Falsch verdrahtet …

Ich bin heute nacht ein Stückchen hinter einem alten Renault hinterhergefahren. Als er das erste Mal, weit vor mir, links geblinkt hatte, kam mir irgendwas komisch vor. Das nächste Mal ging es rechtsrum, da war nix zu bemerken. Dann aber standen wir wieder hintereinander an der Ampel und wollten beide links ab. Und ich hatte recht: Sein Blinker blinkte nicht. Dafür abwechselnd sein rechtes Rücklicht und beide Rückfahrscheinwerfer.

Wer immer das verbockt hat: Respekt! SO falsch muss man’s erst mal hinkriegen! 😀

10 Kommentare bis “Falsch verdrahtet …”

  1. Chrissi aus le sagt:

    Da ist nix verbockt worden. Der Renault hat nur wartungsstau. Das ist ein bekanntes Problem bei Renault. Da sind die Massekontakte korrodiert und er hat das nicht beheben lassen. Also alter Schuh bei Renault.

  2. Sash sagt:

    @Chrissi aus Ie:
    OK, gut zu wissen. Ein bisschen zu dicht verbaut die Dinger oder wie?

  3. Cliff McLane sagt:

    > alter Schuh bei Renault

    Ein SEHR alter aber. Korrodierte Massekontakte waren beim R4 schon ein Problem. (Ja, das Ding mit dem Knüppel neben dem Lenkrad zum Schalten. Hatte das Auto zwar nur ein halbes Jahr, aber ich liebte es beinahe mehr als meinen VW-Bully T2 original.)

    Was es aber glücklicherweise nicht mehr zu geben scheint bei Renault: Hängender Gaszug. Hing sich bei meinem natürlich auf Stellung „Vollgas“ fest, auf der Autobahn bei Frankfurt. Da musste ich dann leider einen Lkw auf der Standspur überholen, ay, Caramba! [ https://de.wikipedia.org/wiki/Caramba_Chemie ]

  4. Flamebeard sagt:

    Aber den hängenden Gaszug gab es nicht nur bei Renault. Den konnte man bei jedem Wagen haben, bei dem man sich nicht um Sauberkeit und Wartung gekümmert hat.

    Bei meinem alten Ascona ist das immer im Winter nach minimum 30 Minuten Fahrt, dann5 Minuten Pause, dann weiter fahren aufgetreten. Bis man drauf kommt, dass da Spritzwasser/Schnee hoch spritzt, vereist und in 5 Minuten von der Motorwärme so antaut, dass die Flüssigkeit dann in eine Öffnung läuft, die sonst für Wasser eher nicht erreichbar ist, um dort dann wieder zu gefrieren… Abenteuerlich. ^^

    Auch nett: wenn der Choke kurz nach Fahrtbeginn im Golf II festfriert…

  5. Cliff McLane sagt:

    @Flamebeard,

    auch nett, wenn du vor einer Pension im Bayerischen Wald parkst, im Winter, und so gegen Mittag deinen Ford Fiesta umlassen willst, und der sagt nur „ürgs“. Machst du die Motorhaube auf und siehst jede Menge angetauten Pulverschnee, vor allem zwischen den beiden Batteriepolen.

    Lektion gelernt: Parke im Winter nie, niemals nicht, an der Ecke eines Hauses, wo der Wind weht.

    Ein neues Wort habe ich damals übrigens auch gelernt, „Kriechstrom“.

  6. Wolfy sagt:

    Wenn ich hier die Horrorerlebnisse so lese, steige ich NIE wieder in ein Auto. NIE WIEDER! >____<

  7. Cliff McLane sagt:

    @Wolfy, ja, haste Auto, haste Spaß … immer wieder!

    Bin froh, dass ich keins mehr habe und nur mit ’nem Firmenauto rumfahren darf. Das wartet sich quasi von selber, bzw. der VW-Mechanikomiker macht das. Seit dem letzten Ölwechsel fährt das Ding zwar angeblich ohne, weil, Reset vergessen, aber macht nix, man kann das ignorieren.

