Fritz und Renate

„Nee klar, wir fahren von der Renate zum Horst! Haben eigentlich all eure Clubs bescheuerte Vornamen?“

Der junge Besucher war sichtlich verstört von den Locations, zwischen denen er von seinen Freunden hin- und hergeschleift wurde. Und – etwas, das ich als Taxifahrer ja zur Genüge kenne! – wenn man mit Namen nichts bestimmtes verbindet, sind sie austauschbar. Wer nur sein eines Hotel kennt, fragt sich zu Recht, wie man zwei Ketten miteinander verwechseln kann – ich hab das schon beinahe geschafft. Genauso wird wahrscheinlich niemand den Fritz- und den Frannz-Club wirklich verwechseln, so er mal drin war. Hoffe ich jedenfalls für die Clublandschaft Berlins.

Einem Fahrgast ging es dann allerdings doch so, denn er winkte mich vor dem Fritz-Club heran und fragte, ob ich wüsste, wo eben der Frannz-Club sei. Ich bejahte und los ging der Spaß. Er erzählte mir dann, dass er ein Konzert besuchte und nicht darauf geachtet hätte, wie die Location sich nun genau nennt.

Zunächst schien mir das trotz der gleichen Anfangsbuchstaben ein wenig weit hergeholt, aber er hatte eine recht plausible Begründung: Er kam nicht aus Berlin, hatte die fragliche Band aber Jahre zuvor schon einmal ausgerechnet hier gesehen – im Fritz-Club – und ist nun treudoof mit nur kurzem Blick auf die Karte davon ausgegangen, dass es wieder hier sein würde …

Seiner Aussage nach hat die Frau am Eingang des Clubs ihn ziemlich komisch angesehen.

PS: Beim Horst muss ich immer an diese Fahrt denken.

7 Kommentare bis “Fritz und Renate”

  1. Klaus sagt:

    Ja, da kann man schon mal durcheinander kommen. Ich habe vor kurzem einem jungen Fahrgast den Tipp gegeben, abends bei der Wilden HILDE vorbeizuschauen. 😉 Richtig wäre natürlich die Wilde Renate gewesen.

  2. gasthier sagt:

    Mein Club heisst Fritz oder Frannz oder so
    …und wenn man ihn betritt, dann beisst er.

  3. Sash sagt:

    @Klaus:
    WIlde Hilde wird es sicher irgendwann mal geben. Wahrscheinlich gibt es schon eine Kneipe, die so heißt …

    @gasthier:
    Dann is ja gut, dass ich die beiden nicht betrete 😉

  4. elder taxidriver sagt:

    Vielleicht gibt es mal:

    ‚Sash’s Taxi-Stübchen‘,
    ‚Heute- Nacht-bei- Sash‘,
    ‚Chez Sash‘,
    ‚Zum kleinen Umweg‘ oder
    ‚Fehlfahrt‘ ??

    (‚Sash , machst mir noch ’n Futschi?)

  5. Bernd K. sagt:

    @elder taxidriver
    Wenn schon, dann bitte „Sashs Taxi-Stübchen“
    Unser hochgeschätzter Blogger beherrscht schliesslich die deutsche Grammatik 😉

  6. elder taxidriver sagt:

    @Bernd K.,

    ja, ‚türlich, nee, war Deppen-Apostroph..( aber nur als ironisches Zitat)
    Das einzige Lokal das mir momentan einfällt ohne Apostroph
    ist das ‚Fabecks‘..

    Irgendwo sah ich bei einer Kneipe: ‚Mittwoch’s Oldies der 70er Jahre‘,
    war mit Kreide auf Tafel geschrieben. Habe das Häkchen natürlich sofort mit Spucke weggewischt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: