Musik und Laut

Was mich mal ganz ehrlich als Blogger und Taxifahrer gleichermaßen interessieren würde zum Wochenanfang: Wie haltet ihr es eigentlich mit Musik im Taxi? Und die Frage geht sowohl an Kunden als auch an die Fahrer unter den Lesern raus. Das ist ja doch ein interessantes und spannungsreiches Feld.

Die Taxiordnung schreibt ja (zumindest hier in Berlin) vor, dass die Wahl der Musik und deren Lautstärke den Fahrgästen obliegt. Natürlich haben wir Fahrer aber auch ein Wörtchen mitzureden. Auf Funk und Verkehrsnachrichten haben wir letztlich doch ein Anrecht, theoretisch kann man sich also schon tierisch in die Wolle bekommen, ohne auch nur einen unterschiedlichen Musikgeschmack zu haben. Und letzteres ist dann ja wahrscheinlich sogar meistens das Problem.

Ich persönlich höre gerne laut Musik, wenn ich alleine unterwegs bin, mache allerdings keinerlei Anstalten, die Kunden damit zu belästigen. Im Normalfall ist das Radio aus, bzw. auf lautlos gestellt, wenn ich besetzt bin. Meist unterhält man sich ja doch, da nervt Musik nur. Und wenn jemand einen Wunsch hat, dann spiele ich da schon mit. Die Leute freut es meist ziemlich, wenn man ihren Wünschen nachkommt. Und ehrlich: Ein paar Minuten schlechte Musik hat man auch, wenn man selbst das Radio anschmeißt oder wenn im Lieblingsclub mal ein Lied läuft, dass man nicht haben will. Das ist doch eigentlich locker wegzustecken.

Und wenn die Kundschaft dann raus ist, dann landet wieder die CD im Player und man wäscht sich erstmal die Ohren…

Haltet ihr Fahrer das ähnlich oder habt ihr das Radio einfach immer an? Und wer hier gehört zu den verdammt wenigen Leuten, die sich im Taxi eigene Musik wünschen? Ich hatte bisher nur einmal Leute, die eine eigene CD dabei hatten (hier der lesenswerte Artikel dazu: Russen-Disco!) und einmal welche, die mich (leider!) vergebens nach einem Anschluss für ihren mp3-Player gefragt haben. Dann kommen noch vielleicht 100 Anfragen nach Radiosendern dazu. Der Rest war einfach zufrieden damit, sich mit mir zu unterhalten 😀

Ach ja, aktueller Opener meiner CD ist das hier: One Man Army and the Undead Quartet – Killing Machine

Das sollte ich sowieso nicht an Kundschaft jenseits der 50 ausprobieren 😉

44 Kommentare bis “Musik und Laut”

  1. shampoo sagt:

    Im Taxi will ich von a nach b. Welche Musik dabei läuft ist mir relativ. Meistens habens die Fahrer aber aus, wobei ich auch schon Ausnahmen erlebt habe. Aber so what, ich sitzt ~15min in der Hütte, da störts mich auch nicht weiter.

  2. Fabian sagt:

    Also auf jeden Fall hast du einen ausgezeichneten Musikgeschmack 😀

  3. shampoo sagt:

    yeah. super musik! 🙂

  4. Marius sagt:

    Mir is auf meinen Kurzstrecken (also innerstädtisch) wurscht was der Fahrer macht/sacht/tut. Nur bei typischen klassischen Gesängen würd ich auf längeren Strecken durchdrehen 😉

    In meiner Schülerzeit (täglich mehrere Stunden im Taxi/Mietwagen) sah das noch etwas anders aus. Morgens den Kassettenadapter für den MP3-Player ins Radio des Mietwagens gestopft, der kasachische Fahrer hats auch gern und laut mitgehört… Nachmittags hatte ich dann und wann mal das Pech, n reguläres Mercedes-Taxi zu bekommen, welches den Adapter nicht fraß. Nun ja, den Fahrer fahren lassen, mich in die Sitze gekuschelt und gepennt oder auch Hausaufgaben gemacht.

  5. Taxi 123 sagt:

    Das Radio muß immer so laut sein, daß es andere Geräusche des Fahrzeuges übertönt 😉 und wiederum so leise, daß die Kommunikation mit den Fahrgästen möglich ist.

