Wenn man den Teufel an die Wand malt …

Ich unterhalte mich mit Kollegen nur selten über Kotzer aller Art. An diesem Abend habe ich’s getan und wir gingen auseinander mit dem gegenseitigen Wunsch:

„Naja, möge der Kelch heute an uns vorrübergehen!“

Dann düste er weg zu einem Funkauftrag und mir stieg eine junge Frau ein.

„Ich hab’s leider gar nicht so weit …“

Eine gemütliche 8€-Tour. Bei ungefähr 7 € auf der Uhr aber merkte sie dann an:

„Mir ist eigentlich gar nicht mehr so gut gerade, deswegen bin ich so still. Wäre besser, wenn wir hier schnell anhalten.“

Da ich in der Situation sofort bremsen konnte, war das kein Ding. Zumal sie ja ohnehin zu jenen gehörte, die wenigstens noch was sagen konnten. Noch besser: Anstatt sofort rauszuspringen, bezahlte sie, wartete das Wechselgeld ab und stieg dann erst aus. Ich wurde direkt vor Ort von einem weiteren potenziellen Fahrgast in Beschlag genommen, der jedoch am Ende doch nicht mit mir fuhr. Und erst als ich danach weiterfuhr, sah ich meine Kundin in einen Hauseingang einbiegen und dort losreihern.

Alles, was ich dachte, war:

„Hmm, hätte im Taxi auch bis zur Haustüre gereicht …“

Hab ich schon mal gesagt, dass ich geringfügig pragmatisch veranlagt bin? 😉

4 Kommentare bis “Wenn man den Teufel an die Wand malt …”

  1. Bernd K. sagt:

    Da werden sich die Hausbewohner über ihren „verzierten“ Eingang freuen…

  2. Aro sagt:

    Sie wollte ihr Häufchen eben nicht vor der eigenen Tür machen.

  3. Mic ha sagt:

    Sie ist danach bestimmt nach Hause, hat Schäufelchen, Bürstchen und einen Eimer Wasser geholt und das Ganze fein weggeschrubbt. Man muss da optimistisch bleiben.

  4. Sash sagt:

    @Bernd K.:
    Ganz bestimmt.

    @Aro:
    Offensichtlich.

    @Mic ha:
    Made my Day! 😀

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