In English, please!

Was bin ich froh, dass ich ein wenig englisch kann!

Ehrlich gesagt, ich schäme mich nach wie vor ein wenig für mein Vokabular, aber vielleicht hab ich da auch etwas zu hohe Ansprüche an mich selbst, weil ich offensichtlich mit der deutschen Sprache recht gut umgehen kann.

Gestern hatte ich dann gleich zu Beginn zwei Engländer (Vulkanausbruchsopfer) im Wagen, die höchst erfreut waren, mit mir einen Fahrer gefunden zu haben, mit dem sie sich unterhalten konnten, wenngleich ich ihnen weder die „beste Karaoke-Bar“, noch den „besten Platz zum Essen am Potsdamer Platz“ nennen konnte.

Das sind übrigens die Momente, in denen ich mich nach einer überschaubareren Stadt sehne, aber in Berlin würde ich die richtige Antwort auf solche Fragen nicht einmal geben können, wenn ich die Speisekarten der angesagtesten 50 Lokalitäten auswendig lerne, weil die garantiert am anderen Ende der Stadt liegen würden, vom jeweiligen Kunden aus gesehen.

Der guten Laune im Auto hat es keinen Abbruch getan, und es war nicht leicht, überhaupt mal zu Wort zu kommen. Zumindest, als die Frau mir in einem endlos erscheinenden Monolog versucht hat, aufzuzeigen, was es für eine fantastische Geschichte wäre, wenn ich als Berliner Taxifahrer bloggen würde. 🙂

Gut, sie dachte eher daran, dass ich so eine Art Reiseführer für Touris mache, aber als ich ihr dann verkündet habe, dass ich längst schon blogge, allerdings eher über meine Kundschaft, schien ihr das auch lesenswert zu sein. Das Manko allerdings, das hat sie schnell erkannt: Ich blogge ja – ihr Leser habt es vielleicht gelegentlich zwischen all den Tippfehlern erahnt – auf Deutsch.

Dass mein Blog nun nicht gerade der Grund sein kann, eine so sackschwere Sprache wie Deutsch zu lernen, ist mir klar, aber selbst dafür hatten meine Fahrgäste eine Lösung:

Ich könnte doch einen zweiten Blog aufmachen, in dem ich einfach die Artikel meines deutschen Blogs durch Google übersetzt in Englisch präsentiere, und nebenbei – das war wirklich ihr Vorschlag! – Google für die schlechte Grammatik verantwortlich mache. Im Grunde eine verdammt geile Idee 😀

Ein bisschen zeitaufwändig vielleicht…

Vorerst haben sie sich aber jeweils eines meiner Kärtchen geben lassen und versprochen, zu Hause erst einmal selbst via Translator zu lesen. Und ich würde mich nicht wundern, wenn sie auf diesen Eintrag gewartet hätten. Ach ja, und der bisher beste Taxifahrer bin ich natürlich so oder so gewesen 🙂

Nice to meet you!

7 Kommentare bis “In English, please!”

  1. Sash sagt:

    @Waldling:
    Nur Teil einer englischsprachigen Community kann ich so natürlich nicht werden. Dafür hat sie vor allem geworben.

  2. Waldling sagt:

    Ich meinte damit diesen Vorschlag:
    „Ich könnte doch einen zweiten Blog aufmachen, in dem ich einfach die Artikel meines deutschen Blogs durch Google übersetzt in Englisch präsentiere, und nebenbei – das war wirklich ihr Vorschlag! – Google für die schlechte Grammatik verantwortlich mache. Im Grunde eine verdammt geile Idee
    Ein bisschen zeitaufwändig vielleicht…“
    So zeitaufwändig ist das nicht wirklich, siehe mein vorheriger Link 😀

  3. Aro sagt:

    Genau. Und kürzer: http://is.gd/by90l kannst Du Dir den Link sogar noch auf die Visitenkarte schreiben.

    Oder Du versteckst das hinter einer England-Fahne, wie meine Mam das macht: http://www.buddy-fans.de/
    Alles wird gut.

  4. It was nice to meet you too Sash!

    And yes, you were the best taxi driver we met in berlin. 🙂

  5. Sash sagt:

    @Graham Cluley:
    Nice to hear that again! So I see you made it back home and I still hope you found some pleasure in our city.

    And I’ll add you comment to my custumers meanings 🙂

  6. Nicolas sagt:

    Du hast übrigens deinen Standort gleich um die Ecke der besten Karaokebar Berlins: http://www.karaokemonster.de

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