  6. Falcon030 sagt:

    Zu den Zeiten, in denen ich mit einem Taxi fahre, bin ich in der Regel eh nicht in der Lage, allzu viel von dem, was um mich herum passiert, wahrzunehmen. Die musikalische Untermalung ist mir daher meistens ziemlich wurst, solange sie so leise ist, dass ich vor mich hin dämmern kann.
    Bei Nachrichten bitte ich gelegentlich darum, mal etwas lauter zu machen (was bis jetzt auch immer passiert ist), ansonsten kann der Fahrer laufen lassen, was er will (selbst die größten Hits der Siebziger, Achtziger und das Beste von heute nehme ich in der Regel klaglos hin).

  7. MsTaxi sagt:

    Musikalisch fahr ich das „Oldie-Taxi“ der Stadt, einige Gäste wissen das auch schon und kennen meinen Lieblingssender „harmony-fm“. Auf längeren Touren leg ich dann ne CD ein mit eigenen Zusammenstellungen von Liedern, dann auch eher mal was softes, fließendes, mit dem das Fahren dann auch irgendwie besser fließt, find ich.

    Dass Kunden Wünsche äußern, kommt eigentlich eher nur bei Jugendlichen vor, ok, das geht dann schon mal klar, wenn es nicht zu laut wird, so dass es meine Konzentration stört. Und wer auf Stille im Wagen Wert legt, kriegt auch das, Info-taste am Radio bedient und das Radio schaltet stumm bis zu den nächsten Verkehrsnachrichten, auf die ich dann wieder gesteigerten Wert lege.

    Nervig finde ich diese MP3idioten, die ihre Mucke auf ohrenbetäubend stellen im Kopfhörer und mich dann quasi zwingen, ihren Musikgeschmack mitzuhören und sich aber für totaaaaaaaal umgebungsschonend halten dabei. Oft schottet die das so vom Verkehrsgeschehen ab, dass es mich wundert, dass die nicht häufiger überfahren werden.

  8. Hans sagt:

    Also erst mal von wegen jenseits der 50: So viel anders als – sagen wir – Killing Zone, Dead Kennedys oder Gang of Four (alle frühe 80er) klingt „One Man Army …“ auch nicht. Vielleicht sollten die Jüngeren im Auge behalten, dass die heute 50jährigen auch nicht mehr mit Peter Kraus aufgewachsen sind.
    Aber zum Thema. Ich bin als Taxikunde eher tolerant, was die Musik des Taxifahrers angeht. Ich sage mir, das ist sein Job und sein Arbeitsplatz: soll er es sich halt nach seinem Geschmack gestalten. Ich bin ja höchstens eine halbe Stunde im Taxi. Es gibt natürlich Grenzen. Bei lauter Volksmusik würde ich wohl doch bitten, es leiser zu drehen.
    Aber es ist ja manchmal auch bewusstseinserweiternd, was Neues zu hören zu kriegen. Vor vielen Jahren (jaaaa…) bin ich trampenderweise von Florenz bis Verona mit italienischer Oper beschallt worden. Nach dem ersten Schock war das richtig gut.. Seitdem mag ich Opern.

  9. Ana sagt:

    Ich fahre nicht oft Taxi. Wenn ich allein bin freue ich mich über ein nettes Gespräch mit dem Fahrer (Ihr Smalltalkkönige, ihr!) oder ein alternatives „Soll ich Musik anmachen?“ oder ähnliches.
    Generell kann ich die paar Minuten also auch musiklos verbringen ohne irgendwas zu vermissen.
    Doof wärs nur, wenn der Fahrer schweigt und dann sone nervige Stille entsteht.

    (Und wenn ich zu mehreren bin wird eh gequatscht, da is Musik dann egal)

  10. Nach meiner Erfahrung als Fahrgast haben die Kutscher meist irgendwas Konfliktarmes an, und das kann dann auch gerne anbleiben für die paar Minuten, die ich als Fahrgast mitfahre. Bei den Wildecker Herzbuben auf Anschlag würde ich vielleicht was sagen, aber das ist noch nie vorgekommen.

    @Sash: Warum solltest Du den Funk hören müssen, während Du einen Fahrgast beförderst? Ich habe als Fahrgast zwar nichts dagegen, wenn der Kutscher gegen Ende der Fahrt sich schon um die nächste Tour kümmert, finde es aber eigentlich ein bißchen unhöflich.

