Es gibt Happy Ends – wenn man sucht!

Man stelle sich einfach mal vor, man geht so richtig züchtig feiern. Also nicht im Sinne von Zucht… obwohl es ja eine Hochzeit war. Hmm, ich sollte den ethymologischen Hintergrund von „züchtig“ nochmal ergooglen!

Naja, da kommt man dann also „dezent alkoholisiert“ von der Feier in Friedrichshain und beschließt unterwegs, dass man doch besser ein Taxi nimmt als die Bahn. Man hält eines an und nennt die Zieladresse. Der Taxifahrer ist scheinbar noch neu, kann kaum deutsch und irgendwie bekommt er es einfach nicht hin, das Navi zu programmieren. Die Zieladresse soll in Ahrensfelde liegen. Als der Taxifahrer dann in Hellersdorf angekommen ist und zugibt, dass er jetzt auch nicht mehr weiter weiss, beschliesst man, auszusteigen.

Man beschließt, angesichts dieses Mißerfolges wohl doch besser die Bahn zu nehmen. In Marzahn umsteigen, und dann passt das schon! Die Bahn kommt, man steigt ein und fühlt sich gleich wohl.

Als man das nächste Mal die Augen aufmacht, ist man beinahe wieder in Friedrichshain. Mist, Haltestelle verpennt! Aber so richtig! Also raus, und erst mal in Richtung Ahrensfelde laufen…

Was freut einen dann am meisten?

Richtig: Wenn der Sash mit seinem Taxi des Weges kommt und einen sicher heim bringt!

OK, ich muss gestehen, es war nicht ganz so einfach. Die Straße, die der gute Mann mir genannt hat, kannte ich nicht. Sowas ist nicht ungewöhnlich. Schlimmer aber: Mein Navi kannte sie auch nicht. Hier sind wir an einem blöden Punkt. Der hat sich in zwei Fällen erledigt:

  1. Man nimmt einen Stadtplan zur Hand.
  2. Man tastet sich verbal behutsam beim Fahrgast vor…

Ich habe natürlich letzteres gewählt, und so kam nach einigen unverständlichen und unwichtigen Sätzen auch heraus, dass die Straße nur gefühlt in Ahrensfelde liegt (dachte ich mir fast), und offiziell noch in Marzahn. Für Normalbürger ist das egal, aber mein Navi macht da bei Stadtgrenzen keine Gefälligkeitsgeschenke. Wird beim Kollegen ähnlich gewesen sein. Und siehe da: In Berlin findet es die Straße! Und dass ich mit Navi die Straße finde, ist ja wohl klar…

Naja, manchmal muss man auf das Happy End eben warten.

Wie früher…

Gestern habe ich dann also meinen ersten behinderten Fahrgast gehabt. Teilzeitbehinderungen durch Drogenkonsum nehme ich von der Zählweise aus.

Warum schreibe ich das? Eigentlich bin ich ja eher ein Mensch, dem es fast schon egal ist, in welcher Gestalt sich Menschen bei ihm einfinden. So ist es auch. Aber ich habe vier Jahre lang im Behindertenfahrdienst gearbeitet – und diese vier Jahre sind natürlich nicht spurlos an mir vorübergegangen. Das komplette Gegenteil ist der Fall. Ohne den Job wäre ich heute nicht Taxifahrer – weil ich mich wohl gar nicht für Personenbeförderung interessiert hätte. Zudem habe ich im Nachhinein gemerkt, dass ich vor dieser Zeit sehr wohl Vorurteile und Berührungsängste hatte – was ich immer dementiert hätte. Zudem habe ich gelernt, dass es in dieser Welt durchaus noch Arbeitsplätze gibt, die nicht durch nervige Chefs, allgemeine Unzufriedenheit oder überbordende Kontrolle geprägt sind. Die Zeit hat mir also wirklich sehr geholfen in meiner Prsönlichkeitsentwicklung und meiner Lebensplanung.

