{"id":6090,"date":"2010-06-17T02:58:10","date_gmt":"2010-06-17T00:58:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/?p=6090"},"modified":"2010-08-20T11:39:33","modified_gmt":"2010-08-20T09:39:33","slug":"nachtfahrt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/gestern-nacht-im-taxi.de\/wordpress\/2010\/06\/17\/nachtfahrt\/","title":{"rendered":"Nachtfahrt"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">In dem Moment, in dem ich den Schl\u00fcssel drehe, f\u00e4llt sie von mir ab, die Fahrt. Ein \u00e4lteres Ehepaar, st\u00e4ndig n\u00f6rgelnd. Nicht m\u00fcde werdend zu erz\u00e4hlen, wie schlimm es sei, ihre Rentenk\u00fcrzung betreffe sie massiv, sei unfair, wo sie doch f\u00fcr diese rote Regierung jahrzehntelang geschuftet h\u00e4tten. Und jetzt dieser R\u00fcckflug. Eine halbe Stunde Versp\u00e4tung wegen so eines l\u00e4cherlichen Gewitters. Damals, da konnten die Piloten noch fliegen. Und bei den letzten 3 Urlaubsreisen dieses Jahr hat sich auch noch keiner so angestellt. Und ich sollte auch mal besser was richtiges lernen. Ist doch kein Leben, die ganze Nacht besoffene T\u00fcrken fahren. Sind ja nicht alle so nett wie sie. 19,80 \u20ac, machste Zwanzichfuffzich f\u00fcr&#8217;n Kaffee!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die beiden vorderen Fenster gleiten hinunter, das auf der Fahrerseite hakt ein wenig und gibt klappernde Ger\u00e4usche von sich. Die Nacht kriecht mit wohlmeinenden 20 Grad ins Fahrzeuginnere, die letzten Parfumwolken ziehen in die Biesdorfer Dunkelheit. Der Wind tr\u00e4gt den frischen Duft von Kiefernadeln in meine Lungen, Auszeit von Zigarettenrauch und Smog. Die Wipfel der Nadelb\u00e4ume schwanken hin und her, wirken auf eine komische Art bedrohlich und sind doch so viel friedlicher als manch menschliche Unzul\u00e4nglichkeit in den H\u00e4usern hinter ihnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Kies knirscht unter den Reifen, als ich das Fahrzeug mit zweimaligem Zur\u00fccksetzen auf dem engen Weg wende. Es ist relativ ruhig, die Ger\u00e4usche der Stadt werden mich erst ein paar Kilometer weiter wieder umfangen. Von fern dr\u00f6hnt monoton der inzwischen \u00fcberschaubare Verkehr der B1. Ein paar Kieselsteinchen springen \u00fcber ihre Artgenossen, als der Motor nach dem Einkuppeln die Kraft an die R\u00e4der \u00fcbergibt und meine hellelfenbeinfarbene Festung sich vom Untergrund abdr\u00fcckt. Anderthalb Tonnen Metall fliegen durch die Einfamilienhaussiedlung, mit zunehmender Geschwindigkeit werden die Ger\u00e4usche gleichm\u00e4\u00dfiger, gef\u00fchlt leiser.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwischen Daumen, Mittel- und Zeigefinger sp\u00fcre ich die Rillen des gummiummantelten Volume-Reglers, und w\u00e4hrend das Licht der ersten Stra\u00dfenlaternen nach und nach das Cockpit meines Taxis flutet, genie\u00dfe ich die bei so unbelebter Stra\u00dfe freie Hand und sorge daf\u00fcr, dass die ersten Gitarrenkl\u00e4nge von <em>&#8230;and justice for all<\/em> feinf\u00fchlig eingefadet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da das Autoradio qualitativ nicht gerade State-of-the-Art ist und zudem bei meiner zunehmend beschleunigten Fahrt Richtung Innenstadt gen\u00fcgend Nebenger\u00e4usche einen angemessen and\u00e4chtigen Musikgenu\u00df verbieten, st\u00f6rt mich an dieser Stelle auch nicht die oftmals bem\u00e4ngelte Drumlastigkeit des Albums. Genau in diesem Moment, merke ich, ist die Nacht am tiefsten, der Tag also am N\u00e4chsten. Eine gelblich fahl leuchtende Laterne nach der anderen wirft ihren Schein auf mich, um anschlie\u00dfend im R\u00fcckspiegel zu verschwinden. Lautlos.