Sprachbarrieren gibt es ja nun öfter im Taxi. Klar, wir hatten letztes Jahr anscheinend 9 Millionen Touristen in Berlin. Da ist es kein Wunder, dass der ein oder andere davon auch mal bei mir im Wagen landet.
Ich hatte schon Anfragen in die „Zoostraße“, sie sich dann als Torstraße entpuppt hat. Kaum schlagbar ist der „Suhlischdagaaden“, den die Berliner dann wiederum als Zoo kennen, und einmal ist mir eine potenzielle Kundin dann sogar weggerannt, weil wir uns nicht weiter verständigen konnten. Ich glaubte (zu Recht), sie habe eigentlich ein Taxi bestellt, während sie nur in den „Weeehin“ wollte. Und dann ging sie „Na’ucken“ – wie sie es nannte.
Aber die Touristen sind nur die eine Seite der Sprachvielfalt in dieser Stadt. Auf der anderen Seite gibt es ja noch jede Menge zugewanderte Menschen. Meiner Herkunft sei Dank bin ich noch nicht aufgeschmissen, wenn jemand „zom Friedrisshoi“ will, manch andere Dinge sind dann wieder schwer zu entschlüsseln.
Mein netter Winker war in seinem früheren Leben wohl Holländer.
Das ist per se nicht schlimm, und in Anbetracht des steigenden Meeresspiegels würde ich mich in seinem Fall auch nicht darauf verlassen, dass es sich lohnt, in der Heimat eine Existenz aufzubauen. Es war nur eine Kurzstrecke, und er hat mir kurz recht problemlos auf deutsch erklärt, wo er hin müsse. Also hab ich die paar Pferde unter der Haube aufgescheucht, um ihm diesen Wunsch zu erfüllen. Dann sagte er folgendes:
„Ich habe eine Katze wacht!“
Wie bitte?
„Ich habe eine Katze wacht!“
Klingt lustig, aber er meinte es offenbar ernst. Und nun will ich vor einer Auflösung mal ein paar Vorschläge hören, was der Kerl nun genau hatte 😀