    Was immer mehr einreißt und mich auch ein bißchen stört, ist, wenn der Fahrer telefoniert, während er mich fährt. Das tut man eigentlich auch nicht, oder?

  11. Daniel sagt:

    Bei mir im Taxi läuft leise der Regionalsender, im Bus habe ich das Radio bei Fahrtantritt meistens aus. Auf Änderungswünsche wird dann bei deren Vorkommen umgehend reagiert :), wobei ich schon einmal ein Radio mit einer Adaptercassette zerschossen habe, sodass ich Mitgebrachtes nur spiele, wenn es auf CD daherkommt oder der Fahrgast so einen FM-Transmitter in seinem MP3-Player hat.

  12. Tom's Taxi sagt:

    Bei mir läuft eigentlich immer leise das Radio oder eine CD im Hintergrund. Falls ein Fahrgast jedoch telefoniert, schalte ich auf stumm – also das Radio und mich. 😉 Äußerungen seitens der Kundschaft gab’s dahingehend noch nie.

    Wenn ich alleine cruise, darf’s dann auch gerne lauter sein. Ebenso falls ich mal nachts am Wochenende unterwegs bin und die jugendlichen Discogänger zur Party bringe. Die kommen dann schon mit der richtigen Stimmung an und bedanken sich 1000x für die coole Fahrt. 😀

  13. Ana sagt:

    Ach ja, der Funk irritierte mich auch ein wenig. Ich hatte irgendwo mal gehört, dass das zumindest unerwünscht, wenn nicht verboten sei, den Funk laufen zu lassen wenn Fahrgäste an Bord sind. Hatte sich irgendwie auf Datenschutz bezogen, glaube ich…

  14. Hendrik sagt:

    Bei mir liegt es dran wen ich im Auto habe. Habe ich vom Flughafen her Geschäftsleute, ist das Radio zu 99% aus.
    Fahre ich abends am Wochenende die Nachtschicht, ist das Radio immer an. Ganz normale Sender wie Einslive oder Lokalradio.

  15. Andreas O. sagt:

    Also ich als Kunde sehe das ganz nüchtern. In meinen schätzungsweise 100 Taxifahrten in ca. 20 Jahren war es mir meist egal, was lief, weil es nicht weiter auffiel, weder positiv noch negativ. Meist bin ich auch eher kurze Strecken gefahren und da ist es mir egal, was läuft. Ganz egal? Nein! Ich erinnere mich an eine 3-4 km Fahrt, bei der ich den Taxifahrer nach kurzer Zeit bat, die Musik auszuschalten oder zu wechseln, da lief so etwas in Richtung „Rappel-Zappel-Ballermann/Skihütten-Mix“, das konnte ich nicht ertragen! Und dann erinnere ich mich noch an den Fahrer, bei dem „Refuse/Resist“ von Sepultura lief. Kurz nachdem ich einstig, machte er die Musik aus. Der hat sich gefreut, als ich ihm sagte, er könne das wieder anmachen und von mir aus auch lauter.

  16. Nessa LG sagt:

    Wenn sich zwischen dem Fahrer und mir kein rechtes Gespräch entwickelt, bin ich mit dem Lokalsender oder dem hier unvermeidlichen NDR2 auch zufrieden. 🙂 Ich würde nie auf die Idee kommen, dem armen Mann oder der armen Frau meine Musik aufzudrängen…
    Ich habe in letzter Zeit ein paar Mal Freunde befördert, wo ich meine Musik dann notgedrungen auch aus bzw. leise machen musste, weil mein Musikgeschmack einfach so unterirdisch ist… xD (Eigentlich höre ich nämlich auch gern meine Musik laut…) Als Taxi-Fahrer würde ich es auch so machen.

