So, in den letzten 48 Stunden gab es wieder 2 Taxiüberfälle in Berlin. Deswegen, und in Anbetracht einiger Schichten der näheren Vergangenheit wollte ich ein Thema mal wieder aufgreifen:
Wechselgeld.
Wie man es macht, ist es verkehrt!
Ich habe schon gelegentlich angemerkt, dass ich in der Regel mit wenig Wechselgeld unterwegs bin. Taxifahrer sind leider ein beliebtes Ziel für Räuber, und so ist beim lieben Geld oftmals der nächste Gedanke, potenzielle Schäden so gering wie möglich zu halten. Zwar plagt mich keine ständige Angst vor Überfällen, aber tatsächlich spielt das beim Wechselgeld eine Rolle.
Wenn ich wollte, könnte ich zweifelsohne 500 € in kleinen Scheinen und Münzen als Wechselgeld mitnehmen. Es könnte ja theoretisch sein, dass an einem Wochenende mal 12 Fahrgäste ihre 10 € mit einem Fünfziger bezahlen. Aber das wäre – auch wenn ich vielleicht nur einmal überfallen werde – rausgeschmissenes Geld. Ansonsten ist es unbequem, nutzlos, nur gelegentlich praktisch.
Und in der Regel reicht mir ein Zehntel. Also beinahe. Wenn ich meine Schicht starte, dann habe ich meist nur einen Zwanziger, zwei Zehner und drei Fünfer im Portemonnaie. Zuzüglich einer unklaren Anzahl an Münzen, die wesentlich mehr schwankt.
Das mag zunächst viel zu wenig erscheinen, aber man darf nicht vergessen, dass ich an einem stinknormalen Tag ja gerade mal 10 Touren hab. Viele zahlen mehr oder minder passend, insbesondere durch das Trinkgeld muss man oftmals gar kein Wechselgeld rausgeben.
Meist kann man zudem zwischen zwei Touren wechseln. Aber im Großen und Ganzen gleicht sich das immer irgendwie aus, schwierig wird es nur, wenn man mal die ersten drei Fahrten mit Großgeld bezahlt bekommt. Das allerdings passiert schon statistisch eher selten. Beziehungsweise: Es gibt Häufungen Anfang und Mitte des Monats.
Damit bin ich sicher einer der absoluten Minimalisten bei dem Thema, aber ich finde auch, dass sich eine Lösung finden lassen sollte. Bei mir braucht sich keiner Sorgen machen, dass ich mal einen Fünfziger nicht klein machen kann, und Touren mit mehr als 70 € Wechselgeld kommen im Normalfall schlicht nicht vor. Und bei den paar Ausnahmen kriegt man letztlich auch eine Lösung zustande.
Ich finde es nur immer schade, wenn sich die Leute beschweren, dass wir so wenig Wechselgeld dabei haben. Im Gegensatz zu Tankstellen, Supermärkten und anderen stationären Geschäften haben wir kaum Möglichkeiten, größere Beträge sicher zu lagern, und unser normaler Umsatz, bzw. die Anzahl an Kunden ist einfach nicht so hoch, wie viele vermuten. Wenn ich stündlich 10 Kunden hätte, dann müsste ich mich auch für größere Spielräume wappnen. Dann würde es mir aber wahrscheinlich auch nicht so sehr wehtun wie jetzt, wenn einmal 400 € fehlen…