Da hat es mich einfach wahnsinnig gefreut, ein wenig Erinnerungen an diese Zeit aufkommen zu lassen. Der Fahrgast war wirklich ein sehr netter Kerl. Es war zwar schwer mit der Kommunikation, da er eine schwer verständliche Aussprache hatte – aber für den ein oder anderen Witz auf der Strecke hat es gereicht.

Aber natürlich gab es auch hier negatives zu berichten: Ein Kollege vor mir hat den Mann nach einer kurzen Musterung stehen lassen. Lungenpest und Getriebeschaden diesem Arschloch!

Ich kann mich nicht beschweren, wenngleich die Fahrt streckenmäßig nicht der Überhammer war. Mit 1,20 € Trinkgeld hat es aber immerhin auf einen Zehner gereicht. Und mehr als 2 Minuten Mehraufwand für kleine Hilfen waren es auch nicht.

Es geht was im Taxiland Berlin…

Der Taxiblogger hat eben geschrieben, dass am nächsten Montag – von 9.00 Uhr bis 10.30 Uhr der Flughafen Tegel blockiert werden soll. Auch der Tagesspiegel berichtet darüber.

Ich bedauere ja schon fast, dass das nicht in meine Schicht fällt…

Worum geht es?

Zum einen geht es um den reichlich bekloppten Plan, zukünftig in Tegel Sondergebühren zu verlangen. Diese Gebühr beträgt 50 Cent, und die muss man als Taxifahrer künftig zahlen, wenn man von Tegel aus einen Fahrgast mitnehmen will. Man zahlt als Taxifahrer auch bisher schon, um in Tegel Passagiere aufnehmen zu können. Allerdings eine Pauschale von (soweit ich weiss – ich hab keine Berechtigung) 70 € im Jahr. In Zukunft dürfen wir den Kunden die Kosten zwar in Rechnung stellen – der Flughafen will im Gegenzug kontrollieren, ob die Taxen in Tegel auch sauber sind, und ob die Fahrer englisch können und Kreditkartenzahlung akzeptieren.

Zum anderen geht es um die Tariferhöhung, die der Senat und die Taxiverbände der Stadt ausgehandelt haben. So wird die Kurzstrecke von 3,50 auf 4 € erhöht und die Grundgebühr von 3,00 auf 3,20 €. Die Kilometerpreise steigen von 1,58 auf 1,65 € (die ersten 7 km) und von 1,20 auf 1,28 (alle weiteren).

Und dagegen wird protestiert: Gegen eine Abzocke der Kunden!

Sollte ich mich nicht eher über mehr Einnahmen freuen? Und darüber, dass in Tegel schwarze Schafe aussortiert werden? Nicht wirklich!

In Tegel geht es lediglich um mehr Geld. Und zwar für den Flughafen. Die jetzt geforderten Standards sind nichts neues, und es ist irgendwie seltsam, dass man jetzt saubere Autos ausgerechnet am Flughafen durchsetzen will, wenn es sonst angeblich niemanden interessiert. Der Flughafen Tegel ist in eklatanter Weise auf Taxen angewiesen, da er eine grottenschlechte Verkehrsanbindung hat – also mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Keine S-Bahn, keine U-Bahn, lediglich eine Buslinie verbindet den Flughafen mit dem Rest der Stadt. Viele Kunden sind also darauf angewiesen – warum also jetzt die dringend benötigten Partner dazu zwingen, den Kunden das Geld abzuzocken. Zumal der schlechte Ruf natürlich an uns hängen bleibt. Statt einer Erhöhung der Landegebühren um vielleicht 20 Cent zu überdenken, muss man jetzt den Taxikunden das Geld über Umwege abzocken und sich damit brüsten, dass man für die Qualität sorgt, die alle Taxiverbände und vor allem die Fahrer selbst seit Jahren wenigstens versuchen, einzuhalten. Ich finde das einen echt miesen Deal.

Abgesehen davon ist es auch nicht sonderlich prickelnd, ständig (wenn sie das denn überhaupt machen) Kontrollen bezüglich der Sauberkeit und Sprachkenntnisse über sich ergehen zu lassen.

Und dann wäre da noch die Tariferhöhung. Super!

