Leute, wie bekloppt kann man sein?

Aus dem unglaublichen Erfahrungsschatz meiner Fahrgäste kann ich heute folgendes zum Besten geben:

1.)
Heiraten: Kann man machen und es ist ein gutes Zeichen, wenn zwei Jahre später noch alles Bestens ist.

2.)
Wenn man zwei Jahre verheiratet ist, kann man – diverse andere Entscheidungen vorausgesetzt – auch gemeinsam einen Kredit für ein Haus aufnehmen.

3.)
Vier Wochen nach diesem Punkt zu offenbaren, man hätte seit ein paar Monaten jemand neuen ist so doof, dass man meine Aussagen zu Punkt 1 und 2 locker in die Tonne treten kann.

Und ich dachte mal, mir fällt schon für alles eine passende Antwort ein …

Die Jugend von heute …

Ach, wie viele wunderbar beschissene Texte fangen mit den Worten „Die Jugend von heute …“ an? Meist kommt danach viel Geschwurbel von vermeintlichen Werten, die die meisten derer, die o.g. Worte aussprechen, auch allenfalls als Worthülsen kennen: „Anstand“, „Moral“, diese Geschichten.

Meine Geschichte ist nun nicht das ganz große Glockengeläute, ich wollte eher was von gegenseitiger Hilfe erzählen. Angefangen hat alles prima. Ich war kurz an den Ostbahnhof rangefahren, war binnen anderthalb Minuten erster in der Reihe und kaum, dass mein Kollege Herbert aus seinem Auto gekraxelt war, um mich zu begrüßen, standen schon vier Jungs vor mir und wollten einsteigen.

„Fahr mal schön weit weg!“

rief mir Herbert noch hinterher. Ein zweifelsohne ziemlich optimistischer Wunsch zwischen vier Minderjährigen, die wahrscheinlich mangels Ausweis in einen Club nicht reingekommen waren.
Wo sie wirklich herkamen, weiß ich nicht. Hat sich zwischen ihrem englisch-deutschen Kauderwelsch selbst für meine geübten Ohren nicht raushören lassen, wahrscheinlich haben sie es also nicht erwähnt. Das Fahrtziel jedoch, so wurde mir umgehend erklärt, sei „kompliziert“.

War es natürlich nicht. Sie wollten einfach der Reihe nach aussteigen – und ihre Strecke beinhaltete nur einen minimalen Umweg. Dass es über Zehlendorf bis nach Kleinmachnow gehen sollte, war jedoch eine Überraschung. Ich hab die Tour zwar mit „45 Euro plusminus 5“ deutlich zu hoch angesetzt, aber sowas in der Art hatten sie eingeplant. Ich hätte wirklich nie gedacht, dass Herberts Wunsch tatsächlich so schnell umgesetzt werden würde …

Einen kurzen Schreckmoment gab es noch – denn nach einem Kilometer stellte einer der Jungs fest, dass er etwas vergessen hatte. Wir mussten also umkehren. Da das natürlich (mit dem Taxi!!!einself!) horrend teuer sein würde, überlegten sie, doch mit Bus und Bahn zu fahren. Mein Einwand, dass die Chose am Ende vielleicht drei Euro kostet, hat sie jedoch glücklicherweise beruhigt. Für die Tour hätte ich beim Warten auch die Uhr angehalten oder gleich einen Festpreis ausgehandelt (Das Ziel lag ja außerhalb des Pflichtfahrgebietes) – aber ich wollte mal nicht mit der Tür ins Haus fallen.

Es hat wirklich nur drei Euro mehr gekostet – und selbst mit diesem Bonus sollte die Fahrt am Ende mit 36,40 € deutlich unter dem bleiben, was ich angepeilt hatte. Dennoch natürlich super für mich – und den Jungs hätte ich eigentlich auch ein bisschen mehr Begeisterung gewünscht. Die gingen immerhin zwischenzeitlich von einem Fuffi aus.

Aber da kommen wir zum Thema: Das Bezahlen. Im Grunde natürlich getrennt – zumindest zwischen den drei Zehlendorfern und dem einen Kleinmachnesen. Ob das möglich wäre?

