Ich war mit einem neuen Rekordumsatz in der Tasche als letzte Amtshandlung der Schicht mit drei Holländern auf dem Weg zum Alex. Zunächst blieb die Ortsangabe diffus – sie wollten sich irgendwo noch nach was zu essen umsehen. Dann verkündete mein Beifahrer, er glaube eh nicht mehr an die Essens-Geschichte, und ich solle sie zum Hotel fahren.
Ich glaubte, aus dem Kauderwelsch ein „Agon“ herausgehört zu haben. Ich kam die Alexanderstr. von der Brückenstr. aus entlang und reihte mich rechts ein.
„Also wir müssen hier links und dann um den Block rum…“
Also nicht das Agon. Meinetwegen.
Ich bog links in die Grunerstr. und fragte, ob ich dann die nächste oder übernächste erst rechts sollte.
„Egal, in die Mollstr. eben!“
Also doch das Agon…
„Ähm, die Mollstr. ist aber (mit dem Arm fast Kunden erschlagend) da hinten!“
„Ja, was weiss ich. Du wohnst doch hier. Wir sind nur Touristen!“
„Hmm, ich dachte halt, das links abbiegen sowas ähnliches bedeutet wie links abbiegen…“
„Links abbiegen? Alter! Das ist ein guter Witz. Nee, ist schon ok, du machst das sehr gut!“
Hab noch nie mit Kunden einen derart bekloppten Umweg mit derart bekloppt guter Laune gemacht. Schöne Abschlusstour. Aber ich sollte endlich mal lernen, dass ich solchen Ansagen keinen Glauben schenken sollte. Ich bin zu naiv, ehrlich!