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem bisherigen Umsatz zufrieden erlaube ich mir, die Aufmerksamkeit auf die Stra\u00dfe und die Musik, nicht auf den Gehsteig zu konzentrieren. Am linken Ellenbogen fr\u00f6stelt mich etwas ob des Fahrtwindes, keinen Gedanken daran verschwendend, dass es wahrscheinlich ziemlich prollig aussehen muss, wie ich den Arm aus dem Fenster h\u00e4ngen lasse. V\u00f6llig entspannt lasse ich zu, dass ich den Kopf zur Musik bewege und nur eine einzige Anspannung in diesem Moment h\u00e4lt mich gefangen: Ich versuche, das Vorbeirauschen der Stra\u00dfenlaternen nicht mit den Drums von Lars Ulrich zu synchronisieren. Relaxt sein ist ok, F\u00fchrerscheinverlust eher nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich kurz hinter der Rhinstra\u00dfe herangewunken werde, war ich erst runde 2 Minuten unterwegs. Es gibt sie, diese Momente, die so angenehm sind, dass ich mir erlaube, Musik als Zeitmesser zu verwenden. Und da der Gesang bei<em> &#8230;and justice for all<\/em> erst bei 2:10 einsetzt&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich unterbreche die getragene Stimmung professionell. Binnen Sekunden summt der Elektromotor die Scheibe des Beifahrerfensters nach oben, die Musik ist unh\u00f6rbar leise, und der einzige noch vernehmbare Beat ist das leise Klacken des Blinkers, als ich das Auto vorsichtig nach Rechts steuere.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich beobachte ein ums andere Mal Kollegen beim Heranfahren an einen Kunden und ich habe eine gewisse Hoffnung, dass ich meine Seriosit\u00e4t mit dem Fahrstil schon bei dieser ersten Kontaktaufnahme unterstreichen kann. Kein Reifenquietschen, kein hektisches und apruptes Ausscheren aus dem flie\u00dfenden Verkehr, ein dezentes Halten mit der Fahrert\u00fcr auf H\u00f6he des Kunden. Aller verkehrsbedingter Stress, so er gegeben ist, bleibt beim ersten Kundenkontakt im Auto. Und so treibt mich ein nur leichter Lenkeinschlag, vergleichbar mit einem Spurwechsel auf der Autobahn, sanft an meine potenzielle Kundin heran.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine junge Frau, scheinbar auch gutaussehend. Es ist dunkel an der Stelle, an der sie steht. Ich belustige mich mit ruhigem Gesichtsausdruck \u00fcber die immer wieder auftretende Unsicherheit bei n\u00e4chtlichen Fahrg\u00e4sten, ob sie vorne oder hinten einsteigen sollen. Hinten. Wie fast alle. Ich drehe mich zur Begr\u00fc\u00dfung um, schenke ihr ein charmantes L\u00e4cheln. Sie ist j\u00fcnger als ich und ich finde sie ziemlich h\u00fcbsch. Das passiert mir allerdings \u00f6fter. Hat wahrscheinlich hormonelle Gr\u00fcnde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ihre Kleidung ist sauber, schl\u00e4gt keine Falten, passt sich ihrem K\u00f6rper perfekt an, aber ihre zerzausten Haare wirken unordentlich, unpassend. Als sie mir ihre Adresse in Kreuzberg nennt, hebt sie ihren Kopf, und ihrem Gesicht ist anzusehen, dass sie geweint hat. Tr\u00e4nen und insbesondere Versuche, die Tr\u00e4nen zu verwischen, haben Spuren hinterlassen im Make-up. Es war sowieso zu viel, wenn man mich fragen w\u00fcrde. Aber ich bin Taxifahrer, mich fragt man nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Tachonadel schnellt, nur unterbrochen durch 3 schnelle Schaltpausen auf knapp 60 hoch. Auf der Lichtenberger Br\u00fccke erwischt uns die Helligkeit der n\u00e4chtlichen Stadt recht pl\u00f6tzlich. Im R\u00fcckspiegel sehe ich ihr Gesicht nur schemenhaft, sehe wie ihre Augen\u00a0 zwischen der Scheibe und ihren dunklen Haaren unabl\u00e4ssig Gegenst\u00e4nde am Fahrbahnrand fokussieren, ihnen folgen, sie verlieren und die n\u00e4chsten anvisieren. Der Inbegriff der Traurigkeit. Auf makabere Weise dennoch sch\u00f6n.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 30px;\"><em>&#8222;War ein langer Tag, oder?