„Selbstverständlich. Wäre bloß nett, wenn ihr dann nicht beide mit einem Fuffi zahlt …“

Nix dagegen, die 30 € bis zum Ausstieg des letzten Zehlendorfers mit einem Schein entgegenzunehmen – aber dann gleich hinterher nochmal 40 € Wechselgeld rausrücken …
Es wäre natürlich gegangen. Eine Einigung unter den Jungs war mir allerdings wenigstens lieber als das und das wollte ich vorsorglich mal ansprechen.

Nun also ging das große Rumrechnen los. Ich bin da vielleicht einen etwas sorglosen Umgang mit Geld gewöhnt, aber für mich war die Sache recht klar:

Die Uhr stünde in Zehlendorf bei ca. 30, der letzte der Dreiergruppe gibt mir einen Fuffi. Ich gebe ihm zwei Zehner raus – und (da der Auswärtige offenbar nur noch ein paar Euro dabei hatte) der könne sich ja dann einen Schein, leihweise oder gegen sein letztes Cash, einstecken und den Rest der Fahrt locker begleichen.

Tja, denkste!

Wo kämen wir auch hin, wenn man am Ende einer plötzlich 10 € billigeren Taxifahrt – an deren Ende der Eine im Übrigen noch Geld gefunden hat, das seine Mutter ihm fürs Taxi mitgegeben hat! – tatsächlich noch einen Zehner übrig hätte, um ihn einem Kumpel zu borgen!?

Die Uhr stand beim Ausstieg des letzten Berliners bei 29,60 € – und wenn ich eine Spur fieser wäre als ich bin, würde ich Euch raten lassen, wie sie das alles gelöst haben. Aber es ist Samstag und erster Juni – da mache ich mal eine Ausnahme!

Das letzte Kleingeld wurde zusammengesucht, sodass der Zehlendorfer mir 50,60 € gab, dazu die Bitte, ihm 21 € wieder auszuhändigen. Den einen Euro gab er dann (leihweise!) an seinen auswärtigen Kumpel weiter, womit der mit geschätzten 8 € in der Tasche die von mir veranschlagten „6 Euro irgendwas“ zahlen könnte. Was der dann im Anschluss natürlich auch tat. Er hatte die aufgelaufenen 6,80 € auch tatsächlich noch passend. Ich konnte mein Glück kaum fassen! -.-

Zugegeben: Eine Tour, die mit 45 € angesetzt ist, dann auf 36,40 € endet, zwei zahlende Parteien beeinhaltet und nicht einmal 10 Cent Trinkgeld abwirft, ist so selten, dass es schon wieder komisch ist. Da werdet ihr von mir keine bösen Worte hören. Was einen aber dazu bringt, bei einer Fahrt, bei der bislang 29,60 € aufgelaufen sind und ein Kumpel noch weiter fährt, nicht einmal 30 hinzulegen (Egal, ob zu Gunsten des Taxifahrers oder des Kumpels), da setzt bei mir der Verstand aus.

Ich hab mit meinem Vater einen großen Mahner in der Familie, der diesen Satz „Beim Geld hört die Freundschaft auf!“ predigt. Mir ist das nicht unbekannt. Aber auch wenn ich mich gerne mal von einer finanziellen Misere in die nächste stürze: Die paar Euro, die ich irgendwelchen Leuten mal ausgelegt, geschenkt oder vorgestreckt und dann vergessen hab – DIE machen, so zahlreich sie sein mögen, dabei nichts aus! Denn glücklicherweise handhaben das die Leute um mich rum auch so …

Also abgesehen von manchen Kunden, wie man sieht. Um die Einstellung beneide ich „die Jugend von heute“ – um mal zum Ausgangspunkt zurückzukehren – nicht. Aber nicht, weil das mich irgendwie stört oder ich da irgendwelche Werte verletzt sehen würde. Das hat eher so ein bisschen was von Fremdscham, ganz ehrlich …

