600 €

Den Vogel abgeschossen hat neulich eine Kundin bei einem Kollegen. Während der fahrt bedauerte sie ausdauernd und nicht zu stoppen den „armen Taxifahrer“. Und wie toll sie es fände, dass er den Job „für die 600 €“ machen würde – wo man doch mit Hartz4 quasi schon mehr bekommt…

Mein Kollege – im Übrigen einer, dessen Umsätze bei den meisten anderen Fahrern für feuchte Augen sorgen würden – war mit der Zeit ein wenig genervt, sich ständig anzuhören, wie scheiße sein Leben ist, ohne dass er dazu irgendwas sagen konnte. Die Tour endete mit einer runden Summe auf der Uhr, und trotz allen Mitleids bezahlte die Kundin passend. Daraufhin hat der Kollege alles auf eine Karte gesetzt und – dreist – gejammert:

„Och jee, und ich muss mir morgen noch was zu essen kaufen…“

Gab einen Fünfer Trinkgeld…

Ist natürlich eine fragwürdige Geschichte, aber den ersten Preis in Kundenbeeinflussung im Taxi hat diesen Monat eindeutig der besagte Kollege inne 🙂

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3 Kommentare bis “600 €”

  1. Marcus sagt:

    Also bei solch einer Tour, würde ich die 5 € ehr als Schmerzensgeld auffassen 😉

  2. Sash sagt:

    @Marcus:
    So hat mein Kollege das wohl auch verstanden… 🙂

  3. […] einfühlsam oder lustig war. Das heißt natürlich nicht, dass man unbedingt lügen muss, aber auch das soll im Einzelfall schon vorgekommen sein […]

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