Halten bei Bestellungen

Ich hab mit Bestellungen ja nun nicht so eine Erfahrung. Mein Funk ist aus, als einziges bleiben da die Fahrten mit euch Lesern. Am vergangenen Wochenende hat das wieder einmal geklappt, ich hatte eine nette Tour mit Rike von Spandau bis in den Ostteil der Stadt. Und geklappt hat eigentlich auch alles prima.

Aber ich habe wieder einmal festgestellt, wie stressig das ist, wenn man zu Veranstaltungen bestellt wird. In der Regel ist im Umfeld alles zugeparkt, manche Plätze sind gar abgesperrt für Polizei und Rettungswagen, Veranstalter, Tourbusse, was auch immer. Und je nach Location, klar.

Sich mit ausgeschalteter Fackel auf einen Taxihalteplatz zu stellen, ist nicht nur streng genommen nicht erlaubt (laut Taxiordnung darf dort nur stehen, wer sich bereithält), sondern auch nervig für die Kollegen, die dann ggf. einen Platz weniger haben, um einen herumfahren müssen oder hinter mir nicht gesehen werden. Außerdem wird man dort natürlich ständig angequatscht, ob man frei ist.

So hab ich bei den letzten drei Lesertouren immer im absoluten Halteverbot gewartet. Das ist glücklicherweise nie geahndet worden, aber so recht wohl fühle ich mich da auch nicht. Meist gibt es diese Verbote ja auch nicht ohne Grund. Ich kenne sicher auch gerade weil ich das so selten mache nicht alle Tricks und Geheimplätze an den Veranstaltungsorten – aber ich glaube, dass das wirklich ein Problem ist, an das noch niemand so recht gedacht hat.

Was meinen die funkenden Kollegen dazu?

15 Kommentare bis “Halten bei Bestellungen”

  1. elder taxidriver sagt:

    Tja, lieber Sash, beim Warten auf den Fahrgast ist omnisektorielle Aufmerksamkeit gefordert, selbst morgens
    um fünf in einer Nebenstraße im Außenbezirk. Fürs Lesen mittelschwerer Texte sucht man sich besser
    einen abgelegenen Halteplatz, wo so schnell keiner hinkommt.. Aber wahrscheinlich kommt dann gerade wer
    angetrabt. Auch gut.

  2. Paul sagt:

    Stell dich da hin wo Platz ist. Mir ist noch nie was dabei passiert und ich stehe regelmäßig an den unmöglichsten Stellen…

  3. Aro sagt:

    Es ist schon blöd, wenn z.B. am Tempodrom, wo es eh keinen richtigen Platz zum Halten gibt, auch noch Kollegen mit Vorbestellungen stehen. Aber letztendlich gilt natürlich: Wer zuerst kommt…
    Da ich selber auch manchmal Vorbestellungen nach Veranstaltungen habe, versuche ich meist, vorher einen nahen Platz zu vereinbaren (beim Tempodrom z.B. in der Halleschen Straße). Notfalls stellst Du Dch mit dem Abholschild an den Eingang und läufst dann mit dem Fahrgast zum Auto. Vorausgesetzt, es wurde in der Zwischenzeit nicht abgeschleppt, sonst müsst Ihr relativ weit laufen 😉

  4. Sash sagt:

    @elder taxidriver:
    Naja, das mit dem Lesen ist ja nicht das Wichtige. Aber mal davon ausgehend, die (oftmals auch noch vor Ort bereitstehende) Polizei würde ihre Pflicht tun, müsste man eigentlich an manchen Stellen mit ausgeschalteter Fackel vor dem Eingang kreisen – das kann es ja wohl auch nicht sein, oder?

    @Paul:
    Bisher hat das auch geklappt, schon klar. Aber der erste Strafzettel über 15 € für eine 10€-Tour ist dann halt echt zum Kotzen, oder? 😉

    @Aro:
    Klar, eine Straße in der Umgebung ist immer das sicherste. Aber in dem Fall neulich: Spandau, Zitadelle, strömender Regen, Am Juliusturm auf hunderte Meter zugeparkt und gesperrt … da wird es dann halt schwer. Und vom Auto weggehen ist wohl eine ziemlich doofe Idee in so einem Fall 😀

  5. Aro sagt:

    Ja, da fällt mir nur die Sackgasse auf der gegenüberliegenden Seite ein.

  6. Sash sagt:

    @Aro:
    Naja, dass da auch alles voll war, brauche ich doch nicht sagen, oder? 😉

  7. Martin sagt:

    😉 Es sollte besser Haltverbot heißen… Als Buchautor hast Du eine gewisse Verantwortung Deiner Leserschaft gegenüber. Und weil Du ungünstigerweise Im Straßenverkehrswesen tätig bist gilt für Dich die Fachwortanwendungspflicht… 😉

  8. Aro sagt:

    Wahrscheinlich, ja.
    Ich hatte das vor Jahren dort auchmal und habe mich letztilch mitten in die Einfahrt zur Brücke gestellt und die Fenster hochgekurbelt, um nicht die Flüche der raus strömenden Massen zu hören. 🙂

  9. Sash sagt:

    @Martin:
    Fachwortanwendungspflicht? Zeig Du mir mal die Leser, die nicht weglaufen, wenn ich statt Ampel nur Lichtzeichenanlage verwende … 😉

  10. Sash sagt:

    @Aro:
    Da war halt abgesperrt und die Cops haben sich dort noch einen Parkplatz eingerichtet. War wirklich fies, ich hab letztlich gegenüber vom Eingang zwischen Sackgasse und Parkplatzeinfahrt auf dem Gehweg / Radweg gehalten.

  11. Aro sagt:

    Ups. Ob das wegen mir damals war? Sie warten da bis heute, das ich wiederkomme:-D

  12. Sash sagt:

    @Aro:
    Ganz bestimmt … 😉

  13. Marco sagt:

    @Martin: Interessanterweise hieß es bis 2009 in § 12 Abs. 1 StVO:

    (1) Das Halten ist unzulässig
    (…)
    6. soweit es durch folgende Verkehrszeichen oder Lichtzeichen verboten ist:
    a) Haltverbot (Zeichen 283),
    b) eingeschränktes Haltverbot (Zeichen 286),
    (…)
    e) Grenzmarkierung für Halteverbote (Zeichen 299),

  14. Paul sagt:

    @Sash
    Zumindest bei uns Taxlern sind die Grünlinge nicht derartig kleinlich (auch Großstadt, wenn auch nicht Berlin). Die wissen schon, dass wir nicht parken und auch schnell wegfahren können, falls wir mal im Weg stehen sollten.

  15. Sash sagt:

    @Paul:
    „Überwiegend“ – das kann ich für hier sicher auch sagen. Aber die anderen behalten uns dafür aus Prinzip im Auge … Vorsicht ist also dennoch angebracht.

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