Wat so geht…

Heute mittag ist dann der zweite Kurs angesagt. Ich werde dann 74 € los sein, was nicht sonderlich dolle ist, aber auch nicht das Schlimmste, was ich mir vorstellen kann. Dafür kriege ich dann immerhin endlich den langersehnten Objekte-Katalog und ein bisschen brauchbares Kartenmaterial.
Über den Katalog freue ich mich am meisten. Momentan (also nicht genau jetzt, aber die letzten Tage) bin ich eben dabei, die Objekte mittels Karteikarten und dubiosen Eselsbrücken in mein Hirn zu quetschen. Das alleine hilft zwar nicht sonderlich viel bei der Orientierung in der Stadt, ist aber immerhin genau das, was in der schriftlichen Prüfung – die man eh zuerst macht – verlangt wird: Vokabeln! Zu jedem Hotel ein Platz/eine Straße, zu jedem Bezirk zwei Nachbarbezirke, zu jeder Siedlung eine Straße und der
Bezirk, und zu guter Letzt noch zu jeder Straße zwei begrenzende
Straßen. Stupide, sinnlos, einfach.
Irgendwie sehr deutsch, wenn ich mir diese Bemerkung erlauben darf…
Naja, entgegen aller Ankündigungen bin ich es noch nicht leid und freue mich auf alles weitere. Nur meine ekelige Erkältung könnte mal vorbeigehen.

Mit fortschreitenden Grüßen,

Der erste Kurs

Nach ein paar dilettantischen Annäherungen meinerseits an den Berliner Stadtplan in den letzten drei Tagen, war ich dann gestern das erste Mal mit Leidensgenossen beim Rätseln vereint.
Aua, das klingt jetzt ein bisschen hart. So soll es aber nicht klingen. Ich bin eigentlich noch immer positiv überrascht von allem und allen. Ohne meine positiven Erfahrungen mit Taxifahrern zu vergessen, so erwartet man dann eben doch eher einen Haufen griesgrämige Prekariatsgeschädigte Leute unter den Anwärtern. Aber Fehlanzeige! Auch wenn die Altersspanne von ca. 23 bis 65 gereicht hat, so waren mir eigentlich alle sympathisch. Die Warnung seitens unseres Coaches, dass man am Anfang vielleicht negativ überrascht werden würde, weil „die anderen“ da „schon alles fast auswendig“ wissen, hat sich nicht bestätigt. Ich fühle mich mehr und mehr in meinem Glauben bestätigt, dass ich das Richtige tue.
Mein größtes Problem ist es momentan, bis zum Montag 75 € aufzutreiben. Wenn ich das geschafft habe, dann kann ich meinen Vertrag unterschreiben, kriege alle – wirklich bitter nötigen – Unterlagen, und dann kann ich noch mal einen Blog-Eintrag schreiben, der sinngemäß besagt, dass es endlich richtig losgeht. Wäre aber Quatsch. Irgendwie bin ich doch bereits mitten drin, und da holt mich jetzt so schnell nichts mehr raus.
Finanziell werden die nächsten Monate alles andere als lustig, da wartet noch eine Menge schlechte Laune auf mich, aber was tut man nicht alles?

Morgendliche Grüße

Nachdenklich…

Nachdenklich stimmt es mich ja dann schon, dass ich derzeit anfange, auf die Ortskundeprüfung zu lernen.
Ich? Ein Mensch, der nach 4 Jahren Fahrtätigkeit insbesondere eines zu sagen weiss: Mein Orientierungssinn ist gut, aber ich kann mir keine Straßennamen merken. So ist das nach wie vor, aber ich stelle fest, dass es wohl eine Möglichkeit geben muss, sich umzustellen.
Denn ich sitze nun hier in Berlin-Marzahn und jongliere mit ein paar Straßennamen, die mir wie dem Großteil der Bevölkerung unseres Landes eher aus den Nachrichten, denn aus der Nachbarschaft bekannt sind. Und ich will Panik gehabt haben davor, dass ich in Stuttgart eine Ortskundeprüfung ablegen muss?
Vielleicht stimmt es ja tatsächlich, dass das vermeintliche Wissen einen eher behindert als dass es einem nützt. Mal sehen, was ich in ein zwei Monaten, wenn das Wissen um das hundertfache gestiegen sein sollte, zu diesem Thema zu sagen habe…

Noch ortsunkundige Grüße!

