In fremden Zungen (1)

Ein guter Anfang für eine Tour ist es, wenn ein Winker mit englischem Akzent am Moritzplatz folgendes verlangt:

„Nach Mitte!“

Das schließt immerhin 2 von 4 Richtungen aus. Die Frage nach der Straße beantwortet er mit:

„Zoostr.!“

Uff! Ich gebe ja immer wieder gern öffentlich zu, dass ich nicht alles in Berlin kenne, aber eine Zoostr. müsste doch drin sein. Aber würde die nicht eher Richtung Zoo liegen – also Charlottenburg und nicht Mitte?

„Wirklich Zoostr.?

„Ja, Zoostr. Ecke Gormänn!“

„OK! TORstr….“

Naja, Hauptsache angekommen!

12 Kommentare bis “In fremden Zungen (1)”

  1. Will Sagen sagt:

    Vielleicht hätte Gooooooooooooooooaaaaaaaaaalstreet sagen sollen. Das Foto ist genau dort an der Ecke entstanden:
    http://www.flickr.com/photos/mompl/508198283/

  2. Ana sagt:

    Aber das Thema schlechte Taxifahrer lässt uns nich so schnell los 😀
    Manch anderer wär erstmal zu einer Zoostr (oder wenns die nich gibt zum Zoo) gefahren um sich dann dank laufendem Meter zu freuzanken.

  3. Sash sagt:

    @Will Sagen:
    Geiles Foto! Ob ich einen übersetzten Straßennamen geblickt hätte? Eher nicht. Bei mir kommt man mit „Suhlischdagaadn“ zum Zoo, aber mit Goal nicht ans Ziel… oder so 😉

  4. Sash sagt:

    @Ana:
    Nee, also so dreist geht mal nicht.
    Ich fahre nur noch los, wenn ich oder Fahrgast ganz sicher wissen, wo es hingeht. Alles andere kann nur Ärger bedeuten. OK, Alternative: Mein Navi behauptet, den Weg zu kennen 🙂

  5. Seismo sagt:

    Bei Touristen ist das ja echt verständlich wenn die etwas nicht aussprechen können. Wenn das allerdings von Menschen kommt die schon jahrelang an den Adressen wohnen und sie trotzdem nicht aussprechen können kann es schon mal passieren dass ich ihnen empfehle ihre Adresse eben aufzuschreiben wenn sie sie schon nicht aussprechen können.
    Bei uns gibt es beispielsweise eine Dame (Asiatin, vermutlich Chinesin) die ihre eigene Adresse nicht aussprechen kann. Zu Sparkassenplatz sagt sie „Kakassebaaaa“. Als ich die das erste mal gefahren hab war das eine echt Herausforderung die Adresse rauszubekommen. Solche Kunden erleichtern die Arbeit auch nicht gerade.

  6. Marcus sagt:

    Muss ich mir eigentlich als Kunde auch den Zielort vor Abgabe bestätigen lassen? ( da wollte ich letztens in Stuttgart von Hbf zur Porsche“arena….aber gefahren sind wir zum Porsche“areal“ ). Pff….ist das nun eigenes verschulden von mir, wenns nicht richtig verstanden wurde?

  7. Marcus sagt:

    äh natürlich sollte das Abfahrt und nicht Abgabe heißen.

  8. Sash sagt:

    @Seismo:
    Von der Dame hattest du ja schon mal geschrieben. 🙂
    Ich sehe ja zu, dass ich den Leuten immer zu helfen versuche, aber letztlich kann ich keine Wunder vollbringen. Irgendeine Form von Adresse brauchen wir ja schließlich. Ob wir die letztlich mit Aussprache, Zeigen auf dem Stadtplan, Buchstabieren am Navi oder mit wortlosem Deuten auf eine Visitenkarte des Zielortes umsetzen, ist mir erst einmal egal. Und da ich nicht weiss, was die Leute für einen Hintergrund haben, unterscheide ich da eigentlich auch nicht groß zwischen Touris und Alteingesessenen.
    Letztlich hängt es aber von mir ab, ob ich die Leute fahre – und ich fahre nicht mehr zu Orten, die theoretisch überall liegen könnten. Auch im Interesse der Kunden. Ich würde es also auch allen empfehlen, eine Adresse irgendwie lesbar dabei zu haben. Ist in aller Regel kein Act und beugt Ärger vor.

  9. Sash sagt:

    @Marcus:
    Wow, das ist mal eine gute Frage!
    Also so ist mir der Fall bisher glaube ich nie untergekommen. Ich hab sogar meine Zweifel, ob es da rechtlich gesehen Referenzfälle gibt.
    Ich denke mal, da kommt man um eine individuelle Klärung im Einzelfall nicht rum…

  10. taxi123 sagt:

    Ich finde auch, daß es eine gute Idee ist, wenn man die Adresse in der Landessprache zum Lesen für den Taxifahrer dabeihat. Ausspracheprobleme können sonst ganz schnell zu interessanten Stadtrundfahrten führen. Bei mir bis jetzt meist Asiaten mit Problemen bei der Aussprache von -ch- oder/und -r-.

  11. Sash sagt:

    @taxi123:
    Ich halte es wirklich nicht nur für eine gute Idee, sondern für eine Grundsatzgeschichte. Zugegeben, in einem Dorf mit 500 Einwohnern reicht „Kneipe“ als Fahrtziel. In Berlin kann man selbst bei „Hotel Holiday Inn im Osten“ noch falsch liegen.
    Und das hat ja nun auch nichts mit Boshaftigkeit zu tun. Ich würde ja auch nur gerne den Kunden unnötiges Gegurke ersparen.

  12. Seismo sagt:

    Ja das kann leicht sein dass ich schon mal über diese Dame geschrieben habe. Die ärgert mich auch im nachhinein noch ziemlich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

%d Bloggern gefällt das: