Man sieht öfter mal Leute, die scheinbar dazu tendieren, ein Taxi zu nehmen, dann aber doch weiterlaufen. Schade. Jedes Mal wieder. Der neulich hatte seine Hand allerdings schon am Türgriff, weswegen ich ihn auch schon mit einem „Guten Abend!“ begrüßt hatte.
Womit wir beide nicht so wirklich gerechnet hatten, war seine Freundin, die (nach langen vorhergegangenen Streitereien) nun dann doch noch heulend und brüllend auf ihn zugerannt kam, mit ihren Fäusten auf seine Brust trommelte und ihn irgendwelcher Sachen bezichtigte. Ich hab mich damit getröstet, dass ich nun immerhin keinen der beiden fahren musste, statt beide zusammen.
Der Kollege hinter mir meinte (offensichtlich mit einigem Erfahrungshintergrund):
„Warum haut se ihm nich‘ inne Fresse? Brust tut ja nich‘ weh!“
Am Ende war das aber tatsächlich einer der Gründe, nicht einzuschreiten. Verletzungen – zumindest physische – hatten die beiden sich offenbar nicht vor, sich zuzufügen.
Trotzdem: Alle bekloppt!
stimmt Sascha
ent-trommelt?!
ist das berlinerisch oder wie?
mit kollegialem gruß,
werner aus der hochsteiermark
@mathematikos:
Ich tippe auf einen Zusammenhang mit diesem Teilsatz: „mit ihren Fäusten auf seine Brust trommelte“
Musst du eigentlich eingreifen, wenn sich (eventuelle) Fahrgäste prügeln? Oder liegt das quasi in deinem Ermessen?
@mathematikos:
Es ist so wie Jens sagt. 🙂
@Chris:
Ich hab da keine Auflagen meiner Firma und weder BOKraft noch Taxiordnung beinhalten etwas zu dem Thema. Da bin ich wie jeder andere auf mich gestellt, als Mensch, als Privatperson. Ich könnte allenfalls die Beförderung wegen der betrieblichen Sicherheit verweigern. Alles andere ist dann eventuell eine Frage von unterlassener Hilfeleistung oder so. Um ehrlich zu sein: Kein Gebiet, auf dem ich mich sonderlich gut auskenne.