  17. Dom sagt:

    Ich fahre meistens Taxi wenn ich eh aus einer lauten Lokalität komme da brauche ich eigentlich keine Musik.
    Ich hab es nur einmal erlebt das ein Fahrer so typische Orientalische-Lala laufen hatte und ich war schon ausreichend genervt. Da hab ich den Taxifahrer gebeten das aus zu machen. Da hab ich dann doch lieber 10 Minuten schweigen…

  18. Tjeika sagt:

    Erstmal: Der Song ist sehr genial 😀
    Dann: Ich habe einmal versucht, mir Musik im Taxi zu wünschen. Das war nach einer Geburtstagsfeier von mir in K17. Ich hatte eine CD geschenkt bekommen und hätte die gerne auf den Weg nach Hause gehört. Pustekuchen. O-Ton: „Teufelsmusik läuft hier nicht.“

  19. Ana sagt:

    Man hätte ja eine Fledermaus auf dem Rücksitz opfern können. Kasi Besucher haben sowas bekanntlich immer dabei.

  20. Tjeika sagt:

    Ich weiß, dass das Kasi heute nix mehr is. Damals war das noch fein 😉

  21. Sash sagt:

    @Fabian:
    Du weisst ja nicht, was noch so drauf ist auf der CD. Die ist so gemischt, dass ich deswegen auch ungerne die Musik für Metalhörer lauter mache 🙂

    @Hans:
    Ich wollte eigentlich auch keine Pauschalschelte des Alters wegen anbringen 🙂
    Natürlich ist Metal inzwischen auch schon ein paar Jährchen alt und die Hörer entsprechend auch. Ein bisschen pauschalisieren muss man manchmal, ums anschaulich zu halten.

    @buntklicker.de und Ana:
    Den Funk müssen wir insbesondere anhaben, wenn wir die Fahrt über Funk angenommen haben. Ich kann mir zwar kaum Fälle vorstellen, in denen es wirklich nach Beginn der Fahrt Sinn gibt, noch etwas mit der Zentrale zu klären, aber deswegen sollen wir ihn anhaben dürfen. Vielleicht kann ein Funker ja mal was dazu sagen, die haben da sicher mehr Ahnung als ich 😀
    Bezüglich Datenschutz sehe ich da keine großen Probleme. Meist werden ja ohnehin nur Adressen genannt, daraus lässt sich ja nichts schließen. Und selbst wenn mal ein Name fällt, dann weiß man außer, dass eine Person mit diesem Namen ein Taxi bestellt hat, auch nichts. Also nicht, wohin es geht, wie lang/kurz, teuer/billig es ist. Also wayne?

    @Andreas O.:
    Anstelle des Fahrers wäre ich auch froh gewesen. Wenn es mal passt mit dem Musikgeschmack haben ja echt alle was davon…

  22. Sash sagt:

    @Tjeika:
    Autsch, das ist ein herber Kommentar. Ganz gleich, ob es erlaubt ist oder nicht: Das geht ja mal gar nicht 😀

  23. Tjeika sagt:

    Ich fühlte mich auch ein klein wenig vor den Kopf gestoßen. Letztlich war ich aber zu gut gelaunt, um mich darüber aufzuregen. Dafür gab’s dann halt kein Trinkgeld.

  24. Sebastian sagt:

    Ich fahre nur einmal die Woche und brenn mir vor jeder Schicht ne mp3-CD. Letzte Schicht lief Motörhead, Sepultura, Deadmau5, The Sword. Ich lass die CD eigentlich immer laufen. Laut, wenn ich frei bin und Hintergrundmusiklautstärke, wenn jemand einsteigt. Nachts sind, zumindest in meiner Gegend, eigentlich nur junge Leute unterwegs. Falls sich doch mal ältere Semester in meinen Wagen fallen lassen, mach ich meistens verständnisvoll die Mucke aus.

  25. Nathan sagt:

    Ich lasse das Radio oft aus, da sich ja sowieso oft ein Gespräch mit dem Fahrgast ergibt. Wenn ich meinen Lieblingsradiosender einschalte, sind die meisten damit auch zufrieden und falls nicht, schalte ich eben um. Discogänger wollen sehr oft auch entsprechende Musik hören (die mir persönlich zwar nicht gefällt, aber das halte ich dann halt aus).

