibt bestimmt genug Leute die entweder glauben, das was der Taxifahrer kassiert sei sein Gehalt oder dass das Taxiunternehmen die Preise selbst gestaltet (oder beides). Ich gehöre übrigens zu der „anderen Seite“, ich fahre öfter mal Taxi (bei uns gibt’s leider keine „Kurzstrecke“) und einer der Fahrer erzählt mir auch öfter mal was…

  4. Sash sagt:

    @Kieler Sprotte:
    Kann gut sein.

    @Mariha:
    Ja, man muss schon Glück haben, damit es günstiger ist. Ich vermute aber, wenn der Focus „veraltet“ war, könnte es ja auch um UberBlack gegangen sein. Die sind wirklich fast immer teurer. Mit UberPop kann man im Idealfall auch mal drei Euro sparen als Kunde. Und „rechtlich offen“ ist wirklich eine tolle Behauptung. Dann ist Mord so gesehen auch „rechtlich offen“. Nicht, dass ich’s von der Schwere der Tat vergleichen will – rechtlich kann man das aber. 🙂

    @Silbermondauge:
    150 €? OK, bisher haben sie immer 100 € geboten. Interessant. 🙂
    Das Unwissen ist groß bei den Leuten, leider. Hätten die Menschen Ahnung vom Job, von den Verdienstmöglichkeiten und den rechtlichen Bedingungen, wären die Gegenstimmen gegen Uber sicher lauter. Aber genau deshalb schreiben wir uns ja auch die Finger wund, damit mal ein bisschen Information die Runde macht.

  5. Marco sagt:

    Du hast es wahrscheinlich schon gesehn, aber da es noch nicht verlinkt ist:
    http://www.taxi-blog.de/wordpress/sonstwas/5588/attacke-hamburg/

    Ich finde das Vorgehen der Hamburger Behörde gut. Das trifft einfacher und effektiver als Bußgelder, die sich erst mal im kleinen Rahmen halten und erst nach und nach auf empfindliche Höhen gesteigert werden.
    Was nicht heißt, dass ich es gut finde, wenn das das einzige Vorgehen ist. Rechtliche Maßnahmen seitens der Behörde sollten daneben auch erfolgen.

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