Speichermedien und Speichergrößen

Da meine Anreise zur Firma stets lang und beschwerlich ist und ich zudem nur in Zeiten arbeite, zu denen keiner das Büro hütet, rechne ich nur einmal im Monat mit meinen Chefs ab. Andere Kollegen tun das wesentlich öfter. Das aber bringt auch (kleinere) Probleme mit sich. So haben wir ja z.B. das Key-System, das meinen Chefs das Abtippen der Abschreiber erspart. Auf dem Key, den ich vor und nach jeder Schicht kurz an einen Kontakt im Auto drücken muss, speichert die Taxameterdaten und im Büro werden die dann direkt in den Computer eingelesen. Noch nicht ganz die schöne neue WiFi-Welt, aber eigentlich ziemlich simpel und idiotensicher. Das Problem ist: So teuer das System an sich sein mag: Der Speicherplatz auf den Keys ist begrenzt. SEHR begrenzt. „Ein paar Kilobyte“ hat mal irgendwer gesagt, genau weiß ich es immer noch nicht.

Jedenfalls reicht der Speicherplatz nicht für einen Monat aus, weswegen ich all die Jahre mit zwei Keys durch die Gegend gegondelt bin. Das ist eigentlich auch völlig belanglos, denn das System scheint wirklich auf alles vorbereitet zu sein. Ich kann die Keys jeden Tag wechseln und am Monatsende wird das trotzdem korrekt übertragen. Auch die Übernahme einer Kollegenschicht, wenn der vergessen hat, sich zum Feierabend auszuloggen, scheint problemlos zu klappen und richtig zugeordnet zu werden.

Bei der letzten Abrechnung fiel Cheffe dann erstmals seit Ewigkeiten auf, dass ich zwei Keys habe und bot eine Lösung an:

„Sollen wir Dir da mal ’nen blauen Key machen, der reicht dann. Also einen richtigen?“

(Man muss dazu sagen, dass die Firma Anfang des Jahres die Taxameter umgerüstet hat und meine Keys nur umprogrammiert, nicht aber ausgetauscht worden sind.)

„Meinetwegen. Ist mir eigentlich egal. Passt da dann wirklich mehr drauf?“

„Ja ja.“

„Und wie viel?“

„So 7.000 etwa.“

„7.000 was?“

„Na 7.000 Umsatz.“

Gut, dass das geklärt wäre. 😉

Im Ernst: Eine Angabe in Kilobyte hätte mir in dem Fall auch nicht weitergeholfen, aber ich hatte gedacht, dass es eine Angabe in Schichten oder Touren gäbe. Aber gut. Das sollte gerade noch so reichen. Auf die alten Keys haben meines Wissens nach etwa 1.500 gepasst. Also 1.500 Umsatz, ist klar.

14 Kommentare bis “Speichermedien und Speichergrößen”

  1. Waldling sagt:

    Hey,
    jetzt frag mich nicht, ob das der 1500er oder der 7000er ist:
    http://www.foersterdohna.de/uploads/media/CeySystem_de.pdf
    8 kByte…
    Und was ich noch gesehen hab: das System heißt Cey, als Kunstwort auch Chip und Key 😉
    LG
    Waldling

  2. Cetin sagt:

    Hallo, ein wirklich interessanter Artikel.

  3. Ana sagt:

    Der Speicher besteht aus rostfreiem Stahl, sehr gut! 😀

  4. Ingmar sagt:

    Speicherkapazität: Ca. 800 Fahrten / Bis zu 31 Schichten (8 kbyte). Und das im Jahr 2016….
    http://www.taxiwin.de/index.php?option=com_virtuemart&view=productdetails&virtuemart_product_id=1&virtuemart_category_id=3

  5. Leonard sagt:

    Sehr gut! Das passiert, wenn der Chef keine Ahnung von der Materie hat! Lustige Anekdote 😀

  6. Cliff McLane sagt:

    @Ingmar, na 8 kB reicht ja, was willst denn auf so ’ner Karte großartig speichern, sind ja nur ein paar Zahlen: Startzeit, Endzeit, Fahrernummer, Kilometer und Preis. Bring ich dir pro Tour in 12 bit unter wenn’s eilig ist. Ja, gut: Leicht übertrieben. Aber du brauchst ja z.B. nicht Start- und Endzeit im Vollformat zu speichern, sondern Endzeit ist Startzeit plus Fahrzeit, also nur den Offset. Und Fahrernummer reicht auch einmal beim Anmelden.