Natürlich bin ich der Meinung, dass die Taxitarife mit der Zeit gehen müssen. Sie sind mehr oder minder das, was in anderen Branchen der Lohn ist – und da ist eine Erhöhung gelegentlich sinnvoll. Aber man darf nicht vergessen, dass in unserer Branche jede Preiserhöhung auch mit einem Kundenverlust einhergehen kann. Nach meinen Schätzungen sorgt die Tariferhöhung dafür, dass ich täglich etwa 5 € mehr in der Kasse habe. Das ist natürlich schön. Wenn aber nur einer meiner Kunden sagt, er findet das scheiße, und er deswegen (so albern das vielleicht bei 50 Cent sein mag) nicht mit dem Taxi fährt – aus Prinzip und so – dann habe ich eher 5 € weniger davon. Vom noch schlechteren Ruf ganz zu schweigen.

Deswegen finde ich es eigentlich grandios, dass die Fahrer mal zeigen, dass das nicht ihre Idee ist – und ich habe bisher wirklich keine allumfassend positiven Meinungen zur Tariferhöhung oder der Tegel-Gebühr gehört – obwohl wir immer diejenigen sind, die deswegen angeschnauzt werden, bzw. denen man natürlich auch unterstellt, dass wir ja sowieso dafür wären, weil wir ja profitieren.

Na, mal sehen, was das gibt…

Danke Tanke!

Ich gebe zu, die Überschrift ist geklaut von Götz Widmann – aber da ich dieses Lied sehr gerne mag (oh, ich kenne die Phase!) – kann man das ja mal machen…

Naja, inzwischen habe ich wieder so etwas wie eine Stammtanke – bei der ich 4 bis 5 mal die Woche aufschlage. Eigentlich immer, wenn ich arbeite. In Ermangelung weiterer Innenstadt-Erdgas-Tanken ist das auch nicht weiter verwunderlich. Nach Schönefeld kommt man schließlich auch nicht immer. Naja, heute früh hab ich schon mal getankt – mit dem üblichen Hintergedanken:

„Naja, eine Tour noch…“

Während ich bezahlt habe, standen an der anderen Kasse zwei Typen, die nach dem Club der Visionäre fragten. Der Angestellte konnte dazu nichts sagen, also hab ich mich eingemischt, und ihnen Entfernung und Weg genannt. Die beiden haben sich bedankt, und daraufhin hat der Kassierer gleich den Vorschlag gemacht:

„Also ich würd mir ein Taxi nehmen. Hier – er hat eins!“

Aber die wollten nicht wirklich:

„Nee, zurück vielleicht… noch isses zu früh!“

Naja, ich hab mich ins Auto gesetzt und bekam dann draussen vom einen noch zu hören:

„DEM (auf mich zeigend) traue ich eh nicht!“

Na gut, also losgefahren, gewendet um zum Matrix zu cruisen… und wer hält mich auf der anderen Straßenseite an? Ist ja logisch.

„Das hätten wir auch gleich drüben machen können…“

hab ich noch gesagt.

„Nee nee, wir wissen schon, was wir machen. Mach mal Kurzstrecke! Zum Club der Visionäre. Reicht das?“

„Weiss ich nicht sicher, aber in die Nähe kommen wir!“

300 Meter vorher hab ich sie dann rausgelassen, und unzufrieden waren sie nicht wirklich – auch wenn das bisher so klang. Zitat zum Abschluss gefällig?

„Hey, es gibt coole Taxifahrer – und es gibt supercoole Taxifahrer!“

Danach hab ich dann aber trotzdem Feierabend gemacht.

Kurzstrecke jetzt billiger!

Sorry für die Überschrift. So wie es aussieht, wird die Kurzstrecke sogar teurer in der nächsten Zeit – aber das wird noch Thema hier sein. Darum geht es aber gar nicht. Hatte heute folgendes: Stehe an einer Ampel in Prenz’lberg und warte. Da tritt ein Mann an mich heran und es entspann sich folgender Dialog:

„Ähm… machste ne Kurzstrecke?“

„???“

„Zum Alex?“

„Hmm… könnte…“

„3 Euro?“

„Kurzstrecke kostet aber schon 3,50.“

„Ja, aber machste drei?“

„Da kann ich ja nicht mal das Taxameter anschalten…“

„Ja und? Machste? Schnell, es wird grün!“

„Hmm… Nö!“

Boah hat das gut getan, an so einer Stelle mal die Gesichtszüge entgleisen zu sehen.