Medienpräsenz

Die ist im Taxi gar nicht mal so gering. Und damit meine ich weder mein Handy, das für mich die Medien ins Auto bringt – sondern die Leute aus dem Genre. Während ich mit Promis insgesamt nur recht wenig bis gar nichts zu tun hab, weil ich die Leute überwiegend einfach auf der Straße einsammele, sind es oft die, die im Hintergrund bis spät in die Nacht arbeiten, die mir ins Auto purzeln. Wobei das mit dem „Arbeiten“ ja gerade in dem Umfeld, in dem auch Sehen und Gesehenwerden eine Rolle spielen, oft mal für Außenstehende nicht so leicht als Arbeit erkennbar ist. 😉

Sehr gefreut hat mich vor ein paar Wochen schon eine Fahrt gleich zu Schichtbeginn: Ein im besten Sinne jung gebliebener Typ schmiss sich an der O2-World in mein Auto und orderte eine Fahrt zur Masurenallee, zum RBB. Er kam von einem Konzert und hatte nun noch die Aufgabe, bis zu den frühen Morgenstunden eine Kritik auszuarbeiten und in sendefähiges Format zu bringen. Dass ein Wort das andere ergab, wo ich ja erst vor kurzem in seiner Sendeanstalt zu Gast war, versteht sich von selbst.
Was mir aber – wie immer – besonders das Herz erwärmte, war, einmal mehr einen Typen zu treffen, der einer recht seltsamen Beschäftigung zu unmöglichen Uhrzeiten nachging und sich einfach darüber gefreut hat. Ich hab ihn an der Tanke rausgelassen, wo er sich noch zwei Bier für die folgenden Stunden gekauft hat …

Nicht mehr nötig hatte ein Typ um die 30 zwei Bier, er hatte ganz offensichtlich schon einige mehr getrunken. Die Fahrtzielansage kam schon in recht eintönigem Singsang, gefolgt von der Feststellung, dass er der Feierkultur in Berlin nicht mehr so recht folgen könne. Es war bereits kurz vor fünf und er war anscheinend einer der ersten, der sich aus einer geselligen Runde gelöst hatte, der Rest wollte wohl noch weitermachen. Anderthalb Minuten Smalltalk später wusste er dann dank gezielten Nachfragen auch, dass ich blogge und versprach mir, ich würde dann sicher die Sendung kennen, die er machen würde. Tat ich.
Eine sehr schöne Ausnahme unter den Fernsehsendungen, ich lasse sie trotzdem unerwähnt, denn ich möchte dem armen Kerl auch nicht auf die Füße treten, der mir überschwänglich versprach, mich ins Fernsehen zu bringen, bevor er sich torkelnd im Schein seines Smartphones nach der Gabe von gerade einmal 40 Cent Trinkgeld vom Taxi entfernte. Hätten wir uns schon eine Stunde früher getroffen, wäre da vielleicht was draus geworden, wer weiß … 😉

Aber ich weiß ja, wie das läuft. Ich mach ja selbst irgendwie „was mit Medien“, nicht wahr?

Was wir Taxifahrer alles wissen …

Das war mal wieder so eine Lehrbuchgeschichte aus dem Bereich Ortskunde. Die Fahrgäste, die mir am Ostbahnhof eingestiegen sind, wollten zur Kalkreuthstraße. Die sagt mir was, schließlich liegen unweit nicht nur jede Menge oft als Fahrtziel genannte Kneipen und Hotels, nein, direkt im an die Kalkreuth anliegenden Hinterhof der Martin-Luther-Straße stand ich auch dreimal mit anderen P-Schein-Aspiranten und hab anschließend die Ortskundeprüfung versemmelt.

Die Straße ist zwar kurz, aber aus Gewohnheit hab ich trotzdem mal gefragt, wohin es genau gehen würde.

