Guter Schnitt!

Bin zurück von einer hammermäßigen Nacht. War es die Biermeile, das gute Wetter, der Wochentag oder einfach nur Glück? Ich hab keine Ahnung und es ist mir auch egal! Ich hatte so viele Touren wie an Silvester vor anderthalb Jahren bei vergleichbarer Arbeitszeit. Gut, der Umsatz war trotzdem um Größenordnungen niedriger, da die Touren an Silvester überdurchschnittlich lang sind. Und zwar deutlich.

Trotzdem hab ich während der Schicht gerade dreimal eine Halte angesteuert – und auch das eher, weil ich inzwischen drauf und dran war, am Sitz festzuwachsen und um eine zu rauchen – und war sonst durchgängig unterwegs.

Dementsprechend hab ich aber auch „schon“ nach 9 Stunden Feierabend gemacht und das Auto glücklich und zufrieden abgestellt. Abgesehen vom Umsatz, der natürlich alle Beteiligten erfreut, werden sich meine Chefs sicher für den Kilometerschnitt bedanken:

1,34 € Umsatz pro gefahrenem Kilometer.

Ich muss ehrlich sagen: Ich hab keine Ahnung, was heute Nacht hätte besser laufen sollen. OK, das Trinkgeld war nur so durchschnittlich und über eine blöde Schnepfe hab ich mich geärgert – aber wenn das alles ist …

8 Kommentare bis “Guter Schnitt!”

  1. Blogolade sagt:

    Glückwunsch zu einer gelungenen Schicht. Und nu schlaf gut 🙂

  2. Nils sagt:

    Auch von mir Glückwunsch zur gelungenen Schicht! Und ich hoffe, wir werden noch erfahren, was es mit der blöden Schnepfe auf sich hat… 😉

    Nur eines verstehe ich nicht so ganz: Wieso hast Du „schon“ nach 9 Stunden Feierabend gemacht (ich gehe mal davon aus, dass es nicht ironisch gemeint war? (Wie lange geht eigentlich sonst eine durchschnittliche Schicht? Ich muss zugeben, dass ich das als regelmäßiger Leser leider nicht auf dem Schirm habe…) Wäre es nicht reizvoll gewesen, die Kuh (also die Nacht) weiter zu melken? Schließlich war das Geld heute Nacht „leichter“ bzw. zumindest schneller verdient als sonst. Du hattest also effektiv einen höheren Stundenlohn. Wäre es da nicht interessanter mehr zu arbeiten und stattdessen in einer miesen Nacht früher Schluss zu machen?

  3. su_berlin sagt:

    ….war überall Schienenersatzverkehr, schrecklich.

  4. elder taxidriver sagt:

    Was das bedeutet neun Stunden ununterbrochen Auto zu fahren, alle 10 Minuten neue Leute drin, unruhig, neue
    Ansage, bei dem Verkehr der auch nachts in der Gegend ist.. das muss man sich mal versuchen vorzustellen..
    Das ist schon das Äußerste, dass Sash das überhaupt durchgehalten hat: wunderbar. Danach ist man völlig groggy.

    Die Warschauer Brücke zum Beispiel hat einen Fußgängerverkehr, Autos und Räder sowieso, aber Fußgänger.
    Das sieht aus wie eine Völkerwanderung. Wie Weihnachten am KadeWe-Eingang, wie auf’m Rummel, wie auf der
    Kirmes wie auf der Kirchweih, wie auf dem Schützenfest , Darmstädter Heinerfest..
    Wie Public Viewing. Ein endloses hin-und her. Und Fahrgäste ausladen, vor den Clubs:
    Da muss man erstmal Platz finden, gut mitten auf der Straße geht auch. Da ist Pilot sein ne Nachtwächterstelle dagegen.
    Und nach der Schicht muss man erstmal wieder ‚runterkommen‘. Wer schon mal auf einer Bühne gestanden hat, weiß, was ich meine..

  5. Nils sagt:

    Ich muss zugeben, dass ich so weit gar nicht gedacht habe. 😉

  6. Sash sagt:

    @Blogolade:
    Erledigt. Melde Vollzug, was das Schlafen angeht. 🙂

    @Nils:
    elder taxidriver hat es ganz schön auf den Punkt gebracht. Friedrichshain ist während der Biermeile eine einzige Fußgängerzone, da ist man wirklich ziemlich gefordert. Und wenn man an solchen Tagen auch noch wenig Pausen hat, dann ist halt mal Schluss. Sonst hast Du grundsätzlich Recht und ich halte das auch so. Wobei ich bei einer normalen Wochenendschicht mit Pause zuhause und allem auch nicht mehr arbeite als gestern, so rein netto in Fahrzeit gemessen.

    @su_berlin:
    Wirklich? Na das erklärt natürlich auch einiges. Hat aber kein Fahrgast explizit erwähnt.

    @elder taxidriver:
    Sehr sehr schön formuliert, danke! 😀
    Und ja, ich war groggy. War einer der seltenen Tage, an denen ich die Fackel mitten in der Stadt ausgemacht hab, weil ich keinen Bock mehr auf Winker hatte. Wollte das Auto in Lichtenberg abstellen und hatte dann nacheinander (auf dem Heimweg quasi) folgende Fahrtziele: Pankstraße, Luitpoldstraße, Leberstraße. Und bevor ich in Steglitz und Wannsee lande, hab ich beschlossen, dass es jetzt wohl reicht 😉

  7. tsc sagt:

    hi sash,

    ich hätte da mal ne frage zum thema rauchen und taxi.
    wenn ich das bislang richtig gelesen habe, steigst du aus dem taxi aus zum rauchen. gibt es dafür eine art vorschrift oder anweisung?

    hier in frankfurt/main sehe ich relativ viele taxifahrer, die im taxi sitzend bei geöffnetem fenster rauchen. teilweise sogar während leerfahrten im stadtverkehr.
    vor kurzem habe ich mich am flughafen in ein taxi gesetzt und bin nach den ersten zwei atemzügen direkt wieder raus. als ich dem fahrer mitteilte, dass mir das taxi zu sehr verraucht ist, hat er mich angepöbelt^^

    danke & gruß

  8. Sash sagt:

    @tsc:
    Das ist seit nunmehr 4 (?) Jahren ganz eindeutig geregelt: Als Teil des öffentlichen Nahverkehrs haben alle Taxen Nichtraucher-Wagen zu sein. Und das nicht nur während Kundschaft an Bord ist, sondern immer. Dass viele Kollegen zu faul zum Aussteigen sind, ist allerdings weithin bekannt. Ich sehe am Stand ja auch viele im Auto quarzen, so richtig durchgesetzt hat sich das noch nicht, insbesondere beim älteren Semester, die das ein ganzes Leben lang anders gemacht haben.

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