    Ich hatte auch schon einen (sturzbetrunkenen) Fahrgast, der unbedingt meine mitgebrachte CD mit Melodic Metal (ich glaub so heißt die Musikrichtung) laut aufdrehen wollte 😀

  26. Nihilistin sagt:

    Morgens 05:30 auf dem Weg zum Flughafen sind alle laufenden Privatsender eigentlich Körperverletzung; denn ich finde NICHT, dass man um diese Uhrzeit schon total tolle Laune haben und Gewinnspiele, doofe Mucke und giggelnde Moderatoren toll finden muss.
    Leider hören 85% der von mir beehrten Berliner Taxifahrer genau sowas, 10% hören Radio Paradiso (für die Nicht-Berliner: Ein christlicher Radiosender mit Softpop), und nur 5% hören was „Vernünftiges“ (meine subjektive Meinung). Also hätte ich es lieber still im Taxi.
    (Im Rheinland sieht es ähnlich aus, da heissen die bekloppten Sender nur anders)

  27. Wolfy sagt:

    Also Funk anhaben ist schon nützlich… ich erinnere mich noch an die Fahrt zum angeblich nicht existierenden Schützenverein ohne Adresse – dadurch das mein Fahrer und seine Kollegen immer den Funk an hatten, meldete dann mal jemand – der zufällig vor Ort wohnt und Mitglied war – , dass der Schützenverein auf den Sportplatz dabei ist und nicht eigens ausgeschrieben ist (sonst hätten wir noch lange gesucht :D).

    Ansonsten: Einmal in meinen Leben habe ich den Fahrer gebeten, doch bitte die Musik zu wechseln. Und da lief Tokio Hotel in voller Lautstärke. Das fand ich schon wegen der Band unerträglich und dazu unhöflich – zumal ich laue Musik nicht mag, sofern es keine OSTs oder Epic Choral-Songs (Audiomachine und so) sind – und die laufen in der Regel nicht im Radio oder auf „legaler“ CD. „Wünschen“ kann ich mir also in der Regel nicht – nur wenn es mir dann doch zu sehr Schlager ist und die Fahrt länger dauert, frage ich ganz verschüchtert nach Radio Paradiso oder SAW (und die auch nur, weil ich selten Radio höre und das die einzigen sind, deren Namen ich mir merken kann :D). Ansonsten darf der Fahrer hören was er will – ist mir sogar lieber, als wenn er versucht mit mir zu reden. Denn da bin ich eh etwas eigen. Also mehr als eh schon. Irgendwie so. 😀

  28. Wolfy sagt:

    @Nihilistin

    He nichts gegen Paradiso… die lassen gerne mal OSTs oder Musical-Hits laufen (und dem Gelaber muss man ja nicht zu hören). 🙂

  29. Krüml sagt:

    Bei meinen bisher vielleicht 5 Taxifahren im Leben….. ich glaub ein oder zweimal lief leise Musik, die allerdings nicht weiter gestört hat. Wenn mein bester Freund dabei ist, ergibt sich meist ein nettes Gespräch mit dem Fahrer, wenn ich mit meinem Freund von Mitte nach Hause fahre weniger, weil ich mich dann irgendwie um ihn kümmern muss, da besoffen und ich nicht der kommunikativste Mensch bin. Ich hab nichts gegen Gespräche, aber mir würde auch nichts einfallen, wie ich jetzt mit dem Fahrer reden könnte.

  30. Bernd K. sagt:

    Dass ich als Fahrgast über Musik und Fensteröffnung entscheiden kann, weiss ich erst seit ich hier mitlese.
    In den Taxen hier läuft eigentlich immer der Funk mehr oder weniger im Hintergrund und meistens auch ein Lokal- oder Bayernsender im Radio. Da ich selten länger als 10 Minuten im Wagen sitze ist mir das relativ egal, nur wenn die Musik zu laut oder zu gräßlich ist für meinen Geschmack, dann bitte ich schon mal drum, leiserzustellen. Nachrichten o. ä. sind manchmal ganz praktisch um ein Gespräch zu beginnen oder das Thema zu wechseln.

    Anfang der neunziger Jahre bin ich von einem sehr eindrucksvollen Urlaub in Südosteuropa zurückgekommen. Voll mit dem gerade Erlebten (gute Freunde kennengelernt aber auch die Armut dort gesehen) wollte ich nur in Ruhe gelassen werden und schnell heim. Im Taxi vom Flughafen lief Werbung und Nachrichten und da hab ich dann so einen Widerwillen gegen das Gehörte verspürt, dass es mich selber gewundert hat. Ich hab wohl nur darum gebeten leiserzumachen, aber einen ganzen Tag gebraucht um auch seelisch wieder in Mitteleuropa anzukommen.