„It’s the Quentin Design Hotel. Number 12 Kalriut Street.“

Den Straßennamen hatten sie mir zuvor schon auf dem Handy gezeigt, sonst hätte das wohl etwas dauern können. 😉

Das Hotel war mir nie aufgefallen, ich hab auch keine Ahnung, ob es vielleicht nicht bis vor kurzem noch anders geheißen hat. Unterwegs hab ich dann sicherheitshalber die Nummer ins Navi eingegeben, nicht dass ich am letzten Eck noch falsch abbiege. Muss ja nicht sein, sowas. Soweit alles normal.

Dieses Mal hat es nur rund zweieinhalb Stunden gedauert, bis ein älteres Ehepaar auf den Rücksitzen der 1925 Platz nahm und auf die Frage nach dem Ziel antwortete:

„Das ist so ein Design-Hotel, es heißt jedenfalls so.“

„Meinen Sie das Quentin in der Kalckreuthstraße?“

„Ja! Ja, genau! Sie kennen das?“

Zufällig, aber ja. 🙂

Dieses Verkehrsdings …

…ihr wisst schon. Das mit den vielen Autos in einer Reihe, die alle hupen und wo man ohne Dachschaden nicht mehr rauskommt.

Also Stau.

Im Großen und Ganzen kann bin ich ja in der glücklichen Situation, aufgrund meiner Arbeitszeit staufrei zu leben. Klappt leider nicht immer. Zunächst war ich noch froh, dass mich die Winker in der Mühlenstraße weit unten erwischt haben. In der O2-World war gerade ein Konzert vorbei und dann ist der Irrsinn dort ja nicht mehr zu stoppen. Das Ziel der drei jungen Damen lag wenigstens halbwegs vernünftig, denn ich konnte kurz wenden und über Kreuzberg fahren – es ging nämlich bis nach Schöneberg.

Dass es inzwischen aber genügend andere Leute geschafft hatten, das Gedränge ebendorthin zu verlagern – das hat mir mal wieder keiner gesagt. Glücklicherweise sind Konzertgängerinnen auf dem Weg ins Hotel nicht so sehr von Hektik beseelt wie nachtverkehrsgewöhnte Taxifahrer! Sie haben es mit absoluter Gelassenheit hingenommen, dass ich sage und schreibe 25 Minuten gebraucht habe, um auch nur bis zum Kotti zu kommen. Gefühlt hätte ich in der Zeit zwischendrin nicht nur nach Schöneberg fahren können, sondern gleich noch mit einer Rücktour wieder zum Ausgangspunkt zurück. Das wäre zwar ein bisschen arg sportlich gewesen, aber allemal unterhaltsamer als das ewige Rumstehen.

Und 16 € wirken plötzlich gar nicht mehr so toll, wenn man dafür am Ende wirklich eine Dreiviertelstunde Fahrgäste an Bord hat – so nett sie auch waren.

Ich verneige mich in diesem Sinne einmal mehr von meinen am Tag fahrenden Kollegen. Ich könnte den Job wahrscheinlich wirklich nicht machen, inmitten dieser … ihr wisst schon.

Bauchgefühle …

„Können wir bei Ihnen mit Karte zahlen?“

„Leider nicht.“

Ich hab den Kollegen hinter mir noch schnell gefragt, der hatte leider auch keinen Card-Reader.

„Wir haben nur noch 20 €, deswegen …“

„Wo müssen Sie denn hin?“

„Nach Marzahn, Poelchaustraße. Ecke Allee der Kosmonauten.“

„Das kriegen wir hin, steigen Sie ein.“

Als ob ich wirklich gewusst hätte, ob es reicht. Tatsache ist eigentlich nur, dass ich jedes Mal überrascht bin, wie günstig meine Taxifahrten nach Hause sind. Vom Ostbahnhof kommt man mit einem Zwanni nach Marzahn, die Frage ist halt, wie weit …
Trantütig, wie ich ja auch manchmal sein kann, hab ich zudem beim ersten Hören des Ziels an die Ecke Poelchau/Märkische gedacht. So kamen mir unterwegs dann doch Zweifel. Und das, obwohl ich großspurig verkündet hatte, dass das mit 19,50 € sicher machbar wäre. Ein bisschen Mäßigung täte manchmal wohl not. Auf der anderen Seite war eine 20€-Tour nun ja nicht der schlechteste Fang – und soweit ich mich erinnere, hab ich seit mindestens einem Jahr kein einziges Mal die Uhr früher ausgemacht. Für die berühmte regelbestätigende Ausnahme kam doch ein Rentnerpärchen mit schwerem Gepäck gerade recht …

Pustekuchen: Inklusive am Ziel wenden und zu einem Hinterhaus zu fahren waren es 19,40 €.

