Und zum Thema Kartenzahlung…

Falls da draussen tatsächlich jemand hier liest, nicht aber im law blog, verlinke ich noch mal kurz, was Udo Vetter dort gestern geschrieben hat:

Taxifahrer müssen keine Karten akzeptieren

Bei der Kartenzahlung kann man geteilter Meinung sein. Was ich mich jedoch frage: Was für zwei Menschen müssen an einem Flughafen am Taxistand aneinandergeraten, damit diese Frage vor Gericht landet? Peinlich, ehrlich!

Nachtrag:

Peter hat mir noch einen Link dazu gesendet.

17 Kommentare bis “Und zum Thema Kartenzahlung…”

  1. Der Maskierte sagt:

    Der Fluch der Rechtsschutzversicherungen. Aber die verquaste Sicht des gemeinen Bürgers auf die deutsche Rechtssprechung ist einmalig.

    Oder frag mal, wie lange man eine selbstgetätigte Überweisung zurückbuchen lassen kann. Du wirst aus dem Staunen nicht mehr rauskommen.

  2. Sash sagt:

    @Der Maskierte:
    Ich hab ehrlich gesagt keinen Bock, jetzt danach zu googeln…

  3. Der Maskierte sagt:

    @Sash

    Also für gewöhnlich erhälst du die Antwort, dass du noch mindestens 6 Wochen lang die Buchung rückgängig machen kannst. Was natürlich völliger Quatsch ist. Jede Überweisung kann nicht mehr zurückgerufen werden.

  4. Sash sagt:

    @Der Maskierte:
    …was aber schon irgendwie mies ist. Tippfehler und so.

  5. Der Maskierte sagt:

    @Sash

    Die Kontonummern enthalten Prüfziffern, Vertipper sind da eher schwer möglich. Solltest du jedoch dennoch irgendwie an den Falschen überweisen, kannst du dennoch das Geld vom Empfänger zurückfordern.

    Details können ja die hier mitlesenden Juristen schildern.

  6. Sash sagt:

    @Der Maskierte:
    Wieder was gelernt. 🙂

  7. Chefarbeiter sagt:

    Mit Kartenzahlung im Taxi hatte ich auch schon meinen Spaß: Zum ersten Mal in einer fremden Stadt, kein Bargeld dabei, keine Ahnung, wo die nächste Bank ist und ich musste mit dem Taxi fahren. Also zum Stand gegangen und den Fahrer gefragt, ob ich bei ihm mit Kreditkarte zahlen kann. „Ja klar, kein Problem“. 8 Euro weiter am Ziel angekommen zücke ich meine Karte, der Fahrer bekommt rießen Augen und erzählt was von „Näääää, nicht bei dem Preis!“ – „Ich hab doch extra gefragt!“ – „Jaaa, bei langen Fahrten klar, aber doch nicht bei 8 Euro.“ – „Ich habe kein Bargeld dabei, deswegen fragte ich extra. Du hast nichts von einem Mindesbetrag erwähnt!“…
    Nach 10 Minuten Diskussion konnten wir uns dann doch drauf einigen, dass er die Karte akzeptiert…

  8. Martin sagt:

    Ja, Kartenzahlung ist ein lustiges Thema. Habe extra bei der Bestellung des Taxis übers Telefon (3 Stunden vor der Fahrt) gesagt, dass ich mit EC-Karte bezahlen will. Schade dass ein Fahrer erschienen ist der sein Gerät nicht bedienen konnte, so dass ich doch (was ich vermeiden wollte) ins Schönefelder Terminal springen musste um Geld zu ziehen….

  9. Taxi 123 sagt:

    Der Wille, mit einem wertlosem Stück Plastik eine Beförderungsleistung zu bezahlen, in allen Ehren, aber deshalb bis zum OLG klagen? Jetzt verstehe ich auch endlich, warum das deutsche Gerichtswesen hoffnungslos überlastet ist. Zum Glück gibt es bei uns in der Provinz kaum Taxen in denen man mit solchen „Zauberkarten“ bezahlen kann. In allen anderen gilt immer noch der gute alte Leitsatz: „Nur Bares ist Wahres“.

  10. Sash sagt:

    @Chefarbeiter:
    Den niedrigen Preis hätte er ja irgendwie auch schon bei Fahrtantritt erahnen können, oder?

    @Martin:
    Das ist ärgerlich. Ich glaube aber, zwischen Zentrale und Fahrer geht öfter mal was schief…

    @Taxi 123:
    Naja, Bargeld ist im Grunde auch nicht wirklich wertvoll 😉
    Ansonsten bin ich aber auch kein Vertreter der Überall-Bargeldlos-Fraktion.

  11. Mariha sagt:

    Kann man wirklich so armselig sein einen Taxifahrer dafür zu verklagen, dass er bei kaputtem Gerät keine Kartenzahlung akzeptieren kann? Das ist ja fast so krank wie die Frau die meint, dass es beim Oktoberfest völlig legitim sei ins Taxi zu kotzen und, dass sowas ja quasi Risiko sei und sie deshalb die Reinigungskosten nicht zahlen müsse. Natürlich hat sie den Prozess verloren, blöde Kuh.