  31. maik aus Wilhelmshaven sagt:

    Früher hatte ich eigentlich immer einen Radiosender an, der genau meine Musik spielte, die Musik für den Herrn ab dreißig. So damals die Werbung. Mittlerweile hat der Sender den Mainstream entdeckt, und spielt nun als das, was sie früher als Dudelfunk abgelehnt haben.
    Seitdem habe ich fast immer einen FM-Transmitter im Wagen. Selbst gemischte Musik, von Chris Norman bis Metallica.
    Bevor Kunden einsteigen, drehe ich leise, wenn ich alleine bin, gerade auf Rückfahrten längerer Touren, da drehe ich dann auch gerne ganz auf, und freue mich, das mein Stern eigentlich einen sehr guten Sound hat!
    Manchmal frage ich mich dann, was die Leute wohl denken, wenn man mal einen Ort durchquert, und aus dem Auto dan „grave digger“ dröhnt 😉

    Wünsche sind sehr selten, Schüler fragten öfter mal, ob ich bestimmte Sender anmache, was ich dann aber verneint habe. Das ist nun Musik, die absolut nicht mit meinem Geschmack kompatibel ist.

    Einmal, ein wie mir zuvor gesagt wurde, verdammt wichtiger Geschäftskunde, erzählte mir mal von seiner Heimat, vom Shenandoah river, etc, und fragte, ob ich das kennen würde. Habt dann umgehend John Denver angemacht, und wir beide haben dann gemeinsam lauthals und sicher besonders schön gegröhlt, ähm, gesungen 😉

  32. MsTaxi sagt:

    Zur Funk-Frage:

    Wir bekommen die allermeisten Aufträge über den Sprachfunk, der immer anbleibt, auch in Kundenanwesenheit. Um den Funk auszumachen, müsste ich einem auf dem Beifahrersitz sitzenden Fahrgast die Klappe des Handschuhfaches an die Kniescheiben hauen. Neben dieser „Schmerzzulage“ wäre mir als Fahrerin das gerade bei männlichen Fahrgästen von der Griffrichtung her gesehen irgendwie mistverständlich *g*.

    Zudem krieg ich bei laufendem Funk auch die Entwicklung der Auftrags- und Auslastungslage an den einzelnen Halten mit. Auch Festpreisanfragen von Kollegen o. ä. kann man so mitlösen helfen. Der laufende Funk stört aber auch wirklich keinen Kunden, die meisten Kunden verstehen das Geplapper und Gebrubbel eh kaum.

  33. maik aus Wilhelmshaven sagt:

    Ahja, Datenschutz….
    Da bin ich dann doch schon manchmal erstaunt, das es so ohne weiteres erlaubt ist, offenen Funk zu haben, wo im Endeffekt jeder mithören kann.
    Wir haben zum Beispiel zwei blinde Kunden, wo dann der Hinweis kommt, diejenigen an der Tür abzuholen.
    Oder wenn dazu gesagt wird, das es eine „Bahntour“ ist. Für uns ja nur der Hinweis, absolut pünktlich da zu sein.

    Für jemanden, mit bösen Absichten vielleicht ein guter Tipp auf eine leere Wohnung. Oder bei den Blinden auf leichtere Opfer….
    Aber das ist ein anderes Thema!

  34. daju77 sagt:

    Ich schwanke zwischen FluxFM und Klassik-Radio. Aber es ist immer leise, so lang ich einen Fahrgast habe. Letztens hatte ich Fans von den Eisbären im Auto und die hatten tatsächlich ne Eisbären-CD dabei. Was tut man nicht alles fürs Trinkgeld. 😉

  35. BitterTruth sagt:

    Als relativ häufiger Taxigast (meist in Chemnitz/Sachsen, eher klein, ergo alles Fahrten bis 25€ (und das ist das absolute Maximum)) erlebe ich immer wieder, dass MDR 1 – Radio Sachsen läuft. Das heißt Schlager, Volksmusik und Glückwünsche zu Onkel Pauls 97. Geburtstag (wohl ungeachtet, dass Paul 1990 unheilbar ertaubt ist). Ist vielleicht meinem Pech, der Tagfahrzeit oder der regionalen Taxifahrerdemographie geschuldet, dass ich immer wieder an die älteren Semester gerate.

