Leute, wie bekloppt kann man sein?

Aus dem unglaublichen Erfahrungsschatz meiner Fahrgäste kann ich heute folgendes zum Besten geben:

1.)
Heiraten: Kann man machen und es ist ein gutes Zeichen, wenn zwei Jahre später noch alles Bestens ist.

2.)
Wenn man zwei Jahre verheiratet ist, kann man – diverse andere Entscheidungen vorausgesetzt – auch gemeinsam einen Kredit für ein Haus aufnehmen.

3.)
Vier Wochen nach diesem Punkt zu offenbaren, man hätte seit ein paar Monaten jemand neuen ist so doof, dass man meine Aussagen zu Punkt 1 und 2 locker in die Tonne treten kann.

Und ich dachte mal, mir fällt schon für alles eine passende Antwort ein …

19 Kommentare bis “Leute, wie bekloppt kann man sein?”

  1. leserin sagt:

    ist ja enorm scheiße, aber es kommt wie’s kommt… leider.
    und besser man sagt es gleich als ein lügenschloss aufzubauen, neben dem haus.

    aber, sagte ich schon: enorm scheiße?

  2. leserin sagt:

    oh, jetzt sehe ich dass ich es falsch gelesen habe. das enorm scheiße, kombiniert mit „WTF“ hätte eigentlich ausgereicht. 🙂

  3. Sash sagt:

    @leserin:
    Gut. 🙂
    Ich war nach dem ersten Kommentar verunsichert …
    Deine erste Variante hätte ich im Übrigen auch verstanden, so scheiße es auch sein mag. Aber das …

  4. leserin sagt:

    dieses „WTF“ geht ja schwer wieder aus dem kopf. weil man irgendwo den zwang hat so etwas auch nur ansatzweise nachvollziehen zu können. leider ist das einzige was mir einfällt um so etwas unglaublich beklopptes zu veranstalten eiskalt berechneter mord. um es sich mit dem neuen partner im haus gemütlich zu machen 😉 ja, viiiel zu weit hergeholt. hoffen wirs mal :D!

  5. Katrin sagt:

    noch bekloppter :

    – er und sie(alleinerziehend) lieben sich
    – nach einem jahr – er bringt sie dazu zu ihm zu ziehen mit den konsequenzen -job kündigen, andere stadt, andere schule für kids , keine freunde
    – vier wochen nach dem umzug geht er zurück zu seiner ex und läßt sie allein von jetzt auf gleich
    -…
    um so älter ich werde um so mehr abgründe des menschsein tun sich mir auf – und ich war echt froh bis dato soetwas nicht persönlich zu kennen

  6. Aro sagt:

    Das gehört in die Kategorie „Wie gut, dass es nur Fahrgäste sind und nicht meine Freunde oder Familie“

  7. Sash sagt:

    @Katrin:
    OK, das ist auch rekordverdächtig! 🙁

    @Aro:
    Definitiv!

  8. Aada sagt:

    Ich weiß, ich weiß….dieser Satz ist öde. Und trotzdem kann ich ihn mir nicht verkneifen!!!

    —> Früher hätte es so etwas nicht gegeben.

    Dieses Bild spiegelt m.E. allerdings unsere Spaß- und Wegwerfgesellschaft wider. Da ist einfach kein Platz für Verantwortungsgefühl und Rücksicht. :/

    Aber gut ist, dass nicht alle Leute so sind.

  9. Sash sagt:

    @Aada:
    Ach komm! Bei allem Hass auf den doofen Typen – das Schlimme ist doch nicht, dass er sich in wen anders verknallt hat. Ohne das gutheißen zu wollen.
    Ich finde deine Kritik richtig – aber anhand dieses „Beispiels“ etwas fehl am Platze.

  10. vires sagt:

    In Zusammenhang mit den kurz zuvor aufgenommenen Kredit passt das genau. Kein Verantwortungsgefühl und 0 Rücksicht. Das hätte beim Kredit anfangen müssen. Die neue Liebe ist hier nur Nebenschauplatz.

  11. elder taxidriver sagt:

    Shakespeare hätte eine Tragödie oder eine Komödie daraus gemacht.

  12. hartmut sagt:

    @vires mal Dir mal die Zeitleiste auf … „Vier Wochen nach diesem Punkt zu offenbaren, man hätte seit ein paar Monaten jemand neuen“ …

    Bei mir ist „seit Monaten“ deutlich *vor* „vier Wochen“ … das war also nicht nur fahrlässig sondern grober Vorsatz …

    Die Variante des sich während der Bauphase komplett zu zerstreiten kannte ich ja schon, oder auch Trennung kurz nach Einzug (in dem konkreten Fall allerdings in beiderseitigen Einverständnis), aber derartig bescheuert zweigleisig zu fahren ist mir auch neu …

  13. Nania sagt:

    @Aada
    Da ist doch die Frage, die sich anschließt: Warum hat es das früher nicht gegeben. Und traurigerweise glaube ich, dass es das früher sehr wohl gegeben hat. Die gesellschafliche Entehrung, die damit einher ging, war vermutlich jedoch zu hoch, das öffentlich zu machen oder der eigenen Frau zu sagen.
    Ich weiß nicht, ob ich das besser finde. Auch wenn es natürlich eine Unverschämtheit sondergleichen ist, wenn man vorher den Partner zu etwas bewegt, was er eigentlich nicht hätte tun wollen. (Umzug, Kredit, Anschaffung eines teuren Gegenstandes, Kinder usw.)

  14. Aada sagt:

    Ich bleibe dennoch dabei, denn man macht ja auch so seine Beobachtungen, (selbst wenn mich selbst so etwas nicht wirklich betrifft):

    Aber man macht sich heute wirklich vieles sehr leicht. Mir ist dabei völlig egal, ob Mann oder Frau. Es ist eine Art Grundeinstellung in der Gesellschaft und so sehe ich das nun einmal. Die Scheidungsraten belegen das ja zweifelsohne.^^

  15. SILen(e sagt:

    @ Aada

    Was belegen denn die Scheidungsraten?

    Klar, das Verhalten aus dieser Story ist absolut asozial und verachtenswert, aber ich denke heutige Scheidungsraten sind näher dran an dem „bestmöglichen Ergebnis“ als es frühere Scheidungsraten waren.

    Denn mit jemandem nur deshalb verheiratet zusammenleben weil sonst die Familie oder die Nachbarn (oder gar die Kirchengemeinde) schräg gucken ist auch Kacke.

    Partnerschaften zerbrechen halt auch mal und Gott sei Dank (gibt es eigentlich eine schöne atheistische Entsprechung dafür ohne dass man unsichtbare Spaghettieinhörner nennen muss?) sind wir mittlerweile so weit, dass man das ganze nicht wegen Ansehen, Geld oder Kindererziehung künstlich am Leben erhalten muss.

    Heutige Scheidungsraten sind kein Beispiel für eine Spaßgesellschaft sondern ein Positivbeispiel für eine Abkehr von „Gute Miene zum bösen Spiel“ und ein mehr oder weniger funktionierendes soziales Auffangnetz.

  16. Sash sagt:

    @SILen(e:
    Ich nutze gerne „glücklicherweise“ statt „Gott sei Dank“.
    Ansonsten stimme ich Dir zu.

  17. vires sagt:

    @hartmut: was hat dein kommentar mit meinem zu tun?

  18. Patrick sagt:

    In der Tat blöd, hätte man die Kreditbedingungen gelesen, wüsste man das die Frist des Widerrufsrecht bei 2 Wochen liegt. 🙂

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