&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Manchmal frage ich mich, wieso ich in solchen Momenten das Gespr\u00e4ch suche. Egal, wer mich im Auto begleitet, ich werde aller Voraussicht nach immer der fl\u00fcchtigste Kontakt dieses Tages bleiben. Die intimen Momente im Taxi sind rar ges\u00e4t, und kaum etwas ist unbefriedigender als Smalltalk, wenn klar ist, dass er nicht ausreicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 30px;\"><em>&#8222;Ja.&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es braucht nur ein geringes Ma\u00df an Vorsicht, um zu wissen, dass man in solchen Situationen keine Fragen ohne Ausweichm\u00f6glichkeit stellt. Die Fahrten, bei denen ich Menschen nach ihrem \u00c4rger befragt habe, sind zahllos. Doch feuchte Augen sind meist zu m\u00fcde, sich zu verteidigen.<br \/>\nDie Zeit verfliegt nur so, und w\u00e4hrend ich mich beizeiten in ihrem Blick nach drau\u00dfen verliere, h\u00e4tte ich beinahe den Blitzer vergessen, der die Frankfurter Allee davor bewahrt, nachts als Autobahn wahrgenommen zu werden. An der M\u00f6llendorffstr. torkeln die ersten Betrunkenen \u00fcber den Fu\u00dfg\u00e4nger\u00fcberweg und ich nehme den Typen zur Kenntnis, der beim Pinkeln an ein Verkehrsschild angelehnt, langsam vom Schlaf \u00fcbermannt wird.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Wissen sie, mein Freund hat gerade Schluss gemacht&#8230;&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">schluchzt es leise aus dem Fond.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;&#8230;Entschuldigung.&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Sie brauchen sich f\u00fcr gar nichts entschuldigen. Taschentuch?&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die rhytmisch blinkenden Lichter, die Flugzeuge davon abhalten sollen, den Fernsehturm zu rammen, spiegeln sich in allerlei Fenstern, die wir nach und nach passieren. Bis zum U-Bahnhof Samariterstra\u00dfe sind schon zwei Taschent\u00fccher verbraucht, und wenngleich ihr Trost noch einige Zeit entfernt liegt, weiss ich zumindest jetzt schon, dass ich sie nicht nachher unter dem Sitz finden werde. <em>Tr\u00e4nen l\u00fcgen nicht<\/em> ist nicht nur ein beschissenes Lied, sondern zumindest in der Hinsicht richtig, als ich noch nie von weinenden Menschen zu betr\u00fcgen oder ver\u00e4rgern versucht wurde.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Wissen sie, da zieht der Arsch mit dieser Schlampe ab und schreibt mir &#8217;ne SMS, dass es vorbei ist. Warum sind M\u00e4nner immer so bl\u00f6d?&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Ach, wenn ich die Frage beantworten k\u00f6nnte, dann w\u00fcrde ich nicht dazugeh\u00f6ren. Und befangen bin ich so oder so. Ich sch\u00e4tze, ich werde ihnen keine Hilfe sein k\u00f6nnen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">L\u00e4cheln. L\u00e4cheln! Na also!<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Brauchen sie noch ein Taschentuch?&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Ja, danke. Kannst auch du zu mir sagen!&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Frankfurter Tor quetsche ich mich noch als letzter bei der gr\u00fcnen Ampel durch und biege links in die Warschauer Stra\u00dfe ab. Am rechten Stra\u00dfenrand im Halbdunkel rennt ein hilfloser Typ seiner Angebeteten hinterher, die hochn\u00e4sig von dannen zieht. Ich blicke kurz in den Innenspiegel und bemerke, dass die Stra\u00dfenszene ihre Wirkung nicht verfehlt. Als wir die wartenden Betrunkenen vor der D\u00f6nerbude, den m\u00fcden Obdachlosen an der Nachtapotheke, die Skater auf dem Gr\u00fcnstreifen und die von der Polizei angehaltenen Prolls mit ihrem getunten Auto hinter uns gelassen haben und auf den gr\u00fcnen Startschuss zur \u00dcberquerung der Oberbaumbr\u00fccke warten, ist die Laune auf der R\u00fcckbank bereits wesentlich besser. Im Wesentlichen dazu beigetragen habe ich nur durch gelegentliche Einstreuung der Wortfetzen <em>&#8222;Ja&#8220;, &#8222;Das stimmt.