    Nur in diesen Fällen bestehe ich darauf, dass der Sender gewechselt wird. 😀 Ob da dann Charts oder Classic Rock oder auch DLF läuft ist mir dann auch relativ egal. Ich hatte bisher einen Taxifahrer, der eine eigene CD laufen hatte. Das war Papa Roach mit Last Resort (habs ganz leicht durch die Scheiben wummern hören). Ich bin eingestiegen und hab gesagt, dass ich gerne mit ihm fahre, solange er nicht ausmacht und auf MDR 1 wechselt. Wir haben beide ziemlich gelacht und es war ne nette Fahrt.

    btw, nice blog, keep up the good work 😉

  36. Dominik B. sagt:

    Also bei uns muss der Funk mitlaufen. Namen gibts über Funk zumindest nachts eh nicht. Der Sicherheitsaspekt überwiegt hier für uns. Habe da auch schon so ein/zwei Mal gebrauch von gemacht, sowohl helfend, als hilfe benötigend.

    Zur Musik, bei mir läuft meist MP3-Player oder CD. Wenn ich alleine bin sehr laut, wenn Kunden einsteigen erstmal leise. Auf Wunsch kann der Sender geändert werden und auch die Lautstärke, solange es erträglich ist. Wenn ältere SWR4 typische Kundschaft einsteigt schalte ich gerne präventiv um, kommt meist besser an.

  37. Luci sagt:

    Also was mich angeht, bin ich ja ziemlich tolerant, was Musik auf kürzere Zeit angeht.
    Als von meiner Firma aus zum Amtsgericht musste, hatte mein Fahrer (Türke Ende 20 mit BWL-Studium *hust*) grad den Triumpfmarsch aus AIDA zu laufen. Durch meine Musikafinität, die sich unter anderem durch meine Leistungskurswahl ausdrückte (Musik-LK ist so toll 😀 ), hatten wir auf jeden Fall ein super Gesprächsthema während der Fahrt… Ich mag ja AIDA…

    Als ich Ostern mit Freunden unterwegs war, hatten wir quasi unsere Privatparty im Taxi. Gut, Rudis Fahrstil hat auch dazu gepasst, aber bei uns lief irgendeine für mich nicht weiter definierbare Lala (kenn mich außerhalb von Rock/Metal nicht aus) in einer ohrenbetäubenden Lautstärke. War in der Konstelation lustig, muss ich aber auch nicht nochmal haben 😉
    Ich persönlich hab ja immer gern ein Hintergrundgeräusch, aber wenns net an is, nötige ich auch niemanden dazu.

  38. Kim sagt:

    Tagsüber läuft bei mir im Wagen eigentlich immer der regionale Rocksender als Berieselung im Hintergrund. Oft bekommt man dafür sagar noch mal dankbare Kommentare, weil eben nicht der örtliche Erbschleichersender läuft.

    Nachts dagegen hab ich eigentlich immer ne CD laufen … variabel je nach Laune (von 70er/80er über Böhse Onkelz bis Volbeat und Airbourne). Damit kann man hier immer gut punkten, da hier es oben (kurz vor der Dänischen Grenze) meinstens 2-3 zentrale Feten/Diskos gibt und die Leute nicht von Club zu Club fahren. So kann man sich gut auf das entsprechenede Publikum einstellen.

    Stammgäste von mir wissen auch, das ich gerne die härtere Schiene der Musik höre und greifen gezielt zu meiner CD-Tasche und suchen sich was aus!

    Was den Funk angeht, ist der einfach eine betriebstypische Gegebenheit und ist von den Fahrgästen zu tollerieren. Im Imbiss beschwert sich ja auch keiner, daß es nach Pommes riecht! Es gehört einfach dazu. Ich persönlich mache auch nach Aufforderung den Funk nicht aus. Auf Leiser kann man sich einigen, aber definitiv nicht auf Lautlos oder aus! Im Notfall ist für mich auch der erste Weg, um Hilfe zu alamieren oder auf Hilferuffe zu reagieren. Zusätzlich ist es auch wichtig, wenn es um Anschlusstouren geht oder ein Kollege mal nicht weiterweiß!

