Ich bin im Laufe der Nacht an der Oranienburger vorbeigefahren. Das mache ich mit anderen Absichten als viele andere Menschen zu dieser Uhrzeit. Mir geht es ja eher ums Verdienen von Geld, und nicht darum, es zusammen mit ein wenig Körperflüssigkeit wieder loszuwerden. In den frühen Morgenstunden kommt es zwar durchaus vor, dass ich die selben Damen im Auto habe wie die anderen, die so langsam vom Hackeschen Markt zum Oranienburger Tor schleichen, aber es ist definitiv anders gemeint, wenn ich sage, ich hab mit den Damen des horizontalen Gewerbes eher gute Erfahrungen gemacht.
So, unnötige Einleitung, aber als Blogger muss man ja auch ein bisschen die Google-Kundschaft anlocken. Und was zieht da besser, als Prostituierte und Straßenstrich?
Also, was wollte ich eigentlich schreiben? Ach ja, mir ist ein Geschäftsmann im Auto gelandet und wollte zu einem Hotel am Gendarmenmarkt. Das Hotel selbst hat mir vom Namen nichts gesagt, aber die Ortsangabe war so eindeutig, dass ich mir keine Sorgen gemacht habe. Also zum Gendarmenmarkt sollte man als Taxifahrer ja gerade noch hinfinden
So sind wir ein bisschen über Ortskunde ins Gespräch gekommen und ich hab ihm obigen Satz auch etwa so mitgeteilt. Er schien da mehr der Pragmatiker zu sein und meinte, dass es am wichtigsten sei, überhaupt anzukommen und so kam ich nicht umhin, ihn zu fragen, ob es ihm denn mal anders ergangen sei.
Dann erzählte er mir die Geschichte einer Taxifahrt, die wirklich beschämend ist und bei der man wirklich ins Grübeln kommt, wie sehr dieses Geschäft dubiose Gestalten anzieht. Mein Kunde war in einer anderen Großstadt am Flughafen angekommen und wollte ein Taxi zu seinem Hotel nehmen. Er ist eingestiegen und traf dort auf einen völlig panischen Schwarzafrikaner, der kein Wort Deutsch verstand. Da er selbst fließend Französisch spricht, haben sie eine Verständigung dennoch gut zustande gebracht. Das Fahrtziel gab der junge Mann in ein Navi ein und das war der Start einer halbstündigen Irrfahrt, die im Nirgendwo endete, wo der Fahrgast letztlich beschloss, ein anderes Taxi zu nehmen.
Wie es dazu kommen konnte, hat er während der Fahrt allerdings auch rausgefunden: Der völlig überforderte Kerl aus Afrika ist erst 2 Tage vorher irgendwie ins Land geschmuggelt worden. Der Ausweis des Fahrers war natürlich von einer anderen Person, die da irgendwie mit drin steckte. Ja, und die dubiosen Gestalten, die ihm das gelobte Land versprochen haben, haben ihn ins Taxi gesetzt und ihm gesagt, er müsse jetzt seine Schulden abarbeiten. Zu diesem Zeitpunkt – keine 24 Stunden vor Antritt besagter Fahrt – hat er wahrscheinlich noch nicht einmal den Namen der Stadt richtig schreiben können. Geschweige denn, sich irgendwie dort ausgekannt.
Ob die Geschichte nun zu hundert Prozent stimmt, weiss ich natürlich nicht. Glaubhaft war sie allemal. Traurigerweise war ich fast schon überrascht, dass das meinen Kunden gar nicht zu Gemecker animiert hat, sondern dass ihm der Typ in erster Linie leid tat.
Ich bin da auch mehr als zwiegespalten. Natürlich darf man die Leute so nicht auf Kunden loslassen. Aber was hätte der Fahrer machen sollen? Tolle Welt…
Ich bin im Laufe der Nacht an der Oranienburger vorbeigefahren. Das mache ich mit anderen Absichten als viele andere Menschen zu dieser Uhrzeit. Mir geht es ja eher ums Verdienen von Geld, und nicht darum, es zusammen mit ein wenig Körperflüssigkeit wieder loszuwerden. In den frühen Morgenstunden kommt es zwar durchaus vor, dass ich die selben Damen im Auto habe wie die anderen, die so langsam vom Hackeschen Markt zum Oranienburger Tor schleichen, aber es ist definitiv anders gemeint, wenn ich sage, ich hab mit den Damen des horizontalen Gewerbes eher gute Erfahrungen gemacht.
So, unnötige Einleitung, aber als Blogger muss man ja auch ein bisschen die Google-Kundschaft anlocken. Und was zieht da besser, als Prostituierte und Straßenstrich? ;)
Also, was wollte ich eigentlich schreiben? Ach ja, mir ist ein Geschäftsmann im Auto gelandet und wollte zu einem Hotel am Gendarmenmarkt. Das Hotel selbst hat mir vom Namen nichts gesagt, aber die Ortsangabe war so eindeutig, dass ich mir keine Sorgen gemacht habe. Also zum Gendarmenmarkt sollte man als Taxifahrer ja gerade noch hinfinden :)
So sind wir ein bisschen über Ortskunde ins Gespräch gekommen und ich hab ihm obigen Satz auch etwa so mitgeteilt. Er schien da mehr der Pragmatiker zu sein und meinte, dass es am wichtigsten sei, überhaupt anzukommen und so kam ich nicht umhin, ihn zu fragen, ob es ihm denn mal anders ergangen sei.
Dann erzählte er mir die Geschichte einer Taxifahrt, die wirklich beschämend ist und bei der man wirklich ins Grübeln kommt, wie sehr dieses Geschäft dubiose Gestalten anzieht. Mein Kunde war in einer anderen Großstadt am Flughafen angekommen und wollte ein Taxi zu seinem Hotel nehmen. Er ist eingestiegen und traf dort auf einen völlig panischen Schwarzafrikaner, der kein Wort Deutsch verstand. Da er selbst fließend Französisch spricht, haben sie eine Verständigung dennoch gut zustande gebracht. Das Fahrtziel gab der junge Mann in ein Navi ein und das war der Start einer halbstündigen Irrfahrt, die im Nirgendwo endete, wo der Fahrgast letztlich beschloss, ein anderes Taxi zu nehmen.
Wie es dazu kommen konnte, hat er während der Fahrt allerdings auch rausgefunden: Der völlig überforderte Kerl aus Afrika ist erst 2 Tage vorher irgendwie ins Land geschmuggelt worden. Der Ausweis des Fahrers war natürlich von einer anderen Person, die da irgendwie mit drin steckte. Ja, und die dubiosen Gestalten, die ihm das gelobte Land versprochen haben, haben ihn ins Taxi gesetzt und ihm gesagt, er müsse jetzt seine Schulden abarbeiten. Zu diesem Zeitpunkt - keine 24 Stunden vor Antritt besagter Fahrt - hat er wahrscheinlich noch nicht einmal den Namen der Stadt richtig schreiben können. Geschweige denn, sich irgendwie dort ausgekannt.
Ob die Geschichte nun zu hundert Prozent stimmt, weiss ich natürlich nicht. Glaubhaft war sie allemal. Traurigerweise war ich fast schon überrascht, dass das meinen Kunden gar nicht zu Gemecker animiert hat, sondern dass ihm der Typ in erster Linie leid tat.
Ich bin da auch mehr als zwiegespalten. Natürlich darf man die Leute so nicht auf Kunden loslassen. Aber was hätte der Fahrer machen sollen? Tolle Welt... :(