&#8220;, &#8222;\u00dcberleg dir das nochmal!&#8220; und &#8222;Morgen ist auch noch ein Tag. Soll sogar recht sonnig werden.&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Verkehr ist dichter geworden, die Taxen mit den Fahrg\u00e4sten f\u00fcrs Watergate stauen sich bereits bis auf die Br\u00fccke.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Wirf einen Blick hier runter. So schei\u00dfe ist die Nacht nicht. Behalt lieber den Ausblick in Erinnerung. Versuchen! Vielleicht klappt&#8217;s ja!&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und noch ein L\u00e4cheln&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als wir knappe 2 Minuten sp\u00e4ter bei ihr vor der Haust\u00fcre stehen, sind die Tr\u00e4nen zumindest vorerst wieder trocken. Wir haben noch ein paar S\u00e4tze \u00fcbers Taxifahren verloren, und zwangsl\u00e4ufig kommt sie, die Frage:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Sag mal, ist es nicht mies, Samstag Nachts arbeiten zu m\u00fcssen?&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Generalprobe, ob es was gebracht hat&#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Wer sagt denn, dass ich muss? Und wer von uns beiden hatte heute die miesere Nacht? Ich bin zufrieden, keine Sorge!&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vorletztes L\u00e4cheln. Bingo!<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Also dann&#8230;&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Ja, also dann&#8230; \u00e4hm&#8230; danke!&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Nichts zu danken. Ich bin nur der Fahrer, schon vergessen?&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und das Letzte&#8230; dann verschwindet sie unsteten Schrittes im Durchgang zu ihrem Haus. Ich sehe ihr nach, mache mir einen Moment lang Gedanken dar\u00fcber, ob sie jetzt gleich weint, wenn sie bemerkt, dass sie den Schl\u00fcsselanh\u00e4nger von ihm geschenkt bekommen hat, oder erst wenn sie in einer halben Stunde im Bett liegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich sehe mich um, die Stra\u00dfe ist menschenleer. Ich \u00f6ffne das Beifahrerfenster mit einem Knopfdruck, und drehe den Schl\u00fcssel. Der Volume-Regler bewegt sich wie von selbst wieder in die richtige Position. Dieses Mal eine Prise HipHop. Warum nicht?<em> Vielleicht ist das was ich heut Nacht gesehen hab, das was wirklich ist. Beweis mir, dass es nicht so ist! Ich hab die Grenze zwischen Traum und Realit\u00e4t diesmal nicht vermisst&#8230;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An der Ecke sitzt ein Typ in meinem Alter. Er sieht im Dunkel nur die hellelfenbeinfarbene Kiste, sieht das Dachschild aufleuchten als das Taxameter auf frei umschaltet, \u00fcberlegt zu winken, l\u00e4sst es aber sein. Er ist viel zu betrunken. Er denkt sich, dass er den Schei\u00dfjob ja auch nicht machen w\u00fcrde. Jetzt, wo es gerade so sch\u00f6n ist. All das sehe ich ihm an. Aber die Nacht ist zu dunkel, als dass er mein L\u00e4cheln sehen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und ich beschlie\u00dfe ausnahmsweise, die letzte Fahrt noch nicht abzusch\u00fctteln&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dem Moment, in dem ich den Schl\u00fcssel drehe, f\u00e4llt sie von mir ab, die Fahrt. Ein \u00e4lteres Ehepaar, st\u00e4ndig n\u00f6rgelnd. Nicht m\u00fcde werdend zu erz\u00e4hlen, wie schlimm es sei, ihre Rentenk\u00fcrzung betreffe sie massiv, sei unfair, wo sie doch f\u00fcr diese rote Regierung jahrzehntelang geschuftet h\u00e4tten. Und jetzt dieser R\u00fcckflug. 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