    Juhu … mein erster Post!! 😀

  39. Daniel sagt:

    @Bernd K:

    „Nachrichten o. ä. sind manchmal ganz praktisch um ein Gespräch zu beginnen oder das Thema zu wechseln.“

    Ach, Du bist einer von den Fahrgastspezialisten, die während des Allerweltsgedudels die Klappe halten, aber anfangen, mit dem Fahrer zu reden, sobald die Nachrichten anfangen? Kleiner Tipp: ich höre unseren Regionalsender nicht, weil ich auf die Musik von Tim Benzko oder Lady Gaga stehe, sondern weil ich wissen möchte, was in der Gegend passiert, wo sich der Verkehr staut und auch, wo geblitzt wird. Also: nutze doch mal das Gedudel zwischen den Wortmeldungen zum Gesprächsbeginn – wenn es dem Fahrer auf die Musik ankäme, hätte er sicherlich seine eigene Zusammenstellung dabei 😉

  40. Bernd K. sagt:

    @ Daniel:
    Eher nicht, ich bin durchaus in der Lage, mir ein potentielles Thema für 1-2 Minuten auch zu merken 😉
    An ein mal kann ich mich erinnern, wo ich den Fahrer gebeten habe, mit seiner Bemerkung noch zu warten, weil ich eine Meldung hören wollte. Umgekehrt hätte ich auch kein Problem damit.

  41. scf sagt:

    „Dass ich als Fahrgast über Musik und Fensteröffnung entscheiden kann, weiss ich erst seit ich hier mitlese.“

    Das geht mir ganz genau so. 😉

    Mir ist bisher nur zweimal die Musik/der Sender negativ aufgefallen. Einmal handelte es sich um wirklich schrille arabische Gesänge, die einfach von der Tonlage her bei mir physische Schmerzen ausgelöst haben, das andere mal war es etwas eindrucksvoller. Ich musste im Rahmen eines Praktikums zu einer Schule und hatte nach einer Bushaltestellenfehlidentifikation meinen Anschlussbus verpasst. Da das kurz vorm Bahnhof war, bin ich dort noch schnell Geld abheben gegangen und dann in ein Taxi gesprungen, das mich zum gewünschten Ort bringen sollte – am ersten Tag zuspät zu kommen wäre ja fatal. Kurz, ich hatte eigentlich die letzten 1,5h in purem Stress verbracht und war in der Hoffnung, dann wenigstens die Viertelstunde Taxifahrt noch zum Verschnaufen zu haben, im Wissen, wohlbehalten und termingerecht ans Ziel zu gelangen. Letzteres konnten wir tatsächlich erreichen, meine psychische Gesundheit haben wir allerdings am Bahnhof zurückgelassen: Ich wurde 15 Minuten lang mit dem Vorlesen von irgendwelchen Psalmen malträtiert und hätte dem Pullunder tragenden Mr.Sanftmut neben mir gern meinen Testkoffer über die Rübe gezogen, als er dann auch noch anfing, darüber zu dozieren, dass die heutige Gesellschaft viel zu schnelllebig und auf Hektik ausgerichtet sei und man besser mehr Zeit einplanen solle als dann hetzen zu müssen, woraufhin auch noch genau sowas durch den Radiopfarrer aufgegriffen wurde.

  42. Sven sagt:

    Das Karaoke-Taxi von Krawatten Dieter ist ein super Party Mobil 😉

    https://www.facebook.com/Krawattendieter

  43. Uwe sagt:

    Bisschen spät, ich weiß…
    Bei mir im Taxi läuft entweder Radio21 oder CD. Beschwert hat sich noch keiner, im Gegenteil!
    Beispiele?
    3 Jungs, ca. 17 vor der hiesigen Disko aufgesammelt, im Radio lief gerade Deep Purple. Die Schüchterne Frage der Jungs: können sie das wohl lauter machen?
    Ehepaar, ca. 45-50, zufällig lief gerade Dire Straits „Brothers in Arms“, Liveversion, über 8 Minuten. Die Fahrt dauerte zwar nur halb so lange, aber als mir die Frau 5 Euro in die Hand drückte mit der Bitte, das Lied zuende hören zu dürfen waren wir beide glücklich. 😉
    Anscheinend habe ich ein gutes Händchen, was die Musik angeht. 🙂

  44. Sash sagt:

    @Uwe:
    Auf Classic Rock kann man sich dann meistens doch ganz gut einigen 😀
    Meine CD’s sind leider meist etwas arg gemischt und verstören die Leute eher …

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