„Äh… na… dann. OK, ciao!“

OK, es wäre nicht der allermieseste Deal gewesen – aber natürlich auch nicht in Ordnung. Abgesehen davon: Der Typ hatte keinen Notfall, keine Eile – und allem Anschein nach auch keine finanziellen Probleme. Ihm waren wahrscheinlich einfach 10 Minuten warten auf die Bahn zu lange. Und da muss er damit leben, dass es 3,50 und nicht 3,00 € sind. Tut mir nicht einmal leid…

Hauptsache satt!

„Ihr braucht ein Taxi! Ihr braucht unbedingt ein Taxi!“

Ich konnte mir diese Gedanken nicht verkneifen, als ich nach ewigem Rumfahren auf dem Weg zum Matrix zwei Jungs an der Ecke Warschauer/Stralauer gesehen hab. Ich stand an der Ampel, und sie suchten was, laberten, aber niemand beachtete mich. Dann wurde es grün, und der eine meinte:

„Hey, there’s a cab. He could…“

Also vielleicht funktioniert das mit der Telekinese ja doch.

„We wanna go to the wombat’s hostel, but first we need something to eat. And an ATM!“

OK, kurz nachdenken. An der Ecke Warschauer/Revaler ist eine Sparkasse und kurz darauf – am Frankfurter Tor – ein Mac. Beides nur ein minimaler Umweg. Normalerweise sind das etwa 11 bis 12 €, so vielleicht 15 – je nach Wartezeit.

„Is McDonald’s ok?“

„Great! Just something to eat!!! And an ATM!“

OK, ich halte also an der Sparkasse, und daraufhin sprintet einer der beiden rein. Der andere bedankt sich schonmal zigfach – was nicht das letzte Mal sein sollte. Sein Kumpel kam gleich wieder raus und drückte mir einen Zettel in die Hand. Ein Auszug vom Kontoauszugsdrucker: Ihre Karte ist an diesem Automat nicht gültig – oder so in der Art. Ich erklärte ihm, dass er das falsche Gerät genommen hat.

Nach einem zweiten erfolglosen Versuch komme ich mit in die Bank. Selten habe ich so eine Freude bei meinen Fahrgästen erlebt wie bei den beiden, als sie feststellten, dass es dort das Menü auch in Englisch gab. 2 Minuten später standen wir vor dem McD, aber der hatte zu.

„Is there another one?“

Ich hab ihnen gesagt, dass es ganz nahe – am Ostbahnhof – noch einen gibt. Ich hab aber gleich gesagt, dass der zwar 24/7 offen hat – was sie dort aber nicht davon abhält, gelegentlich zum Putzen für ein paar Stunden zu schließen. Ich sollte sie hinbringen. War natürlich nichts. Inzwischen war ihnen eigentlich alles egal, so dass sie mich fragten, ob ich einen Döner-Stand wüsste.

Ich hab sie dann zum Bistro Antalya gefahren – was wahrscheinlich nicht der nächste war – aber es war der einzige in der direkten Umgebung, der ziemlich leuchtstark damit wirbt, Tag und Nacht geöffnet zu haben. Ich hab ihnen gleich gesagt, dass ich für ihren Hunger zwar vollstes Verständnis habe, in meinem Auto aber gilt:

„strictly no kebap eating!“

Wie in einem rosafarbenen Traum haben sie das mit einem Lächeln akzeptiert und versprochen, erst im Hostel zu essen. Tat mir fast schon leid – aber wie das Auto nach zwei Dönern in den Händen besoffener Australier aussieht und riecht, konnte ich mir zum Glück bildlich vorstellen, was mich dabei unterstützte, nicht schwach zu werden. Also habe ich vor dem Laden auf sie gewartet.