  8. Sash sagt:

    @all:
    Das ist mal ein furchtbar interessanter Ausflug in die Mechanik. Ganz herzlichen Dank dafür! Ich bin ja echt eher unbedarfter User und freue mich über derartige Erweiterungen meines Wissens furchtbar! Danke, danke, danke!
    Und: Allseits gute Fahrt natürlich! 🙂

  9. Faxin sagt:

    Wild blinkende Fahrzeuge sehe häufiger. Das sind meistens ältere Französische. Und Anhänger machen das auch gerne.

    Bzgl. des hängenden Gaszugs hatte ich das mal mit einem Seat Marbella. Und nix Wartungsstau: Der kam gerade aus der Werkstatt. Ein Zündkabel lag falsch und ist während der Fahrt in den Gaszug gerutscht, so dass dieser verklemmt wurde und bei Vollgas stehen blieb. Auf der Autobahn fiel das nicht auf (34 PS… da fährt man immer Vollgas), nur als ich dann langsamer werden wollte, war das irgendwie komisch, dass das Auto nach dem Bremsen wieder schneller wurde.
    Aber Standstreifen war mir auch zu blöd: Ich hatte ja kein Problem damit liegen geblieben zu sein – es fährt doch. Bremskraftverstärker hatte der Wagen auch nicht: Notfalls Motor aus und bremsen. Also fuhr ich rund 15km weiter auf der Suche nach einem Schild: Polizei. Händi war noch nicht für mich bezahlbar und irgendwer musste ja den ADAC rufen. Auf’m Standstreifen ist’s nur laut und es regnet vielleicht bis der ADAC kommt. Bei der Polizei bekommt man vielleicht ’nen Kaffee.
    Ich stellte mir also eine Autobahnabfahrt vor, wo zwischen Ab- und Auffahrt eine kleine Polizei-Station ist, an der ich gemütlich gerade aus reinrollen und davor parken kann.
    Was ich bekam war ein Schild „Polizei 200m“, aber keine Abfahrt. Nach 200m kam ein Feldweg der im 90Grad Winkel von der Autobahn abging und so rollte ich dann unter die Autobahn, wo ich dann liegen blieb. Keine Polizei… Also Auto wieder an „wrooOOO!!!“, einkuppeln und ganz schnell schalten, dass der Motor nicht überdreht, bis man unter der Autobahn wieder raus ist, Motor aus und vor der Polizei ausrollen. Den ADAC durfte ich rufen, Kaffee gab’s nicht.
    Also guckte ich mir mal an, wie es unter der Motorhaube aussah. Bis der ADAC da war, hatte ich den Fehler aber selbst gefunden, also ADAC wieder abbestellt, zurück zur Autobahn und über den Standstreifen wieder aufgefahren.
    Seat Marbella kann ich als erstes Auto nur empfehlen… ist wie Go-Kart fahren mit Straßenzulassung. Man lernt viel darüber, warum das Auto nicht funktioniert und wo man treten muss, damit man weiterkommt. 😀

  10. Dr. Klaus Throphobie sagt:

    Ich hatte mal das Vollgas-Vergnügen an einem Golf.

    Beim Runterschalten etwas ruppig eingekuppelt, bewegte sich der Motor so heftig das der Betätigungsfinger vom Volllastschalter an die nachgerüstet Domstrebe stoß und sich daraufhin am Schalter verkeilte.
    Runtergeschalten hatte ich wegen eines Autobahnkreuzes. Ganz blöde Situation – wo halt ich an das ich sicher stehen und mich der Pannenhelfer auch gleich findet?

    Den Fehler hatte ich dann sehr schnell selbst lokalisiert, aber kein Werkzeug dabei mit dem ich den Finger hätte zurechtbiegen können. Also anderthalb Stunden auf den Gelben gewartet…

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