Begonnen der Straßenkampf hat…

So, der Sash ist inzwischen fleissig am Lernen für die Ortskundeprüfung…
Ohne schon genau zu wissen, wie ich das finanzieren werde, habe ich beschlossen, die Geschichte mit dem Taxischein jetzt durchzuziehen, weil ich das wirklich für die richtige Wahl halte. Noch kann ich auch nicht einmal ansatzweise erfassen, was da alles an Lernerei auf mich zukommt, aber ich lasse mich überraschen. Die Aussicht darauf, mich binnen dieses Jahres besser in Berlin auszukennen als der durchschnittliche Berliner, erscheint mir irgendwie sehr verlockend. Alle, die mich kennen, wissen, dass ich recht selten vom Ehrgeiz gepackt werde… aber manches Mal gibt es sogar das.
Witzig ist mein gestern erstandenes Lernmaterial. Ich hab mir zwei Stadtpläne zugelegt, und das ungeachtet der Tatsache, dass ich noch mindestens einen von meiner Taxischule bekommen werde. Der eine ist ein großer Übersichtsplan und hängt an der Wand, der andere ist nur ein City-Plan, der in manchen Details etwas genauer – besser: genauer zu erkennen – ist.
Das ist jetzt nicht spektakuär, aber ratet mal, wo der Verlag sitzt, der die Pläne rausgibt?

Besser!

Ostfildern! Jetzt wohne ich in Berlin und unterstütze die schwäbische Wirtschaft immer noch, ist das nicht traurig?
Naja, in diesem Blog war es das dann voraussichtlich mit der ganzen Taxi-Geschichte. dafür hab ich jetzt nen eigenen – themenspezifischen – Blog. [hat sich erledigt]

Nun zu dem, was hier auch reingehört: Ich bin immer noch krank. Deswegen sitze ich auch zu dieser nachtschlafenden Zeit schon wieder am PC: Ich warte auf die Wirkung der Schmerzmittel. Bei mir sind es bald zwei Wochen, die ich mit Halsschmerzen kämpfe, aber selbst Ozie hat nun knapp eine Woche hinter sich. Immerhin bräuchte theoretisch nur einer von uns zum Arzt gehen, den die Symptome gleichen sich wie ein Ei dem anderen, und ich hab so meinen Verdacht, wie die Übertragung vonstatten gegangen sein könnte.
Ralf scheint auch ein bisschen weniger betroffen zu sein, aber ganz fit war der auch nicht immer. Also wer immer uns jetzt in nächster Zeit besucht, plant etwa 30 bis 40 Euro Extrakosten mit ein, je nach Schmerzgrenze. Insbesondere, wenn ihr mit mir und/oder Ozie rumknutschen wollt…

So, jetzt ist das aber schon wieder ein witzig langer Eintrag geworden, und ich will eigentlich gleich noch eine Zielfahrt lernen. Bis bald, Leutz!

Jetzt geht's los!!!

So, also nochmal ein erfreulicheres Thema:
Ich hab mir heute einen Stadtplan gekauft, ihn an die Wand gehängt und einfach mal angefangen zu lernen. Mir wurde gesagt, dass der Anfang hart ist, aber ich hab gerade nach ein paar Stunden ein ganz gutes Gefühl. Mit der Zeit wird das richtig flutschen. Klar, die Materie ist trocken, aber verdammt: Ich lerne gerade, mich in meiner neuen Heimat zurechtzufinden. Ist das nicht etwas, was auch irgendwie geil ist?
Ich finde gerade den Anfang so geil, weil man plötzlich weiss, wie man zu Stellen kommt, an denen man bisher noch nicht einmal war. Ich finde es also zum Beginn weder unspannend noch entmutigend. Ich hab einiges gelernt heute!

Optimistische Grüße aus Berlin!