    Und ich wunder mich, dass ’ne Rechtsschutz zu teuer ist, Mann, Mann, Mann.

  12. Mariha sagt:

    „dass sowas quasi zum Risiko eines Taxiunternehmers gehört“ wollte ich sagen.

  13. Sash sagt:

    @Mariha:
    Ach, manche schaffen es einfach nicht zu akzeptieren, dass andere Menschen mehr als ihr Beruf sind. Dass einem Taxifahrer mal ein Gerät kaputt geht, mag im Einzelfall doof sein, aber es passiert natürlich dauernd. Wir kaufen ja auch nicht im für Normalkunden geschlossenen Unkaputtbare-Berufsausstattungs-Laden. Dieses überzogene Anspruchsdenken, bei dem ausschließlich der eigene Wunsch zählt, mit der halblebigen Begründung, dass man für das Geld schon alles erdenkliche mitgekauft hat.
    Da ist die Kotzerin ja auch ein gutes Beispiel.

  14. Daniel sagt:

    Nun, ich bin geschäftlich ziemlich viel unterwegs… Und dabei brauche ich auch häufiger mal ein Taxi. Da sich meine Lust, meinem Arbeitgeber im Extremfall sechs Wochen lang Bargeld vorzustrecken (abgerechnet wird einmal im Monat), bevorzuge ich, geschäftliche Ausgaben mit der Kreditkarte zu bezahlen. Das klappt an verschiedenen Stellen verschieden gut, ist aber in Deutschland eh schon eher schwierig, wenn man mal von Hotels absieht. Okay, gekauft.
    Bei Taxis ist es in den Städten meistens erträglich, auf dem Land eher schwierig.
    In Berlin ist meine Erfahrung allerdings eher „unmöglich“. Es scheint egal zu sein, welche Aufkleber drauf sind und was man vorbestellt. Die Dinger sind immer „kaputt“ (warum klappt das woanders? Das glaube ich zweimal oder dreimal, aber nicht zehnmal in einem Jahr bei verschiedenen Unternehmen), oder geht bei „so niedrigen Beträgen“ nicht. Ich bin in Berlin sicher noch keine Tour unter 15€ und die meisten über 20€ gefahren… (Sorry, Sash: Tagsüber…)
    Habe ich einfach nur Pech? Das blöde ist nämlich, daß die Firmenkreditkarte leider eben NICHT erlaubt, Bargeld zu holen, und die spontanen Gebühren, die sich Banken für meine Privatkarte einfallen lassen, sind leider nicht ohne und die erstattet mir leider keiner…

  15. Sash sagt:

    @Daniel:
    WIE schwierig es ist, kann ich nicht sagen. Ich denke, keiner hat einen Überblick über die Anzahl der Kartenleser in Berliner Taxen, bzw. einen über die Zahl derer, die auch tatsächlich benutzt werden.
    Dass es mit der Vorbestellung via Funk nicht klappt, ist allerdings eine ziemlich beschissene Sache. Genau da sollten ja die Vorteile liegen. Und da gibt es eigentlich ja nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Zentrale hat die Infos nicht weitergegeben, oder der Kollege hat sich für den Auftrag gemeldet, ohne ihn annehmen zu dürfen. Wenn das Gerät sich beim Zahlungsversuch verabschiedet, kann man vielleicht keinem die Schuld geben, aber ich nehme an, das ist selten passiert. Wahrscheinlich wäre eine Beschwerde in so einem Fall angebracht.
    Am Bahnhof habe ich (als Nichtbesitzer eines Kartenlesers) es eigentlich immer schnell geschafft, einen Kollegen zu finden, der den Kunden mitnimmt. Schade, wenn es bei dir anders lief, ist aber natürlich schwer, da eine allgemeine Lösung zu finden.
    Und bei den „niedrigen“ Beträgen: Ich denke, in den sauren Apfel müssten die Kollegen eigentlich beißen. Wenn das Anbieten von Kreditkartenzahlung ausschließlich Vorteile hätte, dann hätten wir alle die Möglichkeit…
    Bei Fahrten zu einem Hotel gäbe es unter Umständen zumindest die Möglichkeit, die Taxifahrt auf die Hotelkosten aufzuschlagen. Ob das alle Hotels machen, bzw. welche es tun, weiss ich leider nicht.

  16. Daniel sagt:

    @Sash: Danke für die Antwort. Es lief eher so, daß Kaputt behauptet wurde – niemand hat es ernsthaft probiert. Mir ist schon klar, daß ich wahrscheinlich einfach nur Pech hatte und die meisten Taxifahrer „eher korrekt“ arbeiten dürften. Meine Schwarze-Schafe-Statistik sieht in Berlin schlechter aus als in Moskau – ist aber gottlob nicht repräsentativ 🙂

  17. Sash sagt:

    @Daniel:
    Das klingt echt nach einer miesen Quote 🙁
    Ich hoffe, du hast zukünftig mehr Glück!

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