    Wir hatten ja früher nichts. Daher haben wir uns was einfallen lassen. Zum Beispiel bei Dateinamen mit 8 Zeichen auszukommen, von denen aber keines ein Sonderzeichen sein durfte. Spart dir pro Dateiname mindestens ein ganzes Byte.

  7. Sash sagt:

    @Waldling und Ingmar:
    Die neuen sind aber nicht mehr die von HALE, sondern vom Semitron. Keine Ahnung, ob die komplett identisch sind, gerade bezüglich Speicher.

    @Ana:
    Immerhin! 😀

    @Leonard:
    Naja, „keine Ahnung“ ist ja auch übertrieben. CD-ROMs hat man anfangs auch beworben mit der Anzahl der Buchseiten, die draufpassen.

  8. Arne sagt:

    Diese Keys scheinen mir iButtons von Dallas/Maxim zu sein:
    https://www.maximintegrated.com/en/app-notes/index.mvp/id/3808
    Gibt’s entweder mit SRAM und eingebauter Batterie für den Datenerhalt mit bis zu 64 KiBit (ja, Bit!) oder mit EEPROM bis zu 32 KiByte. Viel mehr ergibt auch keinen Sinn, denn das verwendete OneWire-Protokoll ist ziemlich langsam, da würde das Auslesen einfach zu lange dauern.

    Klar kann man stattdessen auch eine SD-Karte mit gigabyteweise Speicher verwenden, aber die iButtons dürften da ein bis zwei Größenordnungen robuster sein.

    @Cliff McLane:
    Bei den kurzen Dateinamen in FAT sparst du gar nichts, die werden immer mit 11 Byte gespeichert – 8 für den Namen und 3 für die Endung. Ungenutzte Bytes mit Leerzeichen aufgefüllt. Wirklich gespart wird bei SMS, wo die 160 Zeichen zusammen mit den Kopfdaten in 140 Byte passen müssen.

  9. Waldling sagt:

    Na dann, wenn ich hier:
    http://taxi.semitron.gr/de/product-unregister/97-2012-05-06-10-17-03.html
    schaue, dann ist das der iButton DS1977 (Wenn man das Bild vergrößert sieht mans),
    dann ist das mit dem Link von Arne der mit 32 kB.
    Also hattest du vorher wohl zwei mal 8 kB und jetzt hast einmal 32 kB.
    Oder steht auf deinem key (hm… semitron redet von key, Hale von cey, was weiß denn ich, was jetzt richtig ist) eine andere Typenbezeichnung?

  10. Loki sagt:

    Das wäre eine super Geschichte fürs Techniktagebuch 🙂 (s. Link über meinem Namen)

    Magst du die da einschicken? (Oder wenn dir das zu viel Aufwand ist, mach ich das nach deiner Zustimmung gerne selber, natürlich mit Verweis auf den Originalpost hier im Blog)

  11. horst sagt:

    Cool, ich wusste garnicht das es sowas gibt. Danke!

  12. Sash sagt:

    @Loki:
    Mach Du ruhig! 😀

    @all:
    Auch danke an Euch. Sind ein paar gute Links mit Infos zusammengekommen!

  13. Via sagt:

    Hallo, die Webseite ist toll. Ich habe mir den Artikel durchgelesen. Tolle Inhalte, tolle Blogs

  14. Andre sagt:

    Eine gute Webseite richtig gut gemacht

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