Es raushaben, ohne das zu wissen: Auch eine Art unterschätzte geheime Superkraft. 🙂

Kauft das Buch!

Wie kam Sash eigentlich zum Taxifahren? Das beschreibt er in seinem ersten eBook "Papa, ich geh zum Zirkus!".

Immer dranbleiben!

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Noch ein Blog?

Kleiner Tipp: Sash hat noch einen zweiten Blog, auf dem es auch gelegentlich was zu lesen gibt.

Läuft, läuft nicht, läuft …

Ganz komisch. Ich komme ans Auto und entdecke erstmal einen Zettel vom Tagfahrer.

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Nicht nur, dass er eine kleinere Reparatur bislang nicht vornehmen konnte, nein, er schrieb zudem, dass unsere Stoßstange schon wieder hinüber sei – nur so, damit ich nicht denke, das sei auf dem Parkplatz passiert. Ich also gleich wieder raus und geguckt. Das Ergebnis kann man rechts sehen …

Offenbar war mein Kollege schon zum zweiten Mal in diesem Jahr unschuldig in die Deformation unseres Arbeitsgerätes verwickelt – dieses Mal verkündete der Zettel pragmatisch:

„Eine Radfahrerin hat versucht, durch’s Auto zu fahren.“

Ich hoffe ja mal, dass außer dem offensichtlich zerschmetterten Plastik nichts passiert ist. Meinetwegen kann man bei dem Schaden nun wirklich darüber streiten, ob das noch gerichtet werden muss, schließlich sollte die Außerdienststellung der 1925 noch in diesem Jahr vonstatten gehen. Und im Vergleich zum letzten Malheur versteckt sich dieses ja recht gut auf der linken Seite und ist vom Stand aus z.B. kaum wahrnehmbar für Kunden. Wesentlich weniger zumindest als die beiden Rostflecken, die wir inzwischen prominent vorne mittig auf der Motorhaube zur Schau stellen.

Man merkt dem Auto langsam das Alter an, da kann man machen, was man will. Dass jetzt die Bremsen mal wieder an der Reihe sind, ist eigentlich nicht verwunderlich, das passiert nunmal alle paar zehntausend Kilometer. Dass es sich allerdings schon soo schlimm anhört, hatte ich nicht erwartet. Hat mir heute Nacht echt die Laune verhagelt, denn ich mag es einfach nicht, wenn man das Auto schon auf 300 Meter Entfernung hört. Rein sicherheitsmäßig halten die zwar sicher noch übers Wochenende, aber ich bin mir gerade unschlüssig, ob ich das ausprobieren möchte.

Dummerweise ist das einer der wenigen Punkte, bei denen ich mit meinem Tagfahrer nur bedingt übereinkomme. Er ist bei Macken am Auto einfach wesentlich toleranter als ich und hat natürlich zudem die unangenehme Aufgabe, solche Sachen während seiner Arbeitszeit zu beheben. Ich würd’s ihm aus Fairnessgründen gerne mal abnehmen, aber nachts ist sogar Berlin ein bisschen zu dünn mit offenen Werkstätten bestückt …

Ein kleines Bisschen muss die 1925 noch aushalten. Der Herbst ist als Austauschzeitraum angedacht, zudem fehlen noch rund 2.000 km auf die von mir angepeilte mittlere Erde-Mond-Entfernung von 384.400 km. Wahrscheinlich schaffen wir – sofern größere Schäden nicht dazwischenkommen – sogar noch die 400.000. Dann aber, das kann man mit gutem Gewissen sagen, ist auch mal Schluss für so einen kleinen Opel. Ganz egal, wie gern man ihn hat.