Arbeitsamt macht ernst

Heute hat meine Arbeitsamts-Zuständige dann tatsächlich oberpünktlichst zurückgerufen. Hat mich natürlich gefreut. Jetzt war das aber leider – ich hatte bisher noch nichts mit ihr zu tun – so eine Art „Ich-mach-die-Regeln-und-sie-hören-einfach-nur-zu-Tante“. Ihr vorrangiges Interesse war natürlich, ob meine Ausbildung zum Taxi-Fahrer die Agentur auch wirklich nichts kostet. Kann ich verstehen, wäre aber nett gewesen, wenn sie sich für irgendwas interessiert hätte. Hat wahrscheinlich nach dem Motto „Mein Name ist Hase, ich interessiere mich für nichts…“ gehandelt. Naja, eigentlich trifft der Satz hundertprozentig zu.
Ich musste natürlich bestätigen, dass ich zur Verfügung stehe, wenn ich andere Arbeit finde. Soweit, so gut, ABER: Ich darf diese Arbeit nicht ablehnen, nur weil sie mit meiner Ausbildung kollidiert.
Dazu hab ich ein paar Sachen zu sagen: Ich hab zweimal die Woche einen festen Termin, und wenn sich der nicht umgehen lässt, dann WERDE ich die Arbeit wohl ablehnen.
Was die gute Frau scheinbar nicht so ganz kapiert, ist doch das: Nach dieser Ausbildung habe ich garantiert einen Job – weil ich mich dort verpflichten muss. Wenn ich jetzt drei Wochen vorher mit Zeitarbeit anfange, dafür die Ausbildung schmeisse, weil ich da schichten muss, dann ist das kurzfristig für mich scheisse – weil ich schlechter verdiene – und langfristig auch fürs Amt – weil ich entweder schnell wieder ohne Arbeit dastehe, oder sowieso wegen der miesen Bezahlung nebenher Staatskohle anfordern muss.
Ich meine, ich bin ungelernt und wohne in Berlin, hab bisher nur als Fahrer gearbeitet und hab hier noch keinen P-Schein. Wie groß sind meine Chancen?
Aber da sind wir beim zweiten Punkt: Ich glaube nicht, dass ich großartig in Versuchung gerate, irgendeine Arbeit abzulehnen. Immerhin hat die Agentur es während meiner letzten Arbeitslosigkeit in zweieinhalb Monaten nicht geschafft, mir mehr als ein Stellenangebot zuzuschicken. Im Endeffekt ist das dann also viel Wirbel um nichts. Ich bin ja schonmal gespannt, was aus ihrer „Androhung“ wird, ich müsse ja auch dran denken, dass ich bundesweit Chancen haben könnte…
Ich weiss schon, weswegen ich diese Agentur am liebsten in den Wind schiessen würde. Ich brauch nur für 3 – 5 Monate Geld, danach zahl ich das notfalls wieder zurück, um mehr geht es doch nicht. Gerade diesem kranken System sollte es gefallen, dass ich ohne Aufforderung Ausbildungsmaßnahmen ergreife, die den Staat nichts kosten und mich am Arbeitsmarkt attraktiver machen. Bäh, jetzt rede ich schon, wie einer von denen…

Arbeitslose Grüße

Kauft das Buch!

Wie kam Sash eigentlich zum Taxifahren? Das beschreibt er in seinem ersten eBook "Papa, ich geh zum Zirkus!".

Immer dranbleiben!

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Noch ein Blog?

Kleiner Tipp: Sash hat noch einen zweiten Blog, auf dem es auch gelegentlich was zu lesen gibt.

So langsam geht es los

Ich hatte heute einmal mehr einen Termin bei meiner Taxi-Schule. Irgendwie hab ich zwar immer den Verdacht, ich bin am besten vorbereitet von allen, die da rumspringen, aber das macht die Sache für mich noch wesentlich angenehmer. Ab Donnerstag wird es dann richtig ernst: Der erste Lehrgang. Ich hab zwar schon ein paar „Hausaufgaben“ hier liegen, aber die kann ich auch erst vernünftig angehen, wenn ich wenigstens einen Stadtplan besitze, den ich auch ganz aufklappen kann.

Späte Grüße an die Welt!