Die Minuten zogen ins Land, damit auch langsam der Taxameterstand. Ich habe ihnen vorher ordnungsgemäß mitgeteilt, dass 5 Minuten 2 € kosten, was sie ok fanden. Super! So sollte es immer laufen!

Die Fahrt zum Hostel baten sie mich um den schnellsten Weg und erzählten mir ganz stolz, dass sie sich jeweils folgendes geholt haben:

„a turkish pizza with meat and salad. and a saucage! All in one!“

Na denn, wohl bekomm’s. Die Fahrt war kurz und geprägt von ihrer Verwunderung über die niedrigen Preise beim Döner, und ich war ähnlich zufrieden, weil die Uhr bei unserer Ankunft 23,30 € zeigte. Ich bekam einen Stapel 5er in die Hand gedrückt und etwas Kleingeld:

„Thats about 28 Euro or something like this. Thank you very much and have a nice night. We love Berlin! We love you, guy!“

Und tatsächlich haben sie mir 28,20 € vermacht. Alles in allem eine verdammt geile Fahrt. Naja, es findet sich bestimmt ein Kollege, der aus irgendwelchen Gründen keine Touris zur Bank fährt…

Kauft das Buch!

Wie kam Sash eigentlich zum Taxifahren? Das beschreibt er in seinem ersten eBook "Papa, ich geh zum Zirkus!".

Immer dranbleiben!

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Noch ein Blog?

Kleiner Tipp: Sash hat noch einen zweiten Blog, auf dem es auch gelegentlich was zu lesen gibt.

Green Queen und das erste Mal

Ein gemischtes Dreierteam ist mir am Matrix ins Auto gestiegen. Zwei Mädels, ein Kerl. Den Unterhaltungen nach aus Kanada und den USA. Es war eine ordentliche Fahrt – bis nach Wilmersdorf zu einem mir von der Ortskundeprüfung bekannten Hotel. Die drei waren ganz gut mit sich selbst beschäftigt und legten wenig Wert auf eine Unterhaltung mit mir, sondern sinnierten lieber untereinander über die deutschen Verkehrsregeln und die Möglichkeiten, sich in einer anderen europäischen Stadt vielleicht noch einmal zu treffen. Das war alles eine nette Geschichte, und die Kilometer sind nur so verflogen – fast als wäre ich alleine im Auto.

Am Hotel angekommen, waren sie sehr freundlich und bedankten sich recht herzlich. Die Uhr stand bei 19,50 €, und so ging es dann ans Bezahlen.

15 €…

Sie haben tatsächlich nur 15 € zusammenbekommen. Das ist gewiss kein Weltuntergang, aber ich war dennoch ein wenig erstaunt, wie sorglos die unterwegs waren. Die Tatsache haben sie auch völlig selbstverständlich hingenommen und haben gleich überlegt, vielleicht noch einen Geldautomaten anzusteuern. Ich habe mich etwas gewundert, denn eigentlich kriegen das die meisten vorher auf die Reihe, und man hält dann unterwegs – ist eigentlich auch logischer.

Naja, mein Beifahrer meinte dann, er würde mir auch seinen letzten kanadischen Schein vermachen – gab aber gleich zu Bedenken, dass der mir wahrscheinlich nicht viel bringen würde hier. Ich hab letzten Endes aber angenommen. Zum ersten, weil ich gar nicht so große Lust hatte, jetzt noch nach einem Geldautomaten zu suchen. Zum zweiten wäre es das erste Mal, dass ich ausländische Währung im Taxi bekomme. Zum dritten aber schien mir der Schein vor allem ein fairer Ersatz für die letzten 4,50 € zu sein:

Ist ihnen schlecht, eure Majestät? Sie sehen so... grün aus.

Ist ihnen schlecht, eure Majestät? Sie sehen so... grün aus.

Und nachdem ich nun den Wechselkurs angeschaut habe, fühle ich mich bestätigt: Mehr als 12 € bekomme ich dafür. Wenn ich ihn